Hydraulikvariante: Unterschied zwischen den Versionen
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* '''Muldenspeicher [mm]''': Rückhaltevermögen der Oberfläche je nach Flächenart und Neigung, bevor Abfluss einsetzt. | * '''Muldenspeicher [mm]''': Rückhaltevermögen der Oberfläche je nach Flächenart und Neigung, bevor Abfluss einsetzt. | ||
* '''Geschwindigkeitsbeiwert [-]''': Beiwert zur Ermittlung der Fließgeschwindigkeit des Oberflächenabflusses. | * '''Geschwindigkeitsbeiwert [-]''': Beiwert zur Ermittlung der Fließgeschwindigkeit des Oberflächenabflusses. | ||
Version vom 14. September 2026, 11:05 Uhr
Die Hydraulikvariante ist das zentrale Berechnungsobjekt für die hydrodynamische Kanalnetzberechnung. Sie legt fest, mit welchen Regenereignissen, Randbedingungen und Ausgabeoptionen ein Kanalnetz gerechnet wird, und liefert nach der Berechnung sowohl Ganglinien und Bilanzen für einzelne Bauwerke bzw. Knoten als auch die Grundlage für weiterführende Auswertungen – etwa als Basis für eine neu erzeugte Schmutzfrachtvariante oder einen daraus abgeleiteten GeoCPM-Regen.
Ab Version 18 wurde der Bearbeitungsdialog überarbeitet und in zwei Karteikarten gegliedert: Parameter (Grundeinstellungen, Simulationszeit, Regenauswahl sowie die Detaildialoge Berechnungskonfiguration, Hydrologische Parameter, Trockenwetter und Dimensionierung) und Ergebnisse (Netz-Statistik und Bilanzen). Der frühere Dialog mit den Reitern Allgemeines, Regen, Seitliche Zuflüsse, Transport, Ausgabe und Längsschnitt ist am Ende der Seite weiterhin dokumentiert.
Über das Kontextmenü der Hydraulikvariante wird die Berechnung gestartet („Ausführen", wahlweise für alle oder nur markierte Abschnitte) oder die iterative bzw. einzelschrittweise Dimensionierung der Kanäle durchgeführt. Die folgenden Abschnitte beschreiben Kontextmenü, Dialog und Ergebnistabelle im Detail.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Dialog "Hydraulikvariante
- 1.1 Dialog "Berechnungsvariante" – "Parameter"
- 1.2 Dialog "Berechnungsvariante" - "Ergebnisse"
- 2 Alter Dialog Hydraulikvariante
Dialog "Hydraulikvariante
Im Rahmen der Weiterentwicklung zur Version 18 wurde der Dialog "Hydraulikvariante" überarbeitet, angepasst und vereinfacht. Eine ausführliche Erklärung finden Sie auf dieser Seite.
Dialog "Berechnungsvariante" – "Parameter"
In der Karteikarte "Parameter" befinden sich nun die Einstellungen der ehemaligen Reiter "Allgemeines", "Regen", "Seitliche Zuflüsse", "Transport", "Ausgabe" und "Längsschnitt". Im Nachfolgenden wird auf die verschiedenen Einstellmöglichkeiten eingegangen.
Kopfbereich
In diesem Bereich befinden sich allgemeine Einstellungen zur Hydraulik-Berechnung sowie Schaltflächen, die weitere Detaildialoge öffnen.
- Name: Frei wählbarer, eindeutiger Name der Variante.
- Über die Schaltflächen Berechnungskonfiguration, Hydrologische Parameter, Trockenwetter und Dimensionierung gelangen Sie direkt in die jeweiligen Detaildialoge. Diese werden weiter unten ausführlich erklärt.
- Alle Flächen einleitend: Alle einer Haltung zugewiesenen Flächen kommen zum Abfluss. Wird dieser Haken nicht gesetzt, werden nur Flächen mit dem Attribut "Einleitend" gewertet!
- Flächen zusammenfassen: Aktiviert das automatische Zusammenfassen gleichartiger Teileinzugsgebiete zur Reduzierung der Berechnungszeit.
- Automatisch erzeugter Längsschnitt: Nach der Berechnung wird automatisch ein Kanallängsschnitt gemäß den hinterlegten Längsschnitt-Einstellungen erzeugt.
- Steuerung (CONTROL): Bindet das Steuerungsmodul (CONTROL) in die Berechnung ein, sofern für die Variante ein entsprechendes Regelwerk hinterlegt ist. Über das danebenliegende Dropdown wird das zu verwendende Steuerungsschema ausgewählt. Es muss hierzu das Modul CONTROL aktiviert sein.
Berechnungsvariante
In diesem Bereich wird festgelegt, welche Art von Berechnung durchgeführt und welche Ergebnisse dabei gespeichert werden sollen.
- Hydraulik: Klassische hydrodynamische Einzelregen- bzw. Mehrregenberechnung (siehe Regenauswahl). Für diese Variante können zusätzlich Hydraulikganglinien aufgezeichnet werden für:
- Bauwerke: Aufzeichnung der Ganglinien an allen Sonderbauwerken.
- Netzknoten: Aufzeichnung der Ganglinien an allen Schächten/Knoten.
- Manuelle Auswahl: Es werden nur Ganglinien der zuvor im Kanalnetz markierten Objekte aufgezeichnet.
- Schaltfläche Nur Maximalwerte: Statt der vollständigen Ganglinie werden lediglich die jeweiligen Maximalwerte der Objekte aufgezeichnet. Dies spart Rechenzeit und Speicherplatz.
- Geschwindigkeit & Schleppspannung: Zeichnet zusätzlich die Fließgeschwindigkeit und die Schleppspannung je Zeitschritt auf (nur verfügbar, wenn eine Ganglinienaufzeichnung oben aktiviert ist).
- Betrachtete Messjahre für die Auswertung [a]: Anzahl der Jahre, über die bei der statistischen Auswertung (z. B. Jährlichkeiten, Bilanzen) gemittelt bzw. ausgewertet wird.
- Das Infofeld neben den betrachteten Messjahren erscheint nur bei Auswahl der Schmutzfracht und führt Sie zum WIKI-Eintrag der Schmutzfrachtvariante.
- Schmutzfracht: Anstelle einzelner, vollständiger Ganglinien werden die Ergebnisse über den gesamten Simulationszeitraum in festen Zeitschritten aufbereitet und gespeichert, was insbesondere bei sehr langen Regenreihen (Kontinuumssimulation) Speicherplatz spart.
- Schmutzfrachtzeitschritt: Zeitschritt (5 min, 10 min, 15 min, 20 min oder 30 min), in dem die Ergebnisse aufbereitet werden.
„Simulationszeit"
In diesem Bereich wird festgelegt, wie die Simulationsdauer vor und nach eines einzelnen Regenereignisses ermittelt wird. Die im Menü dargestellte Grafik veranschaulicht den zeitlichen Ablauf einer Simulation.
- Automatisch: Die Zeiten für Trockenwettervorlauf (Burn-In), Regendauer und Nachlaufzeit werden vom Programm automatisch anhand der Netzkenngrößen (Fließzeit) und des jeweiligen Regens ermittelt.
- Burn-In: Dauer des anfänglichen Trockenwettervorlaufs in Minuten.
- Vor- und Nachlauf: Dauer von Vor- bzw. Nachlaufzeit in Minuten.
- Abbruchfaktor: Faktor, der bestimmt, ab welchem Rückgang des Abflusses gegenüber dem Trockenwetterausgangswert die Nachlaufsimulation als beendet gilt.
- Benutzerdefiniert: Die untenstehenden Werte können manuell vergeben.
- Burn-In: Dauer des anfänglichen Trockenwettervorlaufs in Minuten
- Vorlauf: Zeitspanne des zu simulierenden Trockenwetters in Minuten
- Nachlauf: Zeitdauer nach Regenende, in dem das Netz weiter unter Trockenwetterbedingungen simuliert wird, bis das Abbruchverhältnis erfüllt ist.
"Regenauswahl"
Hier werden die Art und der Umfang der für die Berechnung verwendeten Regenereignisse festgelegt. Das Diagramm im unteren Bereich stellt den zeitlichen Verlauf des Niederschlags [l/(s·ha)] des aktuell angezeigten Regens über die Zeit [min] dar. Die Felder Dauer [min] und Summe [mm] geben Regendauer und Niederschlagssumme des dargestellten Ereignisses an.
Es kann zwischen verschiedenen Niederschlagsbelastungen gewählt werden:
- Blockregenstaffel mit Auswahl der Staffelnummer.
- Modellregen/Naturregen.
- Gebietsniederschlag: Die Auswahl der gewünschten Gebietsniederschlagsdefinition ist nur mit aktivierten Modul RAIN möglich und erfolgt über ein Dropdown-Menü.
Einstellungen zu gewählten Regen:
- Start Regen / Ende Regen: Hier wird, falls vorhanden, das Datum/die Uhrzeit des ersten bzw. letzten in der Auswahl enthaltenen Regenereignisses angezeigt.
- Checkbox Regenauswahl: Aktiviert die Eingrenzung auf ein bestimmtes Regenintervall über die Nummernfelder bzw. Schieberegler.
- Ausgewählte Regen: Hier wird die Anzahl der aktuell für die Berechnung ausgewählten Regenereignisse angezeigt.
- Verfügbare Regen: Hier wird die Gesamtzahl der im Projekt verfügbaren Regenereignisse (Nummernbereich) angezeigt.
- Angezeigter Regen: Steuert, welches Einzelregenereignis aus der Auswahl aktuell im darunterliegenden Diagramm dargestellt wird.
- Regenstation: Dieses Feld wird nur angezeigt, wenn der Gebietsniederschlag ausgewählt ist, und dient der Auswahl der Anzeige der Regenstation, deren Regenreihe angezeigt/verwendet wird.
- Checkbox Skalierungsfaktor: Ermöglicht die pauschale Skalierung der Niederschlagswerte mit einem frei wählbaren Faktor.
Detaildialog "Berechnungskonfiguration"
Dieser Detaildialog öffnet sich, wenn Sie auf die Schaltfläche "Berechnungskonfiguration" im Kopfbereich des Hydraulikvarianten-Menüs klicken.
- Ein Dyna-Prozess pro Rechner: Es wird nur ein einzelner DYNA-Rechenprozess je beteiligtem Rechner gestartet (keine Multihybrid Berechnung).
- Mehrere Dyna-Prozesse: Es werden automatisch mehrere DYNA-Prozesse parallel gestartet (Multihybrid Berechnung). Die Anzahl der Prozesse und Threads pro Prozess werden automatisch anhand der Systemvoraussetzungen ermittelt.
- Mehrere Dyna-Prozesse (Benutzerdefiniert): Die Anzahl der Prozesse sowie Threads pro Prozess können hier manuell über die Schieberegler vorgegeben werden.
- Cluster Berechnung: Aktiviert die Nutzung mehrerer Clients für schnellere Laufzeiten im Rechencluster.
- Netzwerkpfad (UNC Adresse) des hydraulischen Berechnungsprogramms: Für die Remoteberechnung muss hier ein freigegebener Netzwerkpfad zur DYNA.exe vorgegeben werden. Dieser Pfad muss für alle beteiligten Rechner frei zugänglich sein.
- Konfigurationstest: Testet die aktuell eingestellte Konfiguration und meldet, ob die Remote-Rechner und deren Verbindung korrekt eingerichtet sind.
Erweiterte Optionen für Remote-Berechnungen
Über die Cluster Berechnung bzw. die entsprechende Schaltfläche direkt dahinter gelangen Sie in die erweiterten Remote-Optionen.
In dieser Tabelle werden alle für die Remote-Berechnung verfügbaren Rechner mit Name des Remote-Rechners, ermittelter Bewertung, Anzahl der Prozesse und Threads pro Prozess sowie deren Verwenden-Status aufgelistet. Über die Schaltflächen links können Sie:
- aktive Remote Rechner bzw. Server hinzufügen: Sucht im Netzwerk nach verfügbaren Rechnern/Servern mit aktivem RPC-Server (DynaCallServer.exe) und fügt diese der Liste hinzu.
- Bewertungen berechnen: Ermittelt eine Leistungsbewertung der gelisteten Rechner zur optimalen Lastverteilung.
- Werte zurücksetzen: Setzt die Bewertungen auf die Standardwerte zurück.
- nichtverwendete Rechner entfernen: Entfernt alle Rechner aus der Liste, die aktuell nicht für die Verwendung markiert sind.
- Default herstellen: Stellt die Standardkonfiguration wieder her.
- Remote Rechner hinzufügen: Fügt über das Eingabefeld manuell einen Remote-Rechner anhand seines Namens hinzu.
Ist das im Netzwerkpfad hinterlegte Berechnungsprogramm nicht erreichbar bzw. das Durchsuchen des Netzwerks nicht möglich, erscheint folgende Fehlermeldung:
Geeignete Rechner für die Remote- bzw. Multihybrid-Berechnung müssen über einen aktiven RPC-Server (DynaCallServer.exe) verfügen und die üblichen Hardwarevoraussetzungen erfüllen. Solche Rechner können bei Bedarf manuell über die Schaltfläche „Erweiterte remote und multihybride Optionen..." eingetragen werden (siehe oben).
Detaildialog "Hydrologische Parameter"
Diesen Detaildialog finden Sie, wenn Sie im Kopfbereich auf die Schaltfläche "Hydrologische Parameter" klicken.
Im Detaildialog Hydrologische Parameter / Bodenparameter werden die für den Oberflächenabfluss und die Versickerung maßgeblichen Kennwerte getrennt nach Flächen – Undurchlässig und Flächen – Durchlässig sowie jeweils nach der Geländeneigung (Flach, Hügelig, Steil, Sehr Steil) festgelegt. Das dargestellte Diagramm zeigt den zeitlichen Verlauf der Versickerung [l/(s·ha)] von der Anfangsversickerung über die Rückgangskonstante bis zur Endversickerung.
- Muldenspeicher [mm]: Rückhaltevermögen der Oberfläche je nach Flächenart und Neigung, bevor Abfluss einsetzt.
- Geschwindigkeitsbeiwert [-]: Beiwert zur Ermittlung der Fließgeschwindigkeit des Oberflächenabflusses.
- Bodenspeicher [mm] und Rückgangskonstante [1/min]: Kenngrößen des Bodenspeichermodells für die durchlässigen Flächen.
- Anfang [l/(s·ha)] / Ende [l/(s·ha)]: Anfangs- bzw. Endversickerungsrate für die durchlässigen Flächen.
- Vorfüllung (Mulden- und Bodenspeicher) [%]: Anteil, mit dem Mulden- und Bodenspeicher der durchlässigen Flächen zu Simulationsbeginn bereits gefüllt angenommen werden.
- Anfangsverlust [mm] und Dauerverlust [l/(s·ha)]: Verlustkennwerte für die undurchlässigen Flächen.
- Anteilsfaktor der durchlässigen Fläche [-].
Detaildialog "Trockenwetter"
Dieser Detaildialog öffnet sich, wenn Sie im Kopfbereich des Hydraulikmenüs auf die Schaltfläche "Trockenwetter klicken"
Sie können hier verschiedene Angaben zur Berechnung des Trockenwetterabflusses tätigen:
- Fremdwasserzuschlag [%]: Globaler Zuschlag, der prozentual zum Schmutzwasseranfall in die Berechnung eingeht.
- Schaltfläche Ganglinien: Öffnet die Zuweisung der zugrundeliegenden Trockenwetter-Ganglinien.
- Schmutzwasseranfall [l/(E·d)]: Globaler Parameter für den Schmutzwasseranfall pro Einwohner und Tag.
- Spitzenfaktor [-]: Faktor zur Ermittlung des Maximalwerts der Trockenwetterganglinie. Bei hydraulischen Dimensionierungen/Berechnungen wird mit diesem Spitzenfaktor gerechnet. Bei einer Schmutzfrachtberechnung ist dieser Wert auf einen 24h-Wert zu setzen, um den Trockenwetterabfluss am Tag nicht zu überschätzen.
- Einwohner – Absolut / Dichte: Legt fest, ob die Einwohnerzahlen als absolute Werte oder als Dichteangabe in die Berechnung eingehen.
Detaildialog "Dimensionierung"
Dieser Detaildialog öffnet sich, wenn Sie im Kopfbereich des Hydraulikmenüs auf die Schaltfläche "Dimensionierung" klicken.
Im Dialog "Dimensionierungs Parameter für automatische Iteration" werden je Entwässerungssystem (Mischwasser, Regenwasser, Schmutzwasser) die Grenzwerte für die automatische iterative Dimensionierung festgelegt:
- Maximaler Auslastungsgrad: Belastungsgrad, bis zu dem ein Abschnitt als ausreichend dimensioniert gilt (Beispiel: 0.90).
- Minimaler Durchmesser: Kleinster Durchmesser, mit dem die iterative Dimensionierung je System beginnt (Beispiel: 300.00 für Misch-/Regenwasser, 200.00 für Schmutzwasser).
Dialog "Berechnungsvariante" - "Ergebnisse"
Zusätzlich zur Karteikarte "Parameter" steht im Dialog der Hydraulikvariante nun die neue Karteikarte "Ergebnisse" zur Verfügung. Diese ist nach jeder erfolgreich durchgeführten Kanalnetzberechnung (Hydraulikvariante) verfügbar und liefert eine kompakte, grafische Übersicht der Berechnungsergebnisse, ohne dass hierfür zunächst separate Ergebnislisten erzeugt werden müssen.
Netz-Statistik
Im linken Bereich der Karteikarte wird eine Übersicht der wichtigsten Netzkennzahlen dargestellt:
- Anzahl der Abschnitte, Anzahl Schächte und Anzahl Sonderbauwerke
- Haltungslängen [m], aufgeteilt nach Entwässerungssystem (Mischwasser, Regenwasser, Schmutzwasser) als Kreisdiagramm
- Gesamtvolumen Netz [m³], unterteilt in Anfangsvolumen, Haltungsvolumen, Bauwerksvolumen und Schachtvolumen
- Gesamtfläche [ha] sowie Mittlerer Befestigungsgrad [%], dargestellt als Kreisdiagramm nach befestigter/unbefestigter Fläche
- Anzahl der Einwohner
Bilanzen
Im rechten Bereich werden die Bilanzergebnisse für das jeweils aktuell angezeigte Regenereignis dargestellt. Über die Pfeiltasten bzw. das Eingabefeld "Nr." kann zwischen den Ergebnissen der einzelnen berechneten Regen navigiert werden.
- Überstau: Anzahl der Überstauschächte, gesamtes Überstauvolumen sowie maximales Überstauvolumen (Kurvenpeak)
- Diagramm Einlauf / Überstau / Auslauf über die Zeit [min]: Ein-/Auslauf kumuliert in m³, Überstau in m³
- Tabelle Maximale Werte: maximale Zuflusswerte aus Flächen, Kurven und Zuflüssen sowie Trockenwetter, zusätzlich Auslauf aus dem Kanalsystem und verbleibendes Restvolumen im Kanalsystem
- Balkendiagramm Einlauf / Auslauf: Gegenüberstellung des gesamten Einlauf- und Auslaufvolumens. Das Einlaufvolumen ist nach Flächen, Kurven und Zuflüssen sowie Trockenwetterabfluss aufgeschlüsselt. Das Auslaufvolumen wird in Auslauf aus dem Kanalsystem und verbleibendes Restvolumen im Kanalsystem unterteilt dargestellt.
Schaltfläche "Trockenwetterbilanz"
Über den Button Trockenwetterbilanz öffnet sich ein separater Dialog mit einer detaillierten Aufschlüsselung des Trockenwetterabflusses für die aktuelle Variante:
- Gesamtvolumen Trockenwetter [m³] sowie Anzahl der konstanten Zuflüsse
- Kreisdiagramm der Anteile Schmutzwasser, Fremdwasser und Gewerblich
- Tabellarische Übersicht:
- Gesamtes häusliches Abwasser QH [l/s]
- Gesamtes gewerbliches Abwasser QG [l/s]
- Gesamtes Schmutzwasser QS = QH + QG [l/s]
- Gesamtes Fremdwasser QF [l/s]
- Trockenwetterabfluss QT = QS + QF [l/s]
Alter Dialog Hydraulikvariante
Dialog-Hydraulikvariante
In dieser Karteikarte bestimmen Sie den Variantennamen und legen die Anzahl der threads für die symmetrisch parallele Berechnung, sowie die Anzahl der Rechner bei einer Remote Berechnung fest. Auf folgenden Link finden Sie eine detaillierte Anleitung für die Multihybrid_Berechnung.
- Projekt nach der Berechnung speichern: Speichert das Projekt nach der Übernahme aller Berechnungsergebnisse automatisch!
- Thread - Prozessoptionen (multihybride Berechnung): Hier besteht die Option die Anzahl der Threads für jede Hydraulikvariante zu steuern. Wird kein Wert eingegeben wird durch einen Automatismus ein Wert ermittelt anhand der Systemvoraussetzungen.
- ein DYNA Prozess pro Rechner, d.h. keine multihybride Berechnung
- mehrere DYNA-Prozesse pro Rechner, d.h. multihybride Berechnung
- Nutzung des Netzwerkes für die Berechnung: Mit dieser Funktion greift die Berechnungsvariante auf die Möglichkeit der verteilten Berechnung per Remote zu. In den Einstellungen müssen die jeweiligen Remoterechner zugewiesen werden.
- Erweiterte remote und multihybride Optionen:
- Netzwerkpfad (UNC Adresse des hydraulischen Berechnungsprogramms:Für die Remoteberechnung muss ein freigegebener Netzwerkpfad zur DYNA.exe vorgegeben werden. Dieser Pfad muss für alle ausgewählten Rechner frei zugänglich sein!
- Test der aktuellen Konfiguration: Testet die eingestellten Remoterechner und deren Verbindung. Es erscheint eine Meldung der beteiligten Rechner.
Vorsicht: Zuweisung von mehr Threads als vorhanden, verlangsamt die Berechnung!
Darüber hinaus können Sie hier festlegen, ob eine Remote Berechnung auf anderen Systemen im Netzwerk erfolgen soll. Diese Karteikarte gibt Ihnen zusätzlich die Möglichkeit, diese Berechnungsvariante mit beliebigen Windows Dokumenten bzw. - Verzeichnissen zu verknüpfen.Diese Karteikarte regelt Typ und Anzahl der in der Berechnung verwendeten Regen. Dabei ist ein zusammenhängendes Intervall von Regennummern zu definieren und zwar bei Verwendung von Blockregen liegt die Unter- bzw. Obergrenze dieses Intervalls im Nummernbereich zwischen 1 und 20, bei Natur-/Modellregen im Bereich zwischen 1 und 9999 in der derzeitigen Version. Die Maximalzahl der in einem Rechenlauf gleichzeitig zu verwendenden Blockregen liegt demnach bei 20, die der verwendeten Natur-/Modellregen bei 9999. Sie können für die jeweilige Hydraulikvariante, jeweils das Intervall an Regenereignissen, welches berechnet werden soll. Über den Gebietsniederschlag (Modul Rain) können Sie hier noch detaillierte Auswahl treffen.
- Blockregen: Bei Verwendung von Blockregen ist eine der zuvor in der Baumstruktur definierten Blockregenstaffeln aus jeweils 20 oder mehr aufsteigenden Dauerstufen zu verwenden. Sind in der verwendeten Blockregenstaffel explizit keine Regenspenden angegeben, so können diese dennoch leicht berechnet werden über die Regenspendelinie nach Reinhold, die von den beiden Parametern r (T = 15 min, n = 1 / a) und n [1/a] abhängt. Diese können sie in diesem Dialog definieren und grafisch kontrollieren.
- Modellregen: In diesem Karteireiter Dialog schalten Sie zu Kontrollzwecken die zu berechnenden Natur-/Modellregen einfach durch. Nach Ende des letzten zu berechnenden Regens beginnt die Reihenfolge wieder von vorne.
- Gebietsniederschlag: Der Gebietsniederschlag kann bei Auswahl des Modellregen MODE über das Dropdown Menü ausgewählt werden, sobald das Modul Ungleichmäßige Beregnung in den Projekteinstellungen hinzugefügt wurden.
Diese Karteikarte enthält alle Parameter, die für den Oberflächenabfluss maßgeblich sind. Er gliedert sich in die Bereiche Regenabfluss und Trockenwetterabfluss, sowie die verschiedenen Optionen.
- Regenabfluss: Der Regen kommt unterschiedlich auf durchlässigen und undurchlässigen Flächen zum Abfluss. Zu diesem Zwecke sind dafür auch die Parameter in unterschiedlicher Weise zu definieren. Im Einzelnen können die Detailinformationen jedes Parameters den Tool-Tip-Texten entnommen werden, die in dem Moment eingeblendet werden, in dem sich die Maus über das betreffende Dialogfeld bewegt. Die eingestellten Werte sind Standardwerte und können jederzeit bei einer Kalibrierung angepasst werden.
- Verfahren zum Verlustabzug: Im Standardfall wird hier mit der Einstellung Während des gesamten Niederschlagsabflussprozess gerechnet. Das entspricht dem detaillierten Versickerungsansatz.
- Trockenwetterabfluss: Hier können die Berechnungsansätze für das Trockenwetter angepasst werden. Es werden globale Einstellungen für den Fremdwasserzuschlag [%] gesetzt, wichtig hierbei ist, dass der Wert prozentual zum Schmutzwasseranfall eingeht. Des Weiteren wird der globale Parameter für den Schmutzwasseranfall pro Einwohner und ein Spitzenanfall gesetzt. Der Spitzenanfall [1-24h] entspricht einem Faktor, welcher den Maximalwert einer Ganglinie repräsentieren soll. Das bedeutet, bei hydraulischen Dimensionierungen und Rechnungen wird mit einem Spitzenfaktor gerechnet. Bei einer Schmutzfrachtberechnung muss dieser Wert aber auf 24h gesetzt werden, um den Trockenwetterabfluss am Tag nicht zu überschätzen
- Teileinzugsgebiete zusammenfassen: Diese Funktion ermöglicht es Teileinzugsgebiete nach gleichen Parametersätzen pro Haltung zusammenzufassen, um Berechnungszeit zu sparen. Grundsätzlich werden folgende Flächen nicht zusammengefasst:
- wenn keine Berechnungsvariante eingestellt ist (Wurde nicht zum Rechnen verwendet, sondern um die DFEIN-Datei auf einem anderen Rechner wieder in ein leeres Projekt einzulesen, die Information sollte also möglichst vollständig sein).
- wenn nur eine Fläche an der Haltung vorhanden ist (Dann keine Notwendigkeit zum Zusammenfassen).
- wenn in der Variante FLUT-Berechnung und BERE; RAS; und Zeitbeiwertverfahren eingestellt sind. Es werden auch nichtgrafische Flächen (nicht mit einem Gebiet verbunden) zusammengefasst.
- Automatisch zusammenfassen:
- Die Regenzuflüsse werden zu einer Fläche pro vorkommendem Tripel (Bodenelement, Oberflächenelement durchlässig, Oberflächenelement undurchlässig) zusammengemittelt. Die Beregnungsfaktoren werden von der größten Teilfläche übernommen. Die übrigen Daten werden nach Flächengröße bzw. Flächengröße durchlässig/undurchlässig gemittelt.
- Die Zuflussspenden gewerbliches Abwasser werden nach Schlüsselwert gesammelt und als je eine Fläche ohne Regenzufluss nur mit dem Schlüsselwert und über die Teilflächen mit diesem Schlüsselwert summierter Flächengröße ausgegeben.
- Genauso werden die Zuflussspenden Fremdwasser nach Schlüsselwert gesammelt und als je eine Fläche ohne Regenzufluss nur mit dem Schlüsselwert und über die Teilflächen mit diesem Schlüsselwert summierter Flächengröße ausgegeben.
- Die Einwohner werden nach Wasserverbrauchschlüsselwert gesammelt und ebenfalls als je eine Fläche ohne Regenzufluss nur mit dem Schlüsselwert, und über die Teilflächen mit diesem Schlüsselwert summierten Einwohnern und summierter Flächengröße ausgegeben. Ist der Schalter Einwohner statt …Dichte an, werden die Daten, wenn möglich, in schon vorhandene Flächendatensätze integriert, da dann keine eigene Flächengröße mehr nötig ist.
- Die konstanten Zuflüsse werden nach Art gesammelt und (möglich weil unabhängig von der Flächengröße), soweit vorhanden, in die obigen Datensätze mit eingebaut, die übrigen als eigene Flächen ohne Regenzufluss nur mit der Art des konstanten Zuflusses und dem über die Teilflächen mit dieser Art summierten Zufluss ausgegeben.
Hier stellen Sie alle Parameter ein, die für den Abflusstransport im Kanalnetz verantwortlich sind. Zunächst bestimmen Sie das Berechnungsverfahren und entscheiden sich für die hydrodynamische Berechnung mit dem komplexen Parallelschnittverfahren (DYNA) oder für eine eines von vier verschiedenen hydrologischen Modellen (FLUT), und zwar mit steigendem Detaillierungsgrad entweder für das Zeitbeiwertverfahren oder für den konstanten oder veränderlichen Abflussbeiwert oder gleich für das dem Dyna sehr ähnlichen Oberflächenabflussmodell. Die Bedeutung der einzelnen Parameter entnehmen sie bitte - wie gehabt - den jeweils temporär eingeblendeten Tool-Tip-Texten.
- DYNA:
- Laufzeitkontrolle: Trockenwettervorlauf – Regendauer – Nachlauf. Je nach Einstellung, Automatisch oder Benutzerdefiniert ergeben sich unterschiedliche Zeiten für den Trockenwettervorlauf sowie für den Nachlauf. Die Regendauer ist davon unabhängig, ist diese ja eine Kenngröße des jeweiligen Regens. Eine detaillierte Beschreibung der Erstellung der Simulationszeit pro Regenereignis finden Sie unter folgendem Link Zeitlicher Ablauf. Einer der wichtigsten Faktoren für die Berechnungsdauer (auch bei gekoppelten Berechnungen) ist die Nachlaufzeit für Trockenwetterperiode.
- GeoCPM: Bidirektionale Kopplung zu einem GeoCPM Modell
- FLUT: Hier werden die Flut Eingabeparameter gesteuert.
- Dimensionierungsparameter (DYNA und Flut): Hier können Sie verschiedene Parametersätze für die Dimensionierung angeben, welche nach den Entwässerungssystem getrennt sind. Dabei können Sie auch einen minimalen Durchmesser angeben, welchen die iterative Dimensionierung starten soll.
In diesem Dialog stellen Sie die Ergebnisliste zusammen. Wesentlicher Bestandteil der Ergebnisliste ist eine nochmalige Zusammenstellung der Eingabeparameter und Eingabedaten sowie die Darstellung der Oberflächenabflusskurven. Letztere Listen versetzen sie beispielsweise in die Lage, festzustellen, inwieweit unbefestigte Flächenteile überhaupt in die Kanalisation entwässern. Im mittleren Teil unmittelbar vor den eigentlichen Berechnungsergebnissen finden sie unter „Zusammenfassung“ eine statistische Gesamtzusammenstellung der wichtigsten Daten des berechneten Kanalnetzes, getrennt nach Entwässerungssystem. Beachte: Haltungen mit dem Entwässerungssystem „unbekannt“ werden bei der hydrodynamischen Berechnung wie Mischwasserhaltungen behandelt, d.h. Alle zugewiesenen Zuflüsse werden auch abtransportiert. Im Anschluss daran definieren sie die Folge der Haltungslisten, sortiert nach deren Kanal- und Haltungsnummern. Die wichtigste dieser Listen ist dabei die Liste 3, in der die wesentlichen Ergebnisse der Berechnung zusammengefasst sind. Liste 1 der Haltungslisten enthält im Wesentlichen eine Zusammenstellung der eingegebenen Haltungsdaten. Erweiterte Berechnungsergebnisse wie maximale Energiehöhen befinden sich in Liste 4 (++ERGE;HALT;L4). Flutkurven können in unterschiedlicher Weise abgerufen werden (++ERGE;FLUT;S3...).
Bauwerkslisten (++ERGE:BAUW;) geben eine Übersicht der integriert berechneten Sonderbauwerkseingabe- und Ergebnisdaten. Tabellarische und auch grafische (Printplot) Darstellungen von Füllstands-, Volumen-, und Abflussganglinien können ebenfalls in unterschiedlichen Varianten abgerufen werden (++ERGE;FLUT;S3). (siehe auch die DYNA/FLUT-Hilfe KPPHYDRA.CHM.
Bei Berechnung eines Langzeitkontinuums sollten auf die Ausgabe detaillierte Flutkurven (FLUT;S3) für die einzelnen Regenereignisse verzichtet werden! Da es hier bei längeren Regenreihen zu sehr langen und großen Listen kommen kann, welche bei der Ausgabe der Ergebnisse viel Zeit in anspruch nehmen.
- Schmutzfrachtbilanz
- Schleppspannungsnachweis
- Profilhöhe ab der ein Abschnitt bei der Stauraumberechnung berücksichtigt wird [mm]
- Flutkurvendatei für Ausläufe
- Messstellen nach Berechnungsende automatisch in R vergleichen: Sind die Messstellen Aktiv und wurde R-Skript nach der Anleitung ordnungsgemäß installiert, erfolgt nach Berechnungsende eine Auswertung zwischen Messstelle und Simulationsergebnis für alle Messstellen durch das Programm R. Das Ergebnis ist ein PDF mit den Auswertungen für das jeweiligen Regenereignis.
Nach erfolgreicher Durchführung einer Berechnung kann ein Kanallängsschnitt erzeugt werden (++PLOT). In Abhängigkeit von den Parametern Höhenmaßstab, Längenmaßstab, maximale Planhöhe bzw. –länge, sowie der Optionen für die Aufnahme der Beschriftungsbänder für den Abfluss Energielinie, Wasserspiegellinie und schematisches Kanalbild wird ein kompletter Plansatz der Art automatisch erstellt, so dass jede Haltung, jeder Schacht bzw. jeder Kanal in genau einem der erzeugten Pläne vorhanden ist. Sehr wichtig ist der Button „Automatische Aufteilung der Stränge...“, durch den die Planeinteilung dahin gehend beeinflusst wird, das zusammenhängende Kanalstränge unabhängig von ihrer Kanalnummer auch im Längsschnitt zusammenhängend gezeichnet werden.
Durch entsprechende Wahl von Strichstärken, -typen und –farben für die verschiedenen Zeichnungsteile und –linien haben sie die Möglichkeit, ihrem Längsschnitt eine individuelle optische Gestaltung zu geben. Hierzu gehören speziell die unterschiedlichen Farbgebungen bei Benutzung von Mehrfachwasserspiegellinien:In dieser Tabelle finden Sie die Ergebnisse der Berechnung nochmals detailliert aufgelistet nach verschiedenen Parametern. Diese Tabelle kann nochmals eingehend für die Plausibilisierung der eingegebenen Daten herangezogen werden. Dabei kann mit einem Blick auf die Werte Einwohnerzahl, gesamtes Kanalvolumen, Trockenwetterabfluss und die gesamte befestigte Fläche die Modellierung anhand von realen Werten überprüft werden.
