Schmutzfrachtvariante
Objektebene
Dialog
Dialog - Ansichtskonfiguration
Über die Schaltfläche [Symbol] werden die zur Berechnung des spezifischen Speichervolumens nach DWA A128 benötigten Werte aus der Hydraulikvariante übernommen. Diese Werte können je nach Projektanforderungen noch geändert werden. Über die Schaltfläche „Berechnen“ wird das spezifische Speichervolumen in m³/ha und das erforderliche Gesamtvolumen (Zentralbeckengröße) laut den Vorgaben der ATV-A 128 errechnet. Sind weitergehende Anforderungen auf Grund eines sehr schwachen bzw. sehr starken Vorfluters zu berücksichtigen, kann diese Option hier aktiviert werden.
HINWEIS:
Erweiterte Anforderungen für Bayern:
Wird in der Gesamtvolumenberechnung der Wert e0 gesetzt, erhöht sich das Gesamtvolumen nach dem ATV-A 128 und dadurch auch das Volumen der Zentralbeckenvariante. Nach dem Merkblatt Nr.4.4.22 wird in Bayern die Jahresschmutzfracht zum Vergleichen des Ist-Zustandes mit der Zentralbeckenvariante gewählt, daher sollte hier nicht weitergehende Anforderungen nach dem ATV-A 128 genutzt werden. Das Bedeutet das in der Gesamtvolumenberechnung der Hacken für erweiterte Anforderungen nicht gesetzt wird. Dieser Sachverhalt gilt nur in Bayern und sollte mit der Genehmigungsbehörde abgesprochen werden.
Im Folgenden der Auszug aus dem Merkblatt Nr. 4.4.22; Bayerisches Landesamt für Umwelt: Nur im Nachweisverfahren anwendbar! Bei Vorliegen von weitergehenden Anforderungen dürfen dann in der anschließenden Planungsberechnung nur max. 85 % der in der Vorberechnung ermittelten Jahresschmutzfracht im Mittel an den betroffenen Entlastungsanlagen entlastet werden. Es ist nicht die prozentuale Verringerung der Entlastungsrate e0 nachzuweisen.
Der Reiter "Schmutzstoffe" ermöglicht die eingabe der Parameter für diverse Schmutzstoffe. Hier können nicht nur die die CSB-Werte Individuell angepasst werden, sondern auch jeder andere Schmutzstoff erstellt und übergeben werden. Auch für die abfiltrierbaren Stoffe AFS63, welche mit dem neuen Regelwerk DWA A 102, mitberücksichtigt werden sollen, können die Werte individuell angepasst werden. Am Beispiel der CSB-Konzentration, kann hier über die Verwaltung der Schmutzstoffe globale Werte festgelegt werden. Die Standardwerte ergeben im Durchschnitt einen CSB-Wert von ca. 600 mg/l aus den verschiedenen Wassermengen des Trockenwetterabflusses (SW, FW, RW). Des Weiteren ist es möglich, die individuellen CSB-Konzentrationen für gewerbliche Einleiter einzustellen.
Hier einfach auf den vorherigen Dialog auf Zusätzliche Gewerbliche SW klicken und für den jeweiligen Einleiter können die Konzentrationen festgelegt werden.- Programmtechnische Optionen: Hier kann der Berechnungsschritt angepasst werden, empfohlen wird ein Berechnungszeitschritt von 10 Minuten. Dieser Zeitschritt ist ausreichend genau für eine eingehende Bewertung der Entlastungsfunktion des Bauwerks. Für kürzere Berechnungsschritte erhöht sich auch der Berechnungsaufwand. Die Aufzeichnungen der Kurven hängt von der jeweiligen Berechnungskapazität ab und kann den Gegebenheiten angepasst werden. Die tabellarischen Ergebnislisten können auch für die einzelnen Regenereignisse ausgegeben werden, dies erhöht natürlich die Ergebniszusammenführung und kann daher individuell angepasst werden.
Wichtiger Hinweis: Für die ordnungsgemäße Bilanzierung der Zulaufmengen der Funktionalen Einheiten muss der Haken bei "Abflusskurven aufzeichnen" gesetzt sein! Sind diese Informationen nicht von Interesse, kann diese Funktion ausgeschaltet werden, um Speicher zu sparen! Bei der Modellierung von Funktionalen Einheiten wird aber empfohlen, diese Funktion einzuschalten, um konsistente Ergebnislisten zu erhalten! Dabei sollte die Funktion bereits vor der Berechnung der Hydraulikvariante aktiviert worden sein!
- Optionen für Funktionale Einheiten: Zum einen können die Parameter Trockenwetterabweichung oder Volumen des Trockenwetterzuflusses pro Jahr angegeben werden. Des Weiteren wird hier festgelegt, ab welchem Durchmesser vorgelagertes Kanalstauraumvolumen in die Berechnung miteinfließt. Zudem besteht die Möglichkeit Seitenumbrüche in den Ergebnislisten miteinzufügen, dies ermöglicht eine leichtere Abgrenzung der Bauwerke in den Ergebnislisten. Dadurch wird vermieden, dass eine unrealistisch hohe Anzahl an Entlastungsereignissen und eine zu hohe Ereignisdauer aufgezeichnet werden.
- Entlastungsereignis: Diese Parameter legen fest, wann eine Entlastung als solche gezählt wird:
- Erst nach 10 min Trennzeit wird ein eigenständiges Entlastungsereignis angenommen.
- Erst ab einem Abfluss von 1 l/s über die Entlastungsschwelle wird das Ereignis gezählt.
- Vergleich Zentralbeckenvariante - Ist-Zustand (Entlastungsbauwerke): Hier ist die Entlastungsrate im IST-Zustand der Entlastungsrate des Zentralbeckens gegenübergestellt. Entlastungsmenge: Alle Ausläufe ohne Kläranlagenzufluss sind hier aufsummiert. Zu beachten ist die Option „ohne die Ausläufe des Trennsystems“.
- Regenmenge: Alle Ausläufe inkl. Zufluss zur Kläranlage
- Restregenmenge: zum Simulationsende noch nicht ausgelaufenes Regenwasser, wird der Kläranlage zugeordnet.
- Rate: Verhältnis Entlastungsmenge zu Regen.- plus Restregenmenge
- CSB: Entlastete CSB Menge in kg Konz. CSB: mittlere CSB Konzentration der Entlastungen
- Vergleich Zentralbeckenvariante - Ist-Zustand (Ausläufe): Hier sind die Ausläufe im IST-Zustand dem Auslauf des Zentralbeckens gegenübergestellt.
- Auswertung für Einzelregen oder Zeitliche Abschnitte: Im mittleren Teil kann aus der Gesamtberechnung ein gewählter Zeitraum isoliert betrachtet werden. Dies dient dazu bei längeren Simulationszeiträumen Zeitabschnitte vergleichen zu können. Bei einer 40-jährigen Simulation können beispielsweise die ersten 20 Jahre mit den zweiten 20 Jahren verglichen werden..
- Reiter Entlastungsbauwerke (Nur die Sonderbauwerke DYNA betrachtet): Im unteren Teil werden alle Bauwerke einzeln mit ihren jährlichen Entlastungsdaten aufgeführt. Bei Becken im Nebenschluss wird das zugehörige Trennbauwerk als Referenzbauwerk gelistet. Zu beachten ist die Option nur „echte“ Entlastungsbauwerke. Dabei werden Verzweigungen und Bauwerke ausgenommen bei denen keine der abgehenden Haltungen zu einem Auslauf führt. Somit verbleiben alle Abflüsse dieser „Schächte“ im Netz oder führen zur Kläranlage Ausgegeben wird auch das Mischungsverhältnis und das Mindestmischungsverhältnis nach DWA A128.
- Reiter Funktionale Einheiten:Liegt eine Berechnung mit Funktionalen Einheiten vor, wird ein neuer Reiter mit den Ergebnissen dieser ausgegeben. Hier werden nochmals die wichtigsten Parameter aus den Ergebnislisten für die Gesamtbetrachtung der Bauwerke ausgegeben.