Die aqua_plan Ingenieurgesellschaft für Problemlösungen in Hydrologie und Umweltschutz mbH wurde 1992 gegründet, um für die Hydrologie und die Wasserwirtschaft ingenieurtechnische Auswertungen und Begutachtungen anzubieten. Ein zentrales Element unserer Tätigkeit war in diesem Zusammenhang die Entwicklung eines professionellen Messdatenmanagementsystems für hochaufgelöste zeitbezogene Messdaten, welches flexible Visualisierungs- und Auswertemöglichkeiten ermöglichte

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Das Softwaresystem AquaZIS ist ein universelles Messdatenmanagementsystem (MDMS), welches zeitbezogene Messdaten wirklich nutzbar macht. Es erlaubt, Zeitreihen verschiedener Anwendungsgebiete (z.B. Niederschlagsgeschehen, Gewässerpegel, Grundwasserstände, Gewässergüte, Stadtentwässerung) zu verwalten und auszuwerten. Für eine weitere Verarbeitung der Messdaten, sowie der direkte Einsatz bei Simulationen oder Auswertungen, bietet ++SYSTEMS eine direkte Koppelung zum Programm Aquazis, um Daten zwischen den Systemen bequem und automatisch auszutauschen.

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Nutzen der DWD Daten über Auazis

Über Aquazis kann auch auf die Umfangreichen Datenbestände des DWD zurückgegriffen werden:

  • Kostra-DWD Rasterdaten zu Niederschlagshöhen und –spenden in Abhängigkeit von der Niederschlagsdauer D und der Jährlichkeit T (Wiederkehrintervall).
  • Einzelne Messstationen (Messnetz des DWD)
  • Radar-Online-Aneichung (Radolan + Radklim)

Radardaten in ++SYSTEMS nutzen

Für die realitätsnahe Simulation von Abflüssen innerhalb des Kanalnetzes und/oder der Oberfläche können vorhandene Radardaten direkt von den Servern des Deutschen Wetterdienstes abgerufen und als Eingangsgröße für die Niederschlagsbelastung der hydraulischen Simulationsmodelle zur Verfügung gestellt werden. Dazu haben wurde das Messdatenmanagement AquaZIS mit dem Kernmodul ++SYSTEMS zur Bearbeitung und Analyse von entwässerungstechnischen Aufgabenstellungen in der Wasserwirtschaft gekoppelt und eine bidirektionale Kommunikationsschnittstelle geschaffen.

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Mit AquaZIS können beliebige Messdateninformationen verwaltet und bearbeitet werden. Dies beinhaltet auch den Datenabruf von frei verfügbaren Niederschlagsmessstationen und Radarmessungen des DWD. Innerhalb von ++SYSTEMS können diese dann als Gebietsniederschläge für die hydrodynamische Kanalnetzberechnung mit DYNA oder für die Oberflächenabflussberechnung mit GeoCPM angesetzt werden. Selbstverständlich ist auch eine gekoppelte Berechnung unter gleichzeitiger Berücksichtigung von Kanalnetz und Oberfläche möglich. Die räumliche Verteilung und die zeitliche Entwicklung des tatsächlichen Niederschlagsgeschehens werden dabei für die Simulationsrechnungen zu Grunde gelegt. Damit können die Berechnungsergebnisse unmittelbar mit den Beobachtungen verglichen werden und zielgenau eine Modellkalibrierung erfolgen. Ein solches Modell ermöglicht dann besonders realitätsnahe Aussagen bei einer Variation des Niederschlagsgeschehens oder der Analyse von Starkniederschlagsereignissen.

Anleitung: Import von Radardaten aus Aquazis in ++SYSTEMS

Im ersten Schritt müssen Sie ein neues Aquazis Projekt anlegen. Hierfür legen Sie sich Ihre Aquazis-Ordnerstruktur in einem von Ihnen bestimmten Projektordner ab. Öffnen des Aquazis Projektes erfolgt mit einem doppelklick auf die Datei "Aquazis". Hier müssen evenutell noch die richtigen Pfade für das Programm und das "Bin"-Verzeichnis festgelegt werden (eine Anleitung finden Sie unter diesem Link).

Aktueller Kartenauschnitt suchen & definieren

Zuerst muss das Untersuchungsgebiet gesucht und eingerichtet werden. Hierfür gibt es eine Funktion im Menü auf der linken Seite.

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Um das gewünschte Gebiet zu finden können Sie einfach eine Stadt/Ortschaft in das Suchfeld eintippen und das gewünschte Gebiet auswählen. Danach wird der von Ihnen individuell justierte Kartenauschnitt für die weitere Bearbeitung festgelegt: Hierfür auf die Menüleiste "Datei" und die "Systemeinstellungen" öffnen. Im Reiter "Karte" können Sie den justierten Kartenauschnitt als Vollbild deklarieren, sodass Sie jederzeit im Menü Navigation auf dem Button "Vollbild" auf Ihren Kartenausschnitt zurückfinden!

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In den Systemeinstellungen müssen Sie desweiteren im Reiter "OSM-Karte" den Radarlayer anzeigen lassen!

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DWD-Stammdaten einrichten

Jetzt können Sie bereits für das gewünschte Untersuchungsgebiet die Radolan Daten aufbereiten und auswählen. Hierfür können Sie in der Menüleiste unter "Stammdaten" die "DWD-Daten einrichten".

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Dabei öffnet sich ein weiterer Dialog, indem Sie für de DWD-Radolan(RW/RY) die gewünschten Stationen für Ihren Bereich auswählen können.

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In diesem Fall wird ein Gitternetz für die Radardaten gespannt. Sie können das aufgespannte Netz im ersten Schritt testen und gegebenfalls anpassen. Nachdem das aufgespannte Netz für die weitere Bearbeitung in Ordnung ist können Sie die Auswahl über "DWD-Stammdaten einrichten" übernehmen.

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Ergebnis des aufgespannten Netzes:

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