Funktionale Einheiten: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Dokumentation
Wechseln zu:Navigation, Suche
 
(10 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
Alles was in den FEs eingestellt wird, tangiert die Berechnung nicht. Die FEs sind als „Bilanzierungs-Layer“, der zusätzlich auf Berechnungsergebnisse aufsetzt, diese aber in keiner Weise verändert.
+
=Funktionale Einheit - Objekte=
 
 
==Funktionale Einheit - Objekte==
 
 
Eine [[Schritt-für-Schritt-Anleitung_Flow#Erstellen_von_Funktionalen_Einheiten|Funktionale Einheit(FE)]] bezeichnet einen Zusammenschluss von mehreren hydraulischen Sonderbauwerken, wel die gekennzeichnet sind durch mindestens eine Entlastung in ein Oberflächengewässer und ein zugeordnetes Einzugsgebiet. Zum Beispiel ein Stauraumkanal mit obenliegender Entlastung benötigt zwei Bauwerke; zum einen ein Bauwerk (typ 65) zur Abflussregulierung, zum anderen ein Entlastungsbauwerk (Typ 62) weiter oben im Netz. Ein anderer gängiger Fall ist ein Fangbecken im Nebenschluss, welches zunächst ein Trennbauwerk (Typ 62-63) benötigt, dessen Entlastung dann in dem Fangbecken (Typ 61-64) endet. Zur Ermittlung dessen Entlastungsrate ist dann nicht das Regenwasser in der Entlastung des Trennbauwerks heranzuziehen, sondern dasjenige, welches oberhalb des Trennbauwerkes anfällt.
 
Eine [[Schritt-für-Schritt-Anleitung_Flow#Erstellen_von_Funktionalen_Einheiten|Funktionale Einheit(FE)]] bezeichnet einen Zusammenschluss von mehreren hydraulischen Sonderbauwerken, wel die gekennzeichnet sind durch mindestens eine Entlastung in ein Oberflächengewässer und ein zugeordnetes Einzugsgebiet. Zum Beispiel ein Stauraumkanal mit obenliegender Entlastung benötigt zwei Bauwerke; zum einen ein Bauwerk (typ 65) zur Abflussregulierung, zum anderen ein Entlastungsbauwerk (Typ 62) weiter oben im Netz. Ein anderer gängiger Fall ist ein Fangbecken im Nebenschluss, welches zunächst ein Trennbauwerk (Typ 62-63) benötigt, dessen Entlastung dann in dem Fangbecken (Typ 61-64) endet. Zur Ermittlung dessen Entlastungsrate ist dann nicht das Regenwasser in der Entlastung des Trennbauwerks heranzuziehen, sondern dasjenige, welches oberhalb des Trennbauwerkes anfällt.
  
Zeile 12: Zeile 10:
 
| Löschen || Löscht die ausgewählte Funktionale Einheit.
 
| Löschen || Löscht die ausgewählte Funktionale Einheit.
 
|-
 
|-
| Direkteinzugsgebiete || Funktionen für die Ermittlung der Direkteinzugsgebiete.
+
| Zoome auf FE || Zoomt auf die angewählte Funktionale Einheit im Bearbeitungsfenster.
 +
|-
 +
| Direkteinzugsgebiet || Funktionen für die Ermittlung der Direkteinzugsgebiete.
 
*Automatisch ermitteln: Ermittelt die Direkteinzugsgebiete automatisch. Es werden in den Flächen die Attribute FE_Anteil/FE_Name/FE_Nummer geschrieben und somit findet eine direkte Zuordnung zu dem jeweiligen Bauwerk statt.
 
*Automatisch ermitteln: Ermittelt die Direkteinzugsgebiete automatisch. Es werden in den Flächen die Attribute FE_Anteil/FE_Name/FE_Nummer geschrieben und somit findet eine direkte Zuordnung zu dem jeweiligen Bauwerk statt.
*Flächen übernehmen:Die Ermittelten Flächen werden den einzelnen Funktionalen Einheiten zugwiesen.
+
*Flächen übernehmen: Die ermittelten Flächen werden den einzelnen Funktionalen Einheiten zugewiesen.
*Zugeordnete Flächen markieren:Markiert alle Direkteinzugsgebiete die den Funktionalen Einheiten zugewiesen wurden.
+
*Zugeordnete Flächen markieren: Markiert alle Direkteinzugsgebiete, die den Funktionalen Einheiten zugewiesen wurden.
*Zuordnung löschen:Löscht alle Zuordnungen der Flächen zu den jeweiligen Funktionalen Einheiten. Das bedeuted, dass die Attribute (FE_Anteil/FE_Name/FE_Nummer) mit einem Leerwert überschrieben werden.
+
*Zuordnung löschen: Löscht alle Zuordnungen der Flächen zu den jeweiligen Funktionalen Einheiten. Das bedeutet, dass die Attribute (FE_Anteil/FE_Name/FE_Nummer) mit einem Leerwert überschrieben werden.
 
|-
 
|-
| Markiere alle Volumenelemente || Markiert alle zugewiesenen Volumenelemente der ausgewählten Funktionalen Einheiten. Das bedeuted Abschnitte und Knoten werden markiert, die als FE Volumenelement zugewiesen wurden.
+
| Markiere alle Volumenelemente || Markiert alle zugewiesenen Volumenelemente der ausgewählten Funktionalen Einheiten. Das bedeutet, Abschnitte und Knoten werden markiert, die als FE-Volumenelement zugewiesen wurden.
 
|-
 
|-
| Markierte Abschnitte und Knoten als Volumenelemente hinzufügen. || Markierte Abschnitte und Knotenelemente werden als Volumenelemente der Funktionalen Einheit hinzugefügt.
+
| Markierte Abschnitte und Knoten als Volumenelemente hinzufügen || Markierte Abschnitte und Knotenelemente werden als Volumenelemente der Funktionalen Einheit hinzugefügt.
 
|-
 
|-
| Zoome auf FE || Zoomt auf die angewählte Funktionale Einheit im Bearbeitungsfenster.
+
| Export Detaillisten FE || Exportiert die Detailergebnislisten für die ausgewählte Funktionale Einheit (vgl. „Ergebnislisten anzeigen/drucken" bei der Schmutzfrachtvariante).
 
|}
 
|}
 
{{Card-Box-Blue-Kontext-Ende}}
 
{{Card-Box-Blue-Kontext-Ende}}
 +
 +
<!------------------------------------------------------------------------------------------------------------>
 +
 +
==Aufbau einer Funktionalen Einheit==
 +
 +
Eine Funktionale Einheit (FE) bezeichnet einen Zusammenschluss von mehreren hydraulischen Sonderbauwerken, welche gekennzeichnet sind durch mindestens eine Entlastung in ein Oberflächengewässer und ein zugeordnetes Einzugsgebiet. Zum Beispiel ein Stauraumkanal mit obenliegender Entlastung benötigt zwei Bauwerke; zum einen ein Bauwerk (typ 65) zur Abflussregulierung, zum anderen ein Entlastungsbauwerk (Typ 62) weiter oben im Netz. Ein anderer gängiger Fall ist ein Fangbecken im Nebenschluss, welches zunächst ein Trennbauwerk (Typ 62-63) benötigt, dessen Entlastung dann in dem Fangbecken (Typ 61-64) endet. Zur Ermittlung dessen Entlastungsrate ist dann nicht das Regenwasser in der Entlastung des Trennbauwerks heranzuziehen, sondern dasjenige, welches oberhalb des Trennbauwerkes anfällt.
 +
 +
{{Hinweis-Box
 +
|Text = <br> Mit dem neuen Umsetzung des Regelwerkes A102 für Flow++ wird die Erstellung der Funktionalen Einheiten vorgegeben. Nur somit können konsistente Ergebnisse nach der Berechnung ausgegeben werden!}}
 +
 +
===Arbeitsschritte für die Erstellung der Funktionalen Einheiten===
 +
*Erstellen einer neuen Funktionalen Einheit
 +
*Art und Anschluss festlegen
 +
*Schwellen definieren:
 +
*Zuerst den Schacht/Bauwerk auswählen und dann die abgehende Haltung wählen
 +
*Ablaufschwelle festlegen
 +
*Schwellen übernehmen und Typ festlegen
 +
*Volumenhaltungen übernehmen und Schwelle zuweisen
 +
*Beckenvolumenschächte übernehmen und Schwelle zuweisen
 +
*Fiktive Schächte oder Haltungen festlegen (kein Volumenelement)
 +
 +
Im ersten Schritt muss eine neue Funktionale Einheit erstellt werden, indem über das jeweilige Kontextmenü der Schmutzfracht eine neue Einheit angelegt wird.
 +
 +
Es öffnet sich das Dialogfenster der neu erstellten Funktionalen Einheit. Hier müssen jetzt im Einzelnen die Elemente des Sonderbauwerks zusammengeführt werden.
 +
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image029.png|600px|center]]</div>
 +
<div class="center">Dialog für die Funktionale Einheit</div><br />
 +
 +
Im ersten Schritt werden die Schwellen des Sonderbauwerks festgelegt. Dies kann entweder über die graphische Auswahl im Benutzerfenster geschehen oder über die Suchfunktion, wenn der jeweilige Name bekannt ist. Zuerst muss der Schacht (Sonderbauwerk) ausgewählt werden und danach die abgehende Haltung.
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image030.png|400px|center]]</div>
 +
<div class="center">Dialog Schacht grafisch auswählen</div><br />
 +
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image031.png|400px|center]]</div>
 +
<div class="center">Dialog Haltung grafisch auswählen</div><br />
 +
 +
Hier müssen alle Knotenpunkte mit den jeweiligen abgehenden Haltungen angegeben werden, welche bilanziert werden sollen. Auch die Drossel mit der jeweiligen Abflusshaltung muss mit eingebracht werden. Das Programm erkennt automatisch ob es sich um eine Abflusshaltung oder um einen Beckenüberlauf handelt.
 +
In diesem Fall werden für das RÜB01 zwei Schwellen definiert: Zum einen die abgehende Haltung in der Drossel. Zum anderen die Entlastungsschwelle in den Vorfluter, also der Beckenüberlauf.
 +
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image032.png|300px|center]]</div>
 +
<div class="center">Ergebnis der hinzugefügten Haltungen als Schwellen</div><br />
 +
 +
Diese beiden Schwellen müssen jetzt manuell nochmals als bilanzierte Schwelle oder Ablaufschwelle zugewiesen werden. Zuerst wird der Knotenpunkt Drossel und die abgehende Haltung als Ablaufschwelle übernommen.
 +
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image033.png|300px|center]]</div>
 +
<div class="center">Manuelle Zuweisung der Schwellen</div><br />
 +
 +
Danach werden alle zu bilanzierenden Entlastungsschwellen übernommen und einem Typ manuell zugewiesen.
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image034.png|300px|center]]</div>
 +
<div class="center">Manuelle Zuweisung der zu bilanzierenden Schwellen</div><br />
 +
 +
In den folgenden Schritten werden die Volumenschächte und Volumenhaltungen manuell hinzugefügt.
 +
Dieser Schritt kann auch über das Bearbeitungsfenster erfolgen: Hierfür werden alle gewünschten Knoten und Haltungen markiert und über das Kontextmenü des Projektbaums mit Rechtsklick '''Markierte Abschnitte und Knoten als Volumenelemente übernehmen''' der jeweiligen Funktionalen Einheit übergeben.
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image035.png|300px|center]]</div>
 +
<div class="center">Zuweisung Beckenvolumenschächte mit Festlegung der Schwelle</div><br />
 +
Abschnitte und Knotenelemente, welche nicht als Volumenelement aufgenommen werden sollen, aber dennoch Teil des Sonderbauwerks sind, können als fiktive Elemente gesetzt werden. Dabei werden die Durchflussmengen dennoch bilanziert, aber nicht als Volumenelement eingebracht.
 +
 +
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image036.png|100px|center]]</div>
 +
<div class="center">Fiktive Schächte hinzufügen</div><br />
 +
 +
{{Hinweis-Box
 +
|Text = <br> Für die Bilanzierung und die automatische Berechnung des vorgelagerten Kanalnetzvolumens ist es nötig Abschnitte und Knotenelemente konsistent auch als Volumenelemente in die Funktionale Einheit miteinzugeben. Das heißt, dass die Funktionale Einheit keine Volumenelemente auslässt, welche auch für den Zu- und Abfluss benötigt werden. Die Volumenelemente einer Funktionalen Einheit sollten immer an einem Knotenpunkt gestartet und beendet werden.}}
 +
 +
Darstellung der Funktionalen Einheiten nach Fertigstellung:
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image037.png|800px|center]]</div>
 +
<div class="center">Darstellung in Flow der Funktionalen Einheiten, im Projektbaum wird eine neue Funktionale Einheit angelegt (links) und die Ausdehnung der FE erscheint grau hinterlegt im Bearbeitungsfenster(rechts)</div><br />
 +
 +
{{Hinweis-Box
 +
|Text = <br> alle FE Knoten und Knoten die für FE Schwellen verwendet werden müssen Netzknoten sein bzw. das Speichern von Kurven muss angehakt sein <br> FE's können durch das automatisch auf Knoten und Abschnitten gesetzte Attribut „FE-Nr“ eingefärbt werden}}
 +
 +
<!------------------------------------------------------------------------------------------------------------>
 +
=Ergebnisliste Schmutzfrachtberechnung nach DWA-A 102=
 +
 +
Im Folgenden werden die Ergebnisgrößen, die bei einer Schmutzfrachtberechnung nach dem Arbeitsblatt '''DWA-A 102''' (Grundsätze zur Bewirtschaftung und Behandlung von Regenwetterabflüssen) für ein Entlastungsbauwerk und dessen Einzelnachweis ermittelt werden. Es werden zwei Tabellenwerke unterschieden:
 +
 +
* '''Ergebnisliste Schmutzfracht''' – die vollständigen Eingangs- und Ergebnisgrößen je Einzugsgebiet, Zulauf, Entlastung und Ablauf des Bauwerks.
 +
* '''Schwellenwerte Entlastung''' – ein direkter Vergleich der Grenzwert-relevanten Kennzahlen an den beiden möglichen Überlaufpunkten des Bauwerks (Beckenüberlauf und Klärüberlauf).
 +
 +
'''Farblegende:'''
 +
 +
{| style="border-collapse:collapse; font-size:90%;"
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2; width:20px;" | &nbsp;&nbsp;&nbsp;
 +
| style="padding-left:6px;" | FE / Stammdaten
 +
| style="background:#DFDFDF; width:20px;" | &nbsp;&nbsp;&nbsp;
 +
| style="padding-left:6px;" | Direkteinzugsgebiet
 +
| style="background:#EBE9F2; width:20px;" | &nbsp;&nbsp;&nbsp;
 +
| style="padding-left:6px;" | Gesamteinzugsgebiet / Ablauf
 +
|-
 +
| style="background:#D7D3E6; width:20px;" | &nbsp;&nbsp;&nbsp;
 +
| style="padding-left:6px;" | AFS63-Kategorie der Flächen
 +
| style="background:#CFCFCF; width:20px;" | &nbsp;&nbsp;&nbsp;
 +
| style="padding-left:6px;" | Volumen und Drosseln
 +
| style="background:#C7C1DC; width:20px;" | &nbsp;&nbsp;&nbsp;
 +
| style="padding-left:6px;" | Zulauf
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC; width:20px;" | &nbsp;&nbsp;&nbsp;
 +
| style="padding-left:6px;" | Entlastung (compliance-relevant)
 +
|}
 +
 +
== 1. Ergebnisliste Schmutzfracht ==
 +
 +
<div style="background:#E6E6E6; border-left:4px solid #372281; padding:10px 14px; margin:10px 0 16px;">
 +
Diese Tabelle dokumentiert den gesamten Rechengang: von den Flächen- und Einwohnerdaten des Einzugsgebiets über die erforderlichen Speichervolumen und Drosselabflüsse des Bauwerks bis hin zu den Schmutzfrachten (CSB, AFS63) im Zulauf, in der Entlastung und im Ablauf. Die Gruppierung (farbliche Bänder) folgt dem Weg des Wassers durch das System: ''Einzugsgebiet → Zulauf → Entlastung → Ablauf''. Die Spalte „Erklärung“ beschreibt jede Kenngröße in allgemeinverständlicher Form inkl. Bezug zur zugrunde liegenden Norm.
 +
</div>
 +
 +
{| class="wikitable" style="border-collapse:collapse; font-size:90%; width:100%;"
 +
|-
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Gruppe
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Untergruppe
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Parameter
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Einheit
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Wert
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Erklärung für den Kunden
 +
|-
 +
|  rowspan="2" style="background:#F2F2F2;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | FE
 +
| style="background:#F2F2F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Name
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VB
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | &ndash;
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Bezeichnung (VB = Verfahrensbezeichnung) des Regenbauwerks – z.B. Regenüberlaufbecken (RÜB) oder Regenklärbecken (RKB) gemäß DWA-A 166.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Nr.
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | 1
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | &ndash;
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Laufende Nummerierung des Bauwerks im Gesamtsystem.
 +
|-
 +
|  rowspan="10" style="background:#DFDFDF;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | Direkteinzugsgebiet
 +
|  rowspan="4" style="background:#DFDFDF;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Flächen
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | AE,k
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | ha
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 48,65
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Kanalisierte Einzugsgebietsfläche AE,k (ha): die Gesamtfläche, von der Niederschlag über die Kanalisation abgeleitet wird (DWA-A 102-2, Abschn. 4.2).
 +
|-
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VG
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | %
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 22,96
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Versiegelungsgrad VG (%): Anteil der befestigten Fläche AE,k,b an der kanalisierten Gesamtfläche AE,k. Hoher VG → erhöhter Regenwasserabfluss.
 +
|-
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | AE,k,b
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | ha
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 11,45
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Befestigte bebaute Fläche AE,k,b (ha): versiegelte Fläche durch Gebäude und Bebauung innerhalb des kanalisierten Einzugsgebiets.
 +
|-
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | AE,k,nb
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | ha
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 37,2
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Befestigte nicht bebaute Fläche AE,k,nb (ha): versiegelte Fläche durch Straßen, Wege, Stellplätze etc. Es gilt: AE,k = AE,k,nb + AE,k,b (DWA-A 102-2, Abschn. 4.2.2).
 +
|-
 +
| style="background:#DFDFDF;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Einwohner
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | EZ
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | E
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 762
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Anzahl der angeschlossenen Einwohner EZ im Direkteinzugsgebiet. Grundlage zur Ermittlung des Schmutzwasserabflusses QS gemäß ATV-DVWK-A 198.
 +
|-
 +
|  rowspan="5" style="background:#DFDFDF;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Abfluss
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QH,aM
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 2,27
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Mittlerer Schmutzwasser-/Haushaltsabfluss QH,aM (l/s) im Jahresmittel aus häuslichem Abwasser. Eingansgröße für Trockenwetterabfluss QT,aM.
 +
|-
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QG,aM
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 13
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Mittlerer Grundwasserzufluss (Fremdwasser) QG,aM (l/s): in die Kanalisation eingedrungenes Grundwasser. Erhöhter Fremdwasseranteil führt zu größerem erforderlichem Speichervolumen (DWA-A 102-2, Anhang B.1.4 / DWA-M 182).
 +
|-
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QF,aM
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 11,13
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Mittlerer Fremdwasserabfluss QF,aM (l/s): sämtliches nicht bestimmungsgemäß eingeleitetes Wasser (Drainagen, Fehlanschlüsse). Gemäß DWA-M 182 gesondert zu erheben.
 +
|-
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QT,aM
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 26,39
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Mittlerer Trockenwetterabfluss QT,aM (l/s) im Jahresmittel: QT,aM = QS,aM + QF,aM. Zentrale Eingangsgröße im Berechnungsverfahren nach DWA-A 102-2, Tabelle 6.
 +
|-
 +
| style="background:#DFDFDF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QT,h,max
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#DFDFDF;text-align:right;" | 26,93
 +
| style="background:#DFDFDF;color:#372281;" | Stündlicher Spitzenwert des Trockenwetterabflusses QT,h,max (l/s). Wird für die Berechnung des Einflusswerts aa (Kanalablagerungen) nach DWA-A 102-2, Gl. (B.20) benötigt.
 +
|-
 +
|  rowspan="10" style="background:#EBE9F2;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | Gesamteinzugsgebiet
 +
|  rowspan="4" style="background:#EBE9F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Flächen
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | AE,k
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | ha
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 48,65
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Kanalisierte Einzugsgebietsfläche AE,k (ha) im Direkteinzugsgebiet – analog zur FE-Angabe.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VG
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | %
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 22,96
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Versiegelungsgrad VG (%) im Direkteinzugsgebiet.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | AE,k,b
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | ha
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 11,45
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Befestigte bebaute Fläche im Direkteinzugsgebiet.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | AE,k,nb
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | ha
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 37,2
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Befestigte nicht bebaute Fläche im Direkteinzugsgebiet.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Einwohner
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Einwohner
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | E
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 762
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Gesamtanzahl angeschlossener Einwohner im gesamten Einzugsgebiet der Kläranlage.
 +
|-
 +
|  rowspan="5" style="background:#EBE9F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Abfluss
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QH,aM
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 2,27
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Mittlerer Haushaltsabfluss QH,aM im Gesamteinzugsgebiet.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QG,aM
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 13
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Mittlerer Grundwasserabfluss (Fremdwasser) QG,aM im Gesamteinzugsgebiet.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QF,aM
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 11,13
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Mittlerer Fremdwasserabfluss QF,aM im Gesamteinzugsgebiet.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QT,aM
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 26,39
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Mittlerer Trockenwetterabfluss QT,aM im Gesamteinzugsgebiet.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QT,h,max
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 26,93
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Stündlicher Spitzenwert QT,h,max im Gesamteinzugsgebiet.
 +
|-
 +
|  rowspan="3" style="background:#D7D3E6;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | AFS 63 Kategorie<br>für die Flächen
 +
|  rowspan="3" style="background:#D7D3E6;font-weight:600;vertical-align:middle;" |
 +
| style="background:#D7D3E6;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ab,a,I
 +
| style="background:#D7D3E6;text-align:center;white-space:nowrap;" | ha
 +
| style="background:#D7D3E6;text-align:right;" | 48,32
 +
| style="background:#D7D3E6;color:#372281;" | Angeschlossene befestigte Fläche der AFS63-Belastungskategorie I (Ab,a,I): gering belastete Flächen wie Dachflächen und Wohnwege (Kategorie I nach DWA-A 102-2, Tabelle A.1). Spezifischer Stoffabtrag: 280 kg/(ha·a).
 +
|-
 +
| style="background:#D7D3E6;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ab,a,II
 +
| style="background:#D7D3E6;text-align:center;white-space:nowrap;" | ha
 +
| style="background:#D7D3E6;text-align:right;" | 2,04
 +
| style="background:#D7D3E6;color:#372281;" | Angeschlossene befestigte Fläche der AFS63-Belastungskategorie II (Ab,a,II): mäßig belastete Flächen wie Wohnstraßen und Parkplätze. Spezifischer Stoffabtrag: 530 kg/(ha·a) (DWA-A 102-2, Tabelle 4).
 +
|-
 +
| style="background:#D7D3E6;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ab,a,III
 +
| style="background:#D7D3E6;text-align:center;white-space:nowrap;" | ha
 +
| style="background:#D7D3E6;text-align:right;" | 3,91
 +
| style="background:#D7D3E6;color:#372281;" | Angeschlossene befestigte Fläche der AFS63-Belastungskategorie III (Ab,a,III): stark belastete Flächen wie Hauptverkehrsstraßen und Industriegebiete. Spezifischer Stoffabtrag: 760 kg/(ha·a) (DWA-A 102-2, Tabelle 4).
 +
|-
 +
|  rowspan="13" style="background:#CFCFCF;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | Volumen und Drosseln
 +
|  rowspan="4" style="background:#CFCFCF;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Volumen
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | V
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 558,82
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Erforderliches Behandlungsvolumen V (m³) der Anlage nach DWA-A 102-2 / DWA-A 166.
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Vstat
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 94,22
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Statisches Absetzvolumen Vstat (m³): der Teil des Beckens, der dauerhaft für die Sedimentation von Feinstoffen (AFS63) genutzt wird.
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | ΣV
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 653,03
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Gesamtvolumen ΣV (m³): Summe aus Behandlungsvolumen V und statischem Volumen Vstat.
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VS
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³/ha
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 57,04
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Spezifisches Speichervolumen in abhängigkeit des angeschlossenen Einzugsgebietes
 +
|-
 +
|  rowspan="6" style="background:#CFCFCF;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Drossel
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QDr(min)
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Minimaler Drosselabfluss QDr(min) (l/s): untere Grenze der einstellbaren Drosselleistung. Wert 0 = keine dynamische Rohrdrossel definiert
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QDr(max)
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Maximaler Drosselabfluss QDr(max) (l/s): bei dynamischer Drosselung  (z.B. Rohrdrossel)
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QDr
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 50
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Tatsächlich eingestellter Drosselabfluss QDr (l/s): der zur Kläranlage weitergereichte Mischwasserabfluss. Entspricht QM nach DWA-A 102-2, Gl. (B.4).
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | qDr
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 4,37
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Spezifischer Drosselabfluss qDr (l/(s·ha)): QDr bezogen auf die angeschlossene Fläche Ab,a. Errechnet sich nach DWA-A 102-2, Gl. (B.9): qR,Dr = QR,Dr / Ab,a.
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QDr,R
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/s
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 23,41
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Drosselabfluss im Regenwetterfall QDr,R (l/s): Regenanteil im Drosselabfluss zur Kläranlage. Berechnung: QR,Dr = QM – QT,aM – QR,Tr (DWA-A 102-2, Gl. B.8).
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | qDr,R
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | l/(s·ha)
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 2,04
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Spezifischer Regendrosselabfluss qDr,R (l/(s·ha)): Regenanteil im Drosselabfluss, bezogen auf Ab,a (DWA-A 102-2, Gl. B.9).
 +
|-
 +
|  rowspan="3" style="background:#CFCFCF;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Volumina
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VzuT
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 0,62
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Zuflussvolumen bei Trockenwetter VzuT (10³ m³/a): jährliches Gesamtvolumen des Trockenwetterzuflusses am Bauwerk (Vzu gemäß Bild 5 in DWA-A 102-2).
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VzuR
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 29,81
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Zuflussvolumen bei Regenwetter VzuR (10³ m³/a): jährliches Regenwasservolumen im Zulauf.
 +
|-
 +
| style="background:#CFCFCF;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VzuGesamt
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#CFCFCF;text-align:right;" | 30,43
 +
| style="background:#CFCFCF;color:#372281;" | Gesamtzuflussvolumen VzuGesamt (10³ m³/a): Summe VzuT + VzuR = Vzu am Bauwerk (DWA-A 102-2, Abschn. 8.3.1.2).
 +
|-
 +
|  rowspan="7" style="background:#C7C1DC;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | Zulauf
 +
|  rowspan="3" style="background:#C7C1DC;font-weight:600;vertical-align:middle;" | CSB
 +
| style="background:#C7C1DC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Czu,CSB
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:right;" | 113,14
 +
| style="background:#C7C1DC;color:#372281;" | Mittlere CSB-Konzentration im Zulauf Czu,CSB (mg/l): chemischer Sauerstoffbedarf als Maß für die organische Belastung des zufließenden Mischwassers. Standardwert CR,CSB = 107 mg/l nach DWA-A 102-2, Abschn. B.3.2.7.
 +
|-
 +
| style="background:#C7C1DC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ca,CSB,max
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:right;" | 477,68
 +
| style="background:#C7C1DC;color:#372281;" | Maximale CSB-Konzentration im Zulauf Ca,CSB,max (mg/l): Spitzenbelastung bei Starkregenereignissen.
 +
|-
 +
| style="background:#C7C1DC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | BMWü,e,CSB
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:right;" | 1,38
 +
| style="background:#C7C1DC;color:#372281;" | Jährliche CSB-Schmutzfracht im Zulauf BMWü,e,CSB (10³ kg/a): gesamte organische Jahresfracht am Einlauf des Bauwerks.
 +
|-
 +
|  rowspan="4" style="background:#C7C1DC;font-weight:600;vertical-align:middle;" | AFS63
 +
| style="background:#C7C1DC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,AFS63
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:right;" | 421,68
 +
| style="background:#C7C1DC;color:#372281;" | Mittlere AFS63-Konzentration im Zulauf Ce,AFS63 (mg/l): Feinanteil der abfiltrierbaren Stoffe (Korngröße 0,45 µm bis 63 µm) als Referenzparameter nach DWA-A 102-2
 +
|-
 +
| style="background:#C7C1DC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,AFS63,max
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:right;" | 517,9
 +
| style="background:#C7C1DC;color:#372281;" | Maximale AFS63-Konzentration im Zulauf Ce,AFS63,max (mg/l): Spitzenwert der Feststoffbelastung.
 +
|-
 +
| style="background:#C7C1DC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | BK,zu,AFS63
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:right;" | 5,13
 +
| style="background:#C7C1DC;color:#372281;" | Jährliche AFS63-Fracht im Zulauf BK,zu,AFS63 (10³ kg/a): gesamte Feststoff-Jahresfracht am Einlauf. Berechnung: BR,a,AFS63 = Ab,a,i · bR,a,AFS63,i (DWA-A 102-2, Gl. 3).
 +
|-
 +
| style="background:#C7C1DC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | bR,a,AFS63
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a·ha
 +
| style="background:#C7C1DC;text-align:right;" | 429,34
 +
| style="background:#C7C1DC;color:#372281;" | Flächenspezifische AFS63-Jahresfracht im Zulauf bR,a,AFS63 (kg/(ha·a)): ergibt sich nach DWA-A 102-2, Gl. (B.23): bR,a,AFS63 = (pI·280 + pII·540 + pIII·760)/100. Bezugswert für typische Flächenverteilung: 478 kg/(ha·a).
 +
|-
 +
|  rowspan="19" style="background:#F4DBEC;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | Entlastung
 +
|  rowspan="11" style="background:#F4DBEC;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Volumina
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | n
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Anzahl Entlastungsereignisse n (-): Anzahl der Überlaufereignisse pro Jahr. Ausweisung empfohlen als 'Kalendertage mit Überlauf/Jahr' (DWA-A 102-2, Abschn. 8.4.6.1).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | ne
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Anzahl entlastungsrelevanter Ereignisse ne (-): Ereignisse, bei denen die Beckenkapazität überschritten wird (Überlaufhäufigkeit nach DWA-A 102-2, Abschn. 8.4.6.1).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | De
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | h
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Gesamtentlastungsdauer De (h/a): kumulierte Zeit aller Entlastungsvorgänge in Stunden pro Jahr. Einheit gemäß DWA-A 102-2, Tabelle 2.
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QR,e
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³/s
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Mittlerer Entlastungsabfluss QR,e (m³/s): durchschnittlicher Abfluss während einer Entlastung. Berechnung nach DWA-A 102-2, Gl. (B.12/B.13).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Qkrit
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³/s
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Kritischer Mischwasserabfluss Qkrit (m³/s): Schwellenwert, ab dem die Entlastung einsetzt. Berechnung: QDr > QT,aM + QR,krit + ΣQDr,i (DWA-A 102-2, Gl. 26).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | rkrit
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³/sha
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Kritische Regenspende rkrit (m³/s·ha): Regenintensität, ab der die Anlage entlastet. Standardwert rkrit = 15 l/(s·ha) gemäß DWA-A 102-2, Anhang B.1.2.
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ve,T
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 97,61
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Entlastungsvolumen bei Trockenwetter Ve,T (10³ m³/a): Mischwasservolumen, das bei Trockenwetter entlastet wird.
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ve,R
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 5465,49
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Entlastungsvolumen bei Regenwetter Ve,R (10³ m³/a): Mischwasservolumen, das bei Regenereignissen in den Vorfluter gelangt (Ve,MWÜ nach DWA-A 102-2, Gl. 13).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ve,Gesamt
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 5563,11
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Gesamtentlastungsvolumen Ve,Gesamt (10³ m³/a): Ve,T + Ve,R = jährliches Jahresentlastungsvolumen an Mischwasserüberläufen Ve,MWÜ (DWA-A 102-2, Gl. 13).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | eMWÜ
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | %
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 18,28
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Mischwasserüberlaufanteil eMWÜ (%): volumenbezogene Entlastungsrate e0 = Ve,MWÜ / VR,aM · 100. Zulässiger Wert e0 nach DWA-A 102-2, Gl. (18): e0 ≤ 3700 / (Ce,CSB – 70).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Rückhaltfaktor/<br>Wirkungsgrad
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | Ja
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Rückhaltfaktor / Wirkungsgrad: Gibt an, ob das Bauwerk die geforderte Reinigungsleistung erfüllt (ηerf nach DWA-A 102-2, Gl. 6: ηerf = 1 – bR,e,zul,AFS63 / bR,a,AFS63). Zulässiger Stoffaustrag: 280 kg/(ha·a).
 +
|-
 +
|  rowspan="4" style="background:#F4DBEC;font-weight:600;vertical-align:middle;" | CSB
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,CSB
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 111,58
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Mittlere CSB-Konzentration im Entlastungsabfluss Ce,CSB (mg/l). Berechnung nach DWA-A 102-2, Gl. (19/20): Ce,CSB = (CR,CSB · aR,AFS63 · m + Cb,CSB) / (m+1).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,CSB,max
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 121,91
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Maximale CSB-Konzentration im Entlastungsabfluss Ce,CSB,max (mg/l).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | BMWü,e,CSB
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 1,24
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Jährliche CSB-Fracht im Entlastungsabfluss BMWü,e,CSB (10³ kg/a): Stoffaustrag durch Mischwasserüberläufe. Eingeht in den Gesamtstoffaustrag BR,e,AFS63 nach DWA-A 102-2, Gl. (33).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | mCSB
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 56,04
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | CSB-Rückhaltgrad mCSB (-): prozentualer Anteil der im Bauwerk zurückgehaltenen CSB-Fracht. Wert 56,04 bedeutet ~56 % der CSB-Fracht werden zurückgehalten.
 +
|-
 +
|  rowspan="4" style="background:#F4DBEC;font-weight:600;vertical-align:middle;" | AFS63
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,AFS63
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 421,97
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Mittlere AFS63-Konzentration im Entlastungsabfluss Ce,AFS63 (mg/l). Referenzparameter nach DWA-A 102-2, Abschn. 5.2.
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,AFS63,max
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 512,54
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Maximale AFS63-Konzentration im Entlastungsabfluss Ce,AFS63,max (mg/l).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | bK(e,AFS63
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 4,69
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Jährliche AFS63-Fracht im Entlastungsabfluss bK(e,AFS63 (10³ kg/a): BMWÜ,AFS63 nach DWA-A 102-2, Gl. (33).
 +
|-
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | bR,e,AFS63
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a·ha
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 205,02
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Flächenspezifische AFS63-Fracht im Entlastungsabfluss bR,e,AFS63 (kg/(ha·a)). Muss ≤ 280 kg/(ha·a) (= bR,e,zul,AFS63) sein, um den Gewässerschutz nach DWA-A 102-2, Abschn. 5.2.2.4 einzuhalten.
 +
|-
 +
|  rowspan="9" style="background:#EBE9F2;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | Ablauf
 +
|  rowspan="3" style="background:#EBE9F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Volumina
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VaT
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 0,04
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Ablaufvolumen bei Trockenwetter VaT (10³ m³/a): jährliches Volumen, das bei Trockenwetter die Anlage verlässt.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VaR
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 0,04
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Ablaufvolumen bei Regenwetter VaR (10³ m³/a): jährliches Volumen, das bei Regen die Anlage verlässt.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Va,gesamt
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 0,52
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Gesamtablaufvolumen Va,gesamt (10³ m³/a): Summe aus VaT + VaR.
 +
|-
 +
|  rowspan="3" style="background:#EBE9F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | CSB
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ca,CSB
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 132,29
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Mittlere CSB-Konzentration im Ablauf Ca,CSB (mg/l): Qualität des behandelten Ablaufwassers. Standardwert im Kläranlagenablauf CKA,CSB = 70 mg/l nach DWA-A 102-2, Anhang B.1.5.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ca,CSB,max
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 496,85
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Maximale CSB-Konzentration im Ablauf Ca,CSB,max (mg/l).
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | BMWü,a,CSB
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 0,07
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Jährliche CSB-Fracht im Ablauf BMWü,a,CSB (10³ kg/a): verbleibende organische Jahresfracht nach der Behandlung (BR,KA,CSB nach DWA-A 102-2, Gl. 32).
 +
|-
 +
|  rowspan="3" style="background:#EBE9F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | AFS63
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ca,AFS63
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 413,37
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Mittlere AFS63-Konzentration im Ablauf Ca,AFS63 (mg/l): Feststoffgehalt nach der Behandlung. Standardwert Kläranlagenablauf CKA,AFS63 = 15 mg/l nach DWA-A 102-2, Anhang B.1.5.
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ca,AFS63,max
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 505,16
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Maximale AFS63-Konzentration im Ablauf Ca,AFS63,max (mg/l).
 +
|-
 +
| style="background:#EBE9F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | BK,a,AFS63
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a
 +
| style="background:#EBE9F2;text-align:right;" | 0,22
 +
| style="background:#EBE9F2;color:#372281;" | Jährliche AFS63-Fracht im Ablauf BK,a,AFS63 (10³ kg/a): verbleibende Feststoff-Jahresfracht nach Behandlung. Eingeht in BR,e,AFS63 (DWA-A 102-2, Gl. 33).
 +
|}
 +
 +
== 2. Schwellenwerte Entlastung – Vergleich der Überlaufpunkte ==
 +
 +
<div style="background:#E6E6E6; border-left:4px solid #372281; padding:10px 14px; margin:10px 0 16px;">
 +
Während ein Mischwasserkanal bei Regen mehr Wasser führt, als die Kläranlage aufnehmen kann, wird das überschüssige Wasser an definierten Stellen entlastet. Diese Tabelle stellt die Grenzwert-relevanten Kennzahlen für die beiden möglichen Entlastungspunkte gegenüber: den '''Beckenüberlauf''' (direkt am Regenbauwerk) und den '''Klärüberlauf''' (am Ablauf der Kläranlage). So lässt sich auf einen Blick prüfen, an welcher Stelle die Schmutzfracht (CSB, AFS63) höher ausfällt und ob die zulässigen Grenzwerte eingehalten werden (Spalte „Wirkungsgrad“ = Ja/Nein).
 +
</div>
 +
 +
{| class="wikitable" style="border-collapse:collapse; font-size:90%; width:100%;"
 +
|-
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Gruppe
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Untergruppe
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Parameter
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Einheit
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Beckenüberlauf
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Klärüberlauf
 +
! style="background:#372281;color:#FFFFFF;" | Erklärung für den Kunden
 +
|-
 +
|  rowspan="12" style="background:#F2F2F2;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | FE
 +
| style="background:#F2F2F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Name
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | VB
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | &ndash;
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | &ndash;
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Bezeichnung (VB) des Regenbauwerks.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Nr.
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | 1
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | &ndash;
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | &ndash;
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Laufende Nummer des Bauwerks im System.
 +
|-
 +
|  rowspan="10" style="background:#F2F2F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" | Volumina
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | n
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Anzahl der Überlaufereignisse pro Jahr.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | ne
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Anzahl der entlastungsrelevanten Ereignisse (Beckenkapazität überschritten).
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | De
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | h
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Gesamtentlastungsdauer in Stunden pro Jahr.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Qmittel
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³/s
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Mittlerer Abfluss am Überlauf während eines Entlastungsereignisses.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Qmax
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³/s
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Maximaler (Spitzen-)Abfluss am Überlauf während eines Entlastungsereignisses.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | QR,e
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | m³/s
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 0
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Mittlerer Entlastungsabfluss während eines Überlaufereignisses.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ve
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 11,18
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 11,08
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Entlastungsvolumen: abgeschlagenes Mischwasservolumen am jeweiligen Überlauf.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ve,T
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 100,45
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 94,78
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Entlastungsvolumen, das bei Trockenwetter über den Überlauf abgeschlagen wird.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ve,R
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 5.487,31
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 5.443,67
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Entlastungsvolumen, das bei Regenwetter über den Überlauf abgeschlagen wird.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ve,Gesamt
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ m³
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 5.587,76
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 5.538,46
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Gesamtentlastungsvolumen (Trocken- + Regenwetteranteil) am Überlauf.
 +
|-
 +
|  rowspan="12" style="background:#E1DEEC;font-weight:bold;vertical-align:middle;" | Entlastung
 +
|  rowspan="2" style="background:#F2F2F2;font-weight:600;vertical-align:middle;" |
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | eMWÜ
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | %
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 18,36
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 18,2
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Mischwasserüberlaufanteil: Anteil des Zuflusses, der über diesen Überlauf entlastet wird.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Rückhaltfaktor/<br>Wirkungsgrad
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | Ja
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | Ja
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Gibt an, ob die geforderte Reinigungsleistung an diesem Überlauf eingehalten wird.
 +
|-
 +
|  rowspan="5" style="background:#F4DBEC;font-weight:600;vertical-align:middle;" | CSB
 +
| style="background:#F4DBEC;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,CSB
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 243,98
 +
| style="background:#F4DBEC;text-align:right;" | 111,46
 +
| style="background:#F4DBEC;color:#372281;" | Mittlere CSB-Konzentration im Überlaufwasser (organische Belastung).
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,CSB,max
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 621,93
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 118,75
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Maximale (Spitzen-)CSB-Konzentration im Überlaufwasser.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | BMWü,e,CSB
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 1,39
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 1,23
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Jährliche CSB-Fracht, die über diesen Überlauf ausgetragen wird.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | mCSB
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 12'''<span style="color:#c0392b;">&#9888;</span>'''
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 114,5
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Rechnerischer CSB-Rückhaltgrad für diesen Überlauf (in %).
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Rückhaltfaktor/<br>Wirkungsgrad
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | Ja
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | Ja
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Gibt an, ob die geforderte Reinigungsleistung an diesem Überlauf eingehalten wird.
 +
|-
 +
|  rowspan="5" style="background:#D3CEE3;font-weight:600;vertical-align:middle;" | AFS63
 +
| style="background:#D3CEE3;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,AFS63
 +
| style="background:#D3CEE3;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#D3CEE3;text-align:right;" | 831,83
 +
| style="background:#D3CEE3;text-align:right;" | 425,47
 +
| style="background:#D3CEE3;color:#372281;" | Mittlere AFS63-Konzentration (Feinstoffe) im Überlaufwasser.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Ce,AFS63,max
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | mg/l
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 1.026,18
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 504,06
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Maximale (Spitzen-)AFS63-Konzentration im Überlaufwasser.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | BR,e,AFS63
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 5,12
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 4,71
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Jährliche AFS63-Fracht, die über diesen Überlauf ausgetragen wird.
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | bR,e,AFS63
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | 10³ kg/a·ha
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 2.175,77
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | 1.087,88
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Flächenspezifische AFS63-Jahresfracht über diesen Überlauf (muss ≤ zulässigem Grenzwert bleiben).
 +
|-
 +
| style="background:#F2F2F2;font-family:monospace;white-space:nowrap;" | Rückhaltfaktor/<br>Wirkungsgrad
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:center;white-space:nowrap;" | -
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | Ja
 +
| style="background:#F2F2F2;text-align:right;" | Ja
 +
| style="background:#F2F2F2;color:#372281;" | Gibt an, ob die geforderte Reinigungsleistung an diesem Überlauf eingehalten wird.
 +
|}
 +
 +
<!----------------------------------------------------------------------------------------------------------->
 +
 +
 +
 +
 +
 +
===Automatische Berechnung des Volumens===
 +
<div class="res-img">[[File:Flow_image041.png|800px|center]]</div>
 +
<div class="center">Statisches vorgelagertes Kanalnetzvolumen und Bauwerksvolumen</div><br />
 +
 +
*Statisches Volumen FE: Dieser Wert gibt das Volumen der Schächte und Haltungen die in eine Funktionalen Einheit zusammengefügt wurden summiert und ausgegeben.
 +
*Statisches, vorgelagertes Volumen: Zum anderen wird das vorgelagerte Kanalnetzvolumen als statische Volumen eingebunden, je nach festgelegten Wert in den Einstellungen der jeweiligen Schmutzfracht
 +
 +
===Zuweisung der Fläche zu den Funktionalen Einheiten===
 +
Um die ordnungsgemäße Flächenzuweisung zu den jeweiligen Bauwerken zu gewährleisten wurde ein Automatismus geschaffen, welcher die Direkteinzugsgebiete und Gesamteinzugsgebiete der jeweiligen FE Einheiten berechnet. Im Projektbaum der jeweiligen Schmutzfracht das Kontextmenü öffnen und folgende Funktion '''Alle FEs: Direkteinzugsgebiet/Automatisch ermitteln''' ausführen.
 +
 +
Für jede angeschlossene Fläche, welche sich im Einzugsgebereich einer Funktionalen Einheit befindet werden Attribute angelegt, welche eine Zuweisung der Fläche zu den FEs ermöglichen.
 +
 +
Folgende Attribute werden für jede Fläche angelegt:
 +
*FE_Anteil=1.00
 +
*FE_Name=RÜB01
 +
*FE_Nummer=1
 +
 +
{{Hinweis-Box
 +
|Text = <br> Diese Zuweisung sollte bei komplexen Abflusssituationen, wie Vermaschung etc. manuell angepasst werden. Eine Löschung dieser Attribute hat zur Folge, das die Fläche der Einzugsgebiete und der Anteil der undurchlässigen Fläche (Au-Wert) nicht mehr im Detail für jede FE in den Ergebnislisten ausgegeben werden kann! Daher ist eine Manuelle Anpassung und Zuweisung nur in Einzelfällen durchzuführen! }}
  
 
=Schwellentypen=
 
=Schwellentypen=
Zeile 158: Zeile 861:
 
|}
 
|}
  
==Fiktive Schächte==
+
==Fiktive Schächte und Haltungen==
„Fiktive“ Objekte in FE’s  wirken sich auf mehrere Werte aus.
+
Für eine korrekt hydraulische Abbildung des Fließverhaltens sind manchmal zusätzliche Schächte oder Haltungen im Modell notwendig, die aber kein tatsächlich nutzbares Speichervolumen darstellen. Diese werden als „fiktiv" bezeichnet. Da fiktive Objekte nicht zur Volumenbildung herangezogen werden, wirken sie sich innerhalb einer FE auf mehrere Werte aus:
  
Für fiktive Schächte sind das:
+
===Fiktive Schächte===
 
*Konzentrationen im Zulauf (max & mittel, TW & MW)
 
*Konzentrationen im Zulauf (max & mittel, TW & MW)
 
*Fracht im Zulauf
 
*Fracht im Zulauf
 
*Anzahl Einstauereignisse, Kalendertage mit Einstau, Dauer Einstau
 
*Anzahl Einstauereignisse, Kalendertage mit Einstau, Dauer Einstau
*DIVERSE (!) Entlastungswerte
+
*Diverse Entlastungswerte
*„echtes“ Beckenvolumen
+
*„Echtes" Beckenvolumen
 
*Vorgelagertes Kanalstauraumvolumen
 
*Vorgelagertes Kanalstauraumvolumen
  
Für fiktive Haltungen sind das:
+
===Fiktive Haltungen===
 
*Fracht im Zulauf
 
*Fracht im Zulauf
*Stauraumvolumen FE selbst
+
*Stauraumvolumen der FE selbst
 
*Vorgelagertes Kanalstauraumvolumen
 
*Vorgelagertes Kanalstauraumvolumen
  
 
==Vorgelagertes Stauraumvolumen==
 
==Vorgelagertes Stauraumvolumen==
*Wird berechnet bei
 
**Auswahl der Schwelle(n) im FE Dialog
 
**Schmutzfrachtberechung
 
*In allen Fällen wird das informative Attribut „Statisches Stauvolumen bei Höhe ...“ geschrieben.
 
*Für jede Höhe für die das Volumen eines Objektes berechnet wird, wird ein eigenes Attribut geschrieben.
 
*In folgenden Fällen wird dieses Attribut nicht geschrieben:
 
**Das Objekt ist Teil einer FE
 
**Das Objekt enthält noch „alte“ Attribute, die es als Element einer FE ausweisen
 
**Falls das Objekt eine Haltung ist und die Profilhöhe unter der eingegebenen DN Grenze liegt (hier wird auch die weitere Berechnung „nach oben“ abgebrochen)
 
*Ein scheinbares „nicht updaten“ dieses Attributes (scheinbar, weil für die neue Höhe ein neues Attribut geschrieben würde) kann auch daher rühren, daß ein Objekt bei einer vorigen Schwelle innerhalb des Staukeiles war und bei der neuen Schwelle nicht mehr
 
  
 +
===Wann wird es berechnet===
 +
*Bei Auswahl der Schwelle(n) im FE-Dialog
 +
*Bei der Schmutzfrachtberechnung
  
* Es wird nicht nach Kanalart unterschieden, d.h. Druckrohrleitungen werden momentan beim vorgelagerten Volumen berücksichtigt. Workaround: die Druckrohrleitung unter die DN-Grenze bringen – dann wird hier aufgehört
+
===Geschriebenes Attribut===
*„Kanalstauraumvol. berücks. über DN“ hat einen Einfluss auf die Berechnungsgröße (zu setzen in der Hydraulikvariatne)
+
In allen Fällen wird das informative Attribut '''„Statisches Stauvolumen bei Höhe ..."''' geschrieben. Für jede Höhe, für die das Volumen eines Objekts berechnet wird, wird ein eigenes Attribut geschrieben.
*Um eine korrekte Volumenberechnung für HALTUNGEN durchführen zu können, muß die Hydraulik gerechnet sein (PROFILE.DD muss im Hydraulikvariantenverzeichnis vorhanden sein und die richtigen Profile enthalten). Schachtvolumina können auch ohne Hydraulikergebnisse berechnet werden.
+
 
* Zum vorgelagerten Volumen gehörende Haltungen müssen bzgl. DN über der Grenze liegen (im vorliegenden Beispiel ist eine Grenze von DN 1000 eingestellt und die Haltung ist DN 600. Somit wird – richtigerweise – weder die Haltung selbst noch ihr Anfangsschacht zum vorgelagerten Volumen dazugezählt)
+
===Wann wird das Attribut NICHT geschrieben===
*Zusätzlich darf die entsprechende Haltung die Attribute die eine Zugehörigkeit zu einer FE ausdrücken (FE-Name, FE-Nr) nicht enthalten.
+
*Das Objekt ist Teil einer FE
 +
*Das Objekt enthält noch „alte" Attribute, die es als Element einer FE ausweisen
 +
*Das Objekt ist eine Haltung und die Profilhöhe liegt unter der eingegebenen DN-Grenze (hier wird die weitere Berechnung „nach oben" ebenfalls abgebrochen)
 +
 
 +
'''Hinweis:''' Ein scheinbares „Nicht-Aktualisieren" dieses Attributes kann auch daher kommen, dass ein Objekt bei einer vorigen Schwelle noch innerhalb des Staukeils lag, bei der neuen Schwelle aber nicht mehr – da für jede Höhe ein eigenes Attribut geschrieben wird, entsteht für die neue Höhe dann einfach kein neues Attribut (statt eines aktualisierten Werts).
 +
 
 +
===Besonderheiten bei Haltungen===
 +
*Zum vorgelagerten Volumen gehörende Haltungen müssen bezüglich DN über der eingestellten Grenze liegen. Beispiel: Grenze DN 1000, Haltung DN 600 weder die Haltung selbst noch ihr Anfangsschacht werden zum vorgelagerten Volumen gezählt.
 +
*Zusätzlich darf die Haltung keine Attribute enthalten, die eine Zugehörigkeit zu einer FE ausdrücken (FE-Name, FE-Nr).
 +
*Es wird aktuell nicht nach Kanalart unterschieden – Druckrohrleitungen werden also beim vorgelagerten Volumen mit berücksichtigt. '''Workaround:''' die Druckrohrleitung unter die DN-Grenze bringen, dann wird die Berechnung dort abgebrochen.
 +
*Um eine korrekte Volumenberechnung für '''Haltungen''' durchzuführen, muss die Hydraulik gerechnet sein (PROFILE.DD muss im Hydraulikvariantenverzeichnis vorhanden sein und die richtigen Profile enthalten). '''Schachtvolumina''' können dagegen auch ohne Hydraulikergebnisse berechnet werden.
 +
 
 +
===Einstellung===
 +
Die Option '''„Kanalstauraumvol. berücks. über DN"''' (einzustellen in der Hydraulikvariante) hat direkten Einfluss auf den Umfang der Berechnung.
  
 
==Trockenwettervolumen==
 
==Trockenwettervolumen==
Zeile 238: Zeile 947:
  
 
Mit der Schritt-für-Schritt Anleitung kann das Webinar als gute Einstiegsmöglichkeit in das Modul Flow genutzt werden.
 
Mit der Schritt-für-Schritt Anleitung kann das Webinar als gute Einstiegsmöglichkeit in das Modul Flow genutzt werden.
 
=Funktionale Einheiten - Webinar vom 28.11.2018=
 
<div class="res-img">[[File:Flow_FE_20181128.mp4|1100px|center]]</div>
 
 
*Hydrodynamische Feinnetzberechnung für beliebige Schmutzstoffe
 
*Abbildung von Trockenwetterganglinien möglich
 
*Konzentrations- und Frachtganglinien an beliebigen Knoten abgreifbar
 
*Zeitliche Änderung der Konzentrationen von Schmutzstoffen im Gesamtnetz grafisch visualisierbar (Zusatzmodul)
 
*Abbildung und Bilanzierung realer Schmutzfrachtbauwerke mittels einer Gruppierung von hydraulischen Elementen zu "Funktionalen Einheiten" (FE) möglich
 
*Komfortable Ausgabe relevanter Kenngrößen für Gesamtnetz und FEs in druckfertig aufbereiteten Ausgabelisten
 
 
<pdf width="800" height="800" center>File:Flow_20181128.pdf</pdf>
 

Aktuelle Version vom 8. September 2026, 08:16 Uhr

Funktionale Einheit - Objekte

Eine Funktionale Einheit(FE) bezeichnet einen Zusammenschluss von mehreren hydraulischen Sonderbauwerken, wel die gekennzeichnet sind durch mindestens eine Entlastung in ein Oberflächengewässer und ein zugeordnetes Einzugsgebiet. Zum Beispiel ein Stauraumkanal mit obenliegender Entlastung benötigt zwei Bauwerke; zum einen ein Bauwerk (typ 65) zur Abflussregulierung, zum anderen ein Entlastungsbauwerk (Typ 62) weiter oben im Netz. Ein anderer gängiger Fall ist ein Fangbecken im Nebenschluss, welches zunächst ein Trennbauwerk (Typ 62-63) benötigt, dessen Entlastung dann in dem Fangbecken (Typ 61-64) endet. Zur Ermittlung dessen Entlastungsrate ist dann nicht das Regenwasser in der Entlastung des Trennbauwerks heranzuziehen, sondern dasjenige, welches oberhalb des Trennbauwerkes anfällt.

Kontextmenü Funktionale Einheiten
Funktion Beschreibung
Ändern Öffnet den Bearbeitungsdialog für die ausgewählte Funktionale Einheit.
Löschen Löscht die ausgewählte Funktionale Einheit.
Zoome auf FE Zoomt auf die angewählte Funktionale Einheit im Bearbeitungsfenster.
Direkteinzugsgebiet Funktionen für die Ermittlung der Direkteinzugsgebiete.
  • Automatisch ermitteln: Ermittelt die Direkteinzugsgebiete automatisch. Es werden in den Flächen die Attribute FE_Anteil/FE_Name/FE_Nummer geschrieben und somit findet eine direkte Zuordnung zu dem jeweiligen Bauwerk statt.
  • Flächen übernehmen: Die ermittelten Flächen werden den einzelnen Funktionalen Einheiten zugewiesen.
  • Zugeordnete Flächen markieren: Markiert alle Direkteinzugsgebiete, die den Funktionalen Einheiten zugewiesen wurden.
  • Zuordnung löschen: Löscht alle Zuordnungen der Flächen zu den jeweiligen Funktionalen Einheiten. Das bedeutet, dass die Attribute (FE_Anteil/FE_Name/FE_Nummer) mit einem Leerwert überschrieben werden.
Markiere alle Volumenelemente Markiert alle zugewiesenen Volumenelemente der ausgewählten Funktionalen Einheiten. Das bedeutet, Abschnitte und Knoten werden markiert, die als FE-Volumenelement zugewiesen wurden.
Markierte Abschnitte und Knoten als Volumenelemente hinzufügen Markierte Abschnitte und Knotenelemente werden als Volumenelemente der Funktionalen Einheit hinzugefügt.
Export Detaillisten FE Exportiert die Detailergebnislisten für die ausgewählte Funktionale Einheit (vgl. „Ergebnislisten anzeigen/drucken" bei der Schmutzfrachtvariante).


Aufbau einer Funktionalen Einheit

Eine Funktionale Einheit (FE) bezeichnet einen Zusammenschluss von mehreren hydraulischen Sonderbauwerken, welche gekennzeichnet sind durch mindestens eine Entlastung in ein Oberflächengewässer und ein zugeordnetes Einzugsgebiet. Zum Beispiel ein Stauraumkanal mit obenliegender Entlastung benötigt zwei Bauwerke; zum einen ein Bauwerk (typ 65) zur Abflussregulierung, zum anderen ein Entlastungsbauwerk (Typ 62) weiter oben im Netz. Ein anderer gängiger Fall ist ein Fangbecken im Nebenschluss, welches zunächst ein Trennbauwerk (Typ 62-63) benötigt, dessen Entlastung dann in dem Fangbecken (Typ 61-64) endet. Zur Ermittlung dessen Entlastungsrate ist dann nicht das Regenwasser in der Entlastung des Trennbauwerks heranzuziehen, sondern dasjenige, welches oberhalb des Trennbauwerkes anfällt.


Mit dem neuen Umsetzung des Regelwerkes A102 für Flow++ wird die Erstellung der Funktionalen Einheiten vorgegeben. Nur somit können konsistente Ergebnisse nach der Berechnung ausgegeben werden!

Arbeitsschritte für die Erstellung der Funktionalen Einheiten

  • Erstellen einer neuen Funktionalen Einheit
  • Art und Anschluss festlegen
  • Schwellen definieren:
  • Zuerst den Schacht/Bauwerk auswählen und dann die abgehende Haltung wählen
  • Ablaufschwelle festlegen
  • Schwellen übernehmen und Typ festlegen
  • Volumenhaltungen übernehmen und Schwelle zuweisen
  • Beckenvolumenschächte übernehmen und Schwelle zuweisen
  • Fiktive Schächte oder Haltungen festlegen (kein Volumenelement)

Im ersten Schritt muss eine neue Funktionale Einheit erstellt werden, indem über das jeweilige Kontextmenü der Schmutzfracht eine neue Einheit angelegt wird.   Es öffnet sich das Dialogfenster der neu erstellten Funktionalen Einheit. Hier müssen jetzt im Einzelnen die Elemente des Sonderbauwerks zusammengeführt werden.

Flow image029.png
Dialog für die Funktionale Einheit


Im ersten Schritt werden die Schwellen des Sonderbauwerks festgelegt. Dies kann entweder über die graphische Auswahl im Benutzerfenster geschehen oder über die Suchfunktion, wenn der jeweilige Name bekannt ist. Zuerst muss der Schacht (Sonderbauwerk) ausgewählt werden und danach die abgehende Haltung.

Flow image030.png
Dialog Schacht grafisch auswählen


Flow image031.png
Dialog Haltung grafisch auswählen


Hier müssen alle Knotenpunkte mit den jeweiligen abgehenden Haltungen angegeben werden, welche bilanziert werden sollen. Auch die Drossel mit der jeweiligen Abflusshaltung muss mit eingebracht werden. Das Programm erkennt automatisch ob es sich um eine Abflusshaltung oder um einen Beckenüberlauf handelt. In diesem Fall werden für das RÜB01 zwei Schwellen definiert: Zum einen die abgehende Haltung in der Drossel. Zum anderen die Entlastungsschwelle in den Vorfluter, also der Beckenüberlauf.

Flow image032.png
Ergebnis der hinzugefügten Haltungen als Schwellen


Diese beiden Schwellen müssen jetzt manuell nochmals als bilanzierte Schwelle oder Ablaufschwelle zugewiesen werden. Zuerst wird der Knotenpunkt Drossel und die abgehende Haltung als Ablaufschwelle übernommen.

Flow image033.png
Manuelle Zuweisung der Schwellen


  Danach werden alle zu bilanzierenden Entlastungsschwellen übernommen und einem Typ manuell zugewiesen.

Flow image034.png
Manuelle Zuweisung der zu bilanzierenden Schwellen


In den folgenden Schritten werden die Volumenschächte und Volumenhaltungen manuell hinzugefügt. Dieser Schritt kann auch über das Bearbeitungsfenster erfolgen: Hierfür werden alle gewünschten Knoten und Haltungen markiert und über das Kontextmenü des Projektbaums mit Rechtsklick Markierte Abschnitte und Knoten als Volumenelemente übernehmen der jeweiligen Funktionalen Einheit übergeben.

Flow image035.png
Zuweisung Beckenvolumenschächte mit Festlegung der Schwelle


Abschnitte und Knotenelemente, welche nicht als Volumenelement aufgenommen werden sollen, aber dennoch Teil des Sonderbauwerks sind, können als fiktive Elemente gesetzt werden. Dabei werden die Durchflussmengen dennoch bilanziert, aber nicht als Volumenelement eingebracht.


Flow image036.png
Fiktive Schächte hinzufügen



Für die Bilanzierung und die automatische Berechnung des vorgelagerten Kanalnetzvolumens ist es nötig Abschnitte und Knotenelemente konsistent auch als Volumenelemente in die Funktionale Einheit miteinzugeben. Das heißt, dass die Funktionale Einheit keine Volumenelemente auslässt, welche auch für den Zu- und Abfluss benötigt werden. Die Volumenelemente einer Funktionalen Einheit sollten immer an einem Knotenpunkt gestartet und beendet werden.

Darstellung der Funktionalen Einheiten nach Fertigstellung:

Flow image037.png
Darstellung in Flow der Funktionalen Einheiten, im Projektbaum wird eine neue Funktionale Einheit angelegt (links) und die Ausdehnung der FE erscheint grau hinterlegt im Bearbeitungsfenster(rechts)



alle FE Knoten und Knoten die für FE Schwellen verwendet werden müssen Netzknoten sein bzw. das Speichern von Kurven muss angehakt sein
FE's können durch das automatisch auf Knoten und Abschnitten gesetzte Attribut „FE-Nr“ eingefärbt werden

Ergebnisliste Schmutzfrachtberechnung nach DWA-A 102

Im Folgenden werden die Ergebnisgrößen, die bei einer Schmutzfrachtberechnung nach dem Arbeitsblatt DWA-A 102 (Grundsätze zur Bewirtschaftung und Behandlung von Regenwetterabflüssen) für ein Entlastungsbauwerk und dessen Einzelnachweis ermittelt werden. Es werden zwei Tabellenwerke unterschieden:

  • Ergebnisliste Schmutzfracht – die vollständigen Eingangs- und Ergebnisgrößen je Einzugsgebiet, Zulauf, Entlastung und Ablauf des Bauwerks.
  • Schwellenwerte Entlastung – ein direkter Vergleich der Grenzwert-relevanten Kennzahlen an den beiden möglichen Überlaufpunkten des Bauwerks (Beckenüberlauf und Klärüberlauf).

Farblegende:

    FE / Stammdaten     Direkteinzugsgebiet     Gesamteinzugsgebiet / Ablauf
    AFS63-Kategorie der Flächen     Volumen und Drosseln     Zulauf
    Entlastung (compliance-relevant)

1. Ergebnisliste Schmutzfracht

Diese Tabelle dokumentiert den gesamten Rechengang: von den Flächen- und Einwohnerdaten des Einzugsgebiets über die erforderlichen Speichervolumen und Drosselabflüsse des Bauwerks bis hin zu den Schmutzfrachten (CSB, AFS63) im Zulauf, in der Entlastung und im Ablauf. Die Gruppierung (farbliche Bänder) folgt dem Weg des Wassers durch das System: Einzugsgebiet → Zulauf → Entlastung → Ablauf. Die Spalte „Erklärung“ beschreibt jede Kenngröße in allgemeinverständlicher Form inkl. Bezug zur zugrunde liegenden Norm.

Gruppe Untergruppe Parameter Einheit Wert Erklärung für den Kunden
FE Name VB - Bezeichnung (VB = Verfahrensbezeichnung) des Regenbauwerks – z.B. Regenüberlaufbecken (RÜB) oder Regenklärbecken (RKB) gemäß DWA-A 166.
Nr. 1 - Laufende Nummerierung des Bauwerks im Gesamtsystem.
Direkteinzugsgebiet Flächen AE,k ha 48,65 Kanalisierte Einzugsgebietsfläche AE,k (ha): die Gesamtfläche, von der Niederschlag über die Kanalisation abgeleitet wird (DWA-A 102-2, Abschn. 4.2).
VG % 22,96 Versiegelungsgrad VG (%): Anteil der befestigten Fläche AE,k,b an der kanalisierten Gesamtfläche AE,k. Hoher VG → erhöhter Regenwasserabfluss.
AE,k,b ha 11,45 Befestigte bebaute Fläche AE,k,b (ha): versiegelte Fläche durch Gebäude und Bebauung innerhalb des kanalisierten Einzugsgebiets.
AE,k,nb ha 37,2 Befestigte nicht bebaute Fläche AE,k,nb (ha): versiegelte Fläche durch Straßen, Wege, Stellplätze etc. Es gilt: AE,k = AE,k,nb + AE,k,b (DWA-A 102-2, Abschn. 4.2.2).
Einwohner EZ E 762 Anzahl der angeschlossenen Einwohner EZ im Direkteinzugsgebiet. Grundlage zur Ermittlung des Schmutzwasserabflusses QS gemäß ATV-DVWK-A 198.
Abfluss QH,aM l/s 2,27 Mittlerer Schmutzwasser-/Haushaltsabfluss QH,aM (l/s) im Jahresmittel aus häuslichem Abwasser. Eingansgröße für Trockenwetterabfluss QT,aM.
QG,aM l/s 13 Mittlerer Grundwasserzufluss (Fremdwasser) QG,aM (l/s): in die Kanalisation eingedrungenes Grundwasser. Erhöhter Fremdwasseranteil führt zu größerem erforderlichem Speichervolumen (DWA-A 102-2, Anhang B.1.4 / DWA-M 182).
QF,aM l/s 11,13 Mittlerer Fremdwasserabfluss QF,aM (l/s): sämtliches nicht bestimmungsgemäß eingeleitetes Wasser (Drainagen, Fehlanschlüsse). Gemäß DWA-M 182 gesondert zu erheben.
QT,aM l/s 26,39 Mittlerer Trockenwetterabfluss QT,aM (l/s) im Jahresmittel: QT,aM = QS,aM + QF,aM. Zentrale Eingangsgröße im Berechnungsverfahren nach DWA-A 102-2, Tabelle 6.
QT,h,max l/s 26,93 Stündlicher Spitzenwert des Trockenwetterabflusses QT,h,max (l/s). Wird für die Berechnung des Einflusswerts aa (Kanalablagerungen) nach DWA-A 102-2, Gl. (B.20) benötigt.
Gesamteinzugsgebiet Flächen AE,k ha 48,65 Kanalisierte Einzugsgebietsfläche AE,k (ha) im Direkteinzugsgebiet – analog zur FE-Angabe.
VG % 22,96 Versiegelungsgrad VG (%) im Direkteinzugsgebiet.
AE,k,b ha 11,45 Befestigte bebaute Fläche im Direkteinzugsgebiet.
AE,k,nb ha 37,2 Befestigte nicht bebaute Fläche im Direkteinzugsgebiet.
Einwohner Einwohner E 762 Gesamtanzahl angeschlossener Einwohner im gesamten Einzugsgebiet der Kläranlage.
Abfluss QH,aM l/s 2,27 Mittlerer Haushaltsabfluss QH,aM im Gesamteinzugsgebiet.
QG,aM l/s 13 Mittlerer Grundwasserabfluss (Fremdwasser) QG,aM im Gesamteinzugsgebiet.
QF,aM l/s 11,13 Mittlerer Fremdwasserabfluss QF,aM im Gesamteinzugsgebiet.
QT,aM l/s 26,39 Mittlerer Trockenwetterabfluss QT,aM im Gesamteinzugsgebiet.
QT,h,max l/s 26,93 Stündlicher Spitzenwert QT,h,max im Gesamteinzugsgebiet.
AFS 63 Kategorie
für die Flächen
Ab,a,I ha 48,32 Angeschlossene befestigte Fläche der AFS63-Belastungskategorie I (Ab,a,I): gering belastete Flächen wie Dachflächen und Wohnwege (Kategorie I nach DWA-A 102-2, Tabelle A.1). Spezifischer Stoffabtrag: 280 kg/(ha·a).
Ab,a,II ha 2,04 Angeschlossene befestigte Fläche der AFS63-Belastungskategorie II (Ab,a,II): mäßig belastete Flächen wie Wohnstraßen und Parkplätze. Spezifischer Stoffabtrag: 530 kg/(ha·a) (DWA-A 102-2, Tabelle 4).
Ab,a,III ha 3,91 Angeschlossene befestigte Fläche der AFS63-Belastungskategorie III (Ab,a,III): stark belastete Flächen wie Hauptverkehrsstraßen und Industriegebiete. Spezifischer Stoffabtrag: 760 kg/(ha·a) (DWA-A 102-2, Tabelle 4).
Volumen und Drosseln Volumen V 558,82 Erforderliches Behandlungsvolumen V (m³) der Anlage nach DWA-A 102-2 / DWA-A 166.
Vstat 94,22 Statisches Absetzvolumen Vstat (m³): der Teil des Beckens, der dauerhaft für die Sedimentation von Feinstoffen (AFS63) genutzt wird.
ΣV 653,03 Gesamtvolumen ΣV (m³): Summe aus Behandlungsvolumen V und statischem Volumen Vstat.
VS m³/ha 57,04 Spezifisches Speichervolumen in abhängigkeit des angeschlossenen Einzugsgebietes
Drossel QDr(min) l/s 0 Minimaler Drosselabfluss QDr(min) (l/s): untere Grenze der einstellbaren Drosselleistung. Wert 0 = keine dynamische Rohrdrossel definiert
QDr(max) l/s 0 Maximaler Drosselabfluss QDr(max) (l/s): bei dynamischer Drosselung (z.B. Rohrdrossel)
QDr l/s 50 Tatsächlich eingestellter Drosselabfluss QDr (l/s): der zur Kläranlage weitergereichte Mischwasserabfluss. Entspricht QM nach DWA-A 102-2, Gl. (B.4).
qDr l/s 4,37 Spezifischer Drosselabfluss qDr (l/(s·ha)): QDr bezogen auf die angeschlossene Fläche Ab,a. Errechnet sich nach DWA-A 102-2, Gl. (B.9): qR,Dr = QR,Dr / Ab,a.
QDr,R l/s 23,41 Drosselabfluss im Regenwetterfall QDr,R (l/s): Regenanteil im Drosselabfluss zur Kläranlage. Berechnung: QR,Dr = QM – QT,aM – QR,Tr (DWA-A 102-2, Gl. B.8).
qDr,R l/(s·ha) 2,04 Spezifischer Regendrosselabfluss qDr,R (l/(s·ha)): Regenanteil im Drosselabfluss, bezogen auf Ab,a (DWA-A 102-2, Gl. B.9).
Volumina VzuT 10³ m³ 0,62 Zuflussvolumen bei Trockenwetter VzuT (10³ m³/a): jährliches Gesamtvolumen des Trockenwetterzuflusses am Bauwerk (Vzu gemäß Bild 5 in DWA-A 102-2).
VzuR 10³ m³ 29,81 Zuflussvolumen bei Regenwetter VzuR (10³ m³/a): jährliches Regenwasservolumen im Zulauf.
VzuGesamt 10³ m³ 30,43 Gesamtzuflussvolumen VzuGesamt (10³ m³/a): Summe VzuT + VzuR = Vzu am Bauwerk (DWA-A 102-2, Abschn. 8.3.1.2).
Zulauf CSB Czu,CSB mg/l 113,14 Mittlere CSB-Konzentration im Zulauf Czu,CSB (mg/l): chemischer Sauerstoffbedarf als Maß für die organische Belastung des zufließenden Mischwassers. Standardwert CR,CSB = 107 mg/l nach DWA-A 102-2, Abschn. B.3.2.7.
Ca,CSB,max mg/l 477,68 Maximale CSB-Konzentration im Zulauf Ca,CSB,max (mg/l): Spitzenbelastung bei Starkregenereignissen.
BMWü,e,CSB 10³ kg/a 1,38 Jährliche CSB-Schmutzfracht im Zulauf BMWü,e,CSB (10³ kg/a): gesamte organische Jahresfracht am Einlauf des Bauwerks.
AFS63 Ce,AFS63 mg/l 421,68 Mittlere AFS63-Konzentration im Zulauf Ce,AFS63 (mg/l): Feinanteil der abfiltrierbaren Stoffe (Korngröße 0,45 µm bis 63 µm) als Referenzparameter nach DWA-A 102-2
Ce,AFS63,max mg/l 517,9 Maximale AFS63-Konzentration im Zulauf Ce,AFS63,max (mg/l): Spitzenwert der Feststoffbelastung.
BK,zu,AFS63 10³ kg/a 5,13 Jährliche AFS63-Fracht im Zulauf BK,zu,AFS63 (10³ kg/a): gesamte Feststoff-Jahresfracht am Einlauf. Berechnung: BR,a,AFS63 = Ab,a,i · bR,a,AFS63,i (DWA-A 102-2, Gl. 3).
bR,a,AFS63 10³ kg/a·ha 429,34 Flächenspezifische AFS63-Jahresfracht im Zulauf bR,a,AFS63 (kg/(ha·a)): ergibt sich nach DWA-A 102-2, Gl. (B.23): bR,a,AFS63 = (pI·280 + pII·540 + pIII·760)/100. Bezugswert für typische Flächenverteilung: 478 kg/(ha·a).
Entlastung Volumina n - 0 Anzahl Entlastungsereignisse n (-): Anzahl der Überlaufereignisse pro Jahr. Ausweisung empfohlen als 'Kalendertage mit Überlauf/Jahr' (DWA-A 102-2, Abschn. 8.4.6.1).
ne - 0 Anzahl entlastungsrelevanter Ereignisse ne (-): Ereignisse, bei denen die Beckenkapazität überschritten wird (Überlaufhäufigkeit nach DWA-A 102-2, Abschn. 8.4.6.1).
De h 0 Gesamtentlastungsdauer De (h/a): kumulierte Zeit aller Entlastungsvorgänge in Stunden pro Jahr. Einheit gemäß DWA-A 102-2, Tabelle 2.
QR,e m³/s 0 Mittlerer Entlastungsabfluss QR,e (m³/s): durchschnittlicher Abfluss während einer Entlastung. Berechnung nach DWA-A 102-2, Gl. (B.12/B.13).
Qkrit m³/s 0 Kritischer Mischwasserabfluss Qkrit (m³/s): Schwellenwert, ab dem die Entlastung einsetzt. Berechnung: QDr > QT,aM + QR,krit + ΣQDr,i (DWA-A 102-2, Gl. 26).
rkrit m³/sha 0 Kritische Regenspende rkrit (m³/s·ha): Regenintensität, ab der die Anlage entlastet. Standardwert rkrit = 15 l/(s·ha) gemäß DWA-A 102-2, Anhang B.1.2.
Ve,T 10³ m³ 97,61 Entlastungsvolumen bei Trockenwetter Ve,T (10³ m³/a): Mischwasservolumen, das bei Trockenwetter entlastet wird.
Ve,R 10³ m³ 5465,49 Entlastungsvolumen bei Regenwetter Ve,R (10³ m³/a): Mischwasservolumen, das bei Regenereignissen in den Vorfluter gelangt (Ve,MWÜ nach DWA-A 102-2, Gl. 13).
Ve,Gesamt 10³ m³ 5563,11 Gesamtentlastungsvolumen Ve,Gesamt (10³ m³/a): Ve,T + Ve,R = jährliches Jahresentlastungsvolumen an Mischwasserüberläufen Ve,MWÜ (DWA-A 102-2, Gl. 13).
eMWÜ % 18,28 Mischwasserüberlaufanteil eMWÜ (%): volumenbezogene Entlastungsrate e0 = Ve,MWÜ / VR,aM · 100. Zulässiger Wert e0 nach DWA-A 102-2, Gl. (18): e0 ≤ 3700 / (Ce,CSB – 70).
Rückhaltfaktor/
Wirkungsgrad
- Ja Rückhaltfaktor / Wirkungsgrad: Gibt an, ob das Bauwerk die geforderte Reinigungsleistung erfüllt (ηerf nach DWA-A 102-2, Gl. 6: ηerf = 1 – bR,e,zul,AFS63 / bR,a,AFS63). Zulässiger Stoffaustrag: 280 kg/(ha·a).
CSB Ce,CSB mg/l 111,58 Mittlere CSB-Konzentration im Entlastungsabfluss Ce,CSB (mg/l). Berechnung nach DWA-A 102-2, Gl. (19/20): Ce,CSB = (CR,CSB · aR,AFS63 · m + Cb,CSB) / (m+1).
Ce,CSB,max mg/l 121,91 Maximale CSB-Konzentration im Entlastungsabfluss Ce,CSB,max (mg/l).
BMWü,e,CSB 10³ kg/a 1,24 Jährliche CSB-Fracht im Entlastungsabfluss BMWü,e,CSB (10³ kg/a): Stoffaustrag durch Mischwasserüberläufe. Eingeht in den Gesamtstoffaustrag BR,e,AFS63 nach DWA-A 102-2, Gl. (33).
mCSB - 56,04 CSB-Rückhaltgrad mCSB (-): prozentualer Anteil der im Bauwerk zurückgehaltenen CSB-Fracht. Wert 56,04 bedeutet ~56 % der CSB-Fracht werden zurückgehalten.
AFS63 Ce,AFS63 mg/l 421,97 Mittlere AFS63-Konzentration im Entlastungsabfluss Ce,AFS63 (mg/l). Referenzparameter nach DWA-A 102-2, Abschn. 5.2.
Ce,AFS63,max mg/l 512,54 Maximale AFS63-Konzentration im Entlastungsabfluss Ce,AFS63,max (mg/l).
bK(e,AFS63 10³ kg/a 4,69 Jährliche AFS63-Fracht im Entlastungsabfluss bK(e,AFS63 (10³ kg/a): BMWÜ,AFS63 nach DWA-A 102-2, Gl. (33).
bR,e,AFS63 10³ kg/a·ha 205,02 Flächenspezifische AFS63-Fracht im Entlastungsabfluss bR,e,AFS63 (kg/(ha·a)). Muss ≤ 280 kg/(ha·a) (= bR,e,zul,AFS63) sein, um den Gewässerschutz nach DWA-A 102-2, Abschn. 5.2.2.4 einzuhalten.
Ablauf Volumina VaT 10³ m³ 0,04 Ablaufvolumen bei Trockenwetter VaT (10³ m³/a): jährliches Volumen, das bei Trockenwetter die Anlage verlässt.
VaR 10³ m³ 0,04 Ablaufvolumen bei Regenwetter VaR (10³ m³/a): jährliches Volumen, das bei Regen die Anlage verlässt.
Va,gesamt 10³ m³ 0,52 Gesamtablaufvolumen Va,gesamt (10³ m³/a): Summe aus VaT + VaR.
CSB Ca,CSB mg/l 132,29 Mittlere CSB-Konzentration im Ablauf Ca,CSB (mg/l): Qualität des behandelten Ablaufwassers. Standardwert im Kläranlagenablauf CKA,CSB = 70 mg/l nach DWA-A 102-2, Anhang B.1.5.
Ca,CSB,max mg/l 496,85 Maximale CSB-Konzentration im Ablauf Ca,CSB,max (mg/l).
BMWü,a,CSB 10³ kg/a 0,07 Jährliche CSB-Fracht im Ablauf BMWü,a,CSB (10³ kg/a): verbleibende organische Jahresfracht nach der Behandlung (BR,KA,CSB nach DWA-A 102-2, Gl. 32).
AFS63 Ca,AFS63 mg/l 413,37 Mittlere AFS63-Konzentration im Ablauf Ca,AFS63 (mg/l): Feststoffgehalt nach der Behandlung. Standardwert Kläranlagenablauf CKA,AFS63 = 15 mg/l nach DWA-A 102-2, Anhang B.1.5.
Ca,AFS63,max mg/l 505,16 Maximale AFS63-Konzentration im Ablauf Ca,AFS63,max (mg/l).
BK,a,AFS63 10³ kg/a 0,22 Jährliche AFS63-Fracht im Ablauf BK,a,AFS63 (10³ kg/a): verbleibende Feststoff-Jahresfracht nach Behandlung. Eingeht in BR,e,AFS63 (DWA-A 102-2, Gl. 33).

2. Schwellenwerte Entlastung – Vergleich der Überlaufpunkte

Während ein Mischwasserkanal bei Regen mehr Wasser führt, als die Kläranlage aufnehmen kann, wird das überschüssige Wasser an definierten Stellen entlastet. Diese Tabelle stellt die Grenzwert-relevanten Kennzahlen für die beiden möglichen Entlastungspunkte gegenüber: den Beckenüberlauf (direkt am Regenbauwerk) und den Klärüberlauf (am Ablauf der Kläranlage). So lässt sich auf einen Blick prüfen, an welcher Stelle die Schmutzfracht (CSB, AFS63) höher ausfällt und ob die zulässigen Grenzwerte eingehalten werden (Spalte „Wirkungsgrad“ = Ja/Nein).

Gruppe Untergruppe Parameter Einheit Beckenüberlauf Klärüberlauf Erklärung für den Kunden
FE Name VB - Bezeichnung (VB) des Regenbauwerks.
Nr. 1 - Laufende Nummer des Bauwerks im System.
Volumina n - 0 0 Anzahl der Überlaufereignisse pro Jahr.
ne - 0 0 Anzahl der entlastungsrelevanten Ereignisse (Beckenkapazität überschritten).
De h 0 0 Gesamtentlastungsdauer in Stunden pro Jahr.
Qmittel m³/s 0 0 Mittlerer Abfluss am Überlauf während eines Entlastungsereignisses.
Qmax m³/s 0 0 Maximaler (Spitzen-)Abfluss am Überlauf während eines Entlastungsereignisses.
QR,e m³/s 0 0 Mittlerer Entlastungsabfluss während eines Überlaufereignisses.
Ve 10³ m³ 11,18 11,08 Entlastungsvolumen: abgeschlagenes Mischwasservolumen am jeweiligen Überlauf.
Ve,T 10³ m³ 100,45 94,78 Entlastungsvolumen, das bei Trockenwetter über den Überlauf abgeschlagen wird.
Ve,R 10³ m³ 5.487,31 5.443,67 Entlastungsvolumen, das bei Regenwetter über den Überlauf abgeschlagen wird.
Ve,Gesamt 10³ m³ 5.587,76 5.538,46 Gesamtentlastungsvolumen (Trocken- + Regenwetteranteil) am Überlauf.
Entlastung eMWÜ % 18,36 18,2 Mischwasserüberlaufanteil: Anteil des Zuflusses, der über diesen Überlauf entlastet wird.
Rückhaltfaktor/
Wirkungsgrad
- Ja Ja Gibt an, ob die geforderte Reinigungsleistung an diesem Überlauf eingehalten wird.
CSB Ce,CSB mg/l 243,98 111,46 Mittlere CSB-Konzentration im Überlaufwasser (organische Belastung).
Ce,CSB,max mg/l 621,93 118,75 Maximale (Spitzen-)CSB-Konzentration im Überlaufwasser.
BMWü,e,CSB 10³ kg/a 1,39 1,23 Jährliche CSB-Fracht, die über diesen Überlauf ausgetragen wird.
mCSB - 12 114,5 Rechnerischer CSB-Rückhaltgrad für diesen Überlauf (in %).
Rückhaltfaktor/
Wirkungsgrad
- Ja Ja Gibt an, ob die geforderte Reinigungsleistung an diesem Überlauf eingehalten wird.
AFS63 Ce,AFS63 mg/l 831,83 425,47 Mittlere AFS63-Konzentration (Feinstoffe) im Überlaufwasser.
Ce,AFS63,max mg/l 1.026,18 504,06 Maximale (Spitzen-)AFS63-Konzentration im Überlaufwasser.
BR,e,AFS63 10³ kg/a 5,12 4,71 Jährliche AFS63-Fracht, die über diesen Überlauf ausgetragen wird.
bR,e,AFS63 10³ kg/a·ha 2.175,77 1.087,88 Flächenspezifische AFS63-Jahresfracht über diesen Überlauf (muss ≤ zulässigem Grenzwert bleiben).
Rückhaltfaktor/
Wirkungsgrad
- Ja Ja Gibt an, ob die geforderte Reinigungsleistung an diesem Überlauf eingehalten wird.




Automatische Berechnung des Volumens

Flow image041.png
Statisches vorgelagertes Kanalnetzvolumen und Bauwerksvolumen


  • Statisches Volumen FE: Dieser Wert gibt das Volumen der Schächte und Haltungen die in eine Funktionalen Einheit zusammengefügt wurden summiert und ausgegeben.
  • Statisches, vorgelagertes Volumen: Zum anderen wird das vorgelagerte Kanalnetzvolumen als statische Volumen eingebunden, je nach festgelegten Wert in den Einstellungen der jeweiligen Schmutzfracht

Zuweisung der Fläche zu den Funktionalen Einheiten

Um die ordnungsgemäße Flächenzuweisung zu den jeweiligen Bauwerken zu gewährleisten wurde ein Automatismus geschaffen, welcher die Direkteinzugsgebiete und Gesamteinzugsgebiete der jeweiligen FE Einheiten berechnet. Im Projektbaum der jeweiligen Schmutzfracht das Kontextmenü öffnen und folgende Funktion Alle FEs: Direkteinzugsgebiet/Automatisch ermitteln ausführen.

Für jede angeschlossene Fläche, welche sich im Einzugsgebereich einer Funktionalen Einheit befindet werden Attribute angelegt, welche eine Zuweisung der Fläche zu den FEs ermöglichen.

Folgende Attribute werden für jede Fläche angelegt:

  • FE_Anteil=1.00
  • FE_Name=RÜB01
  • FE_Nummer=1


Diese Zuweisung sollte bei komplexen Abflusssituationen, wie Vermaschung etc. manuell angepasst werden. Eine Löschung dieser Attribute hat zur Folge, das die Fläche der Einzugsgebiete und der Anteil der undurchlässigen Fläche (Au-Wert) nicht mehr im Detail für jede FE in den Ergebnislisten ausgegeben werden kann! Daher ist eine Manuelle Anpassung und Zuweisung nur in Einzelfällen durchzuführen!

Schwellentypen

Der „Schwellentyp“ (auch für mehrere Schwellen gleichen Typs) gibt die Freiheit unabhängig von den erstellten Bauwerkseigenschaften (!) in der Hydraulik die Schwellenfunktion einen Typ zuzuweisen. Die eigentliche Schmutzfrachtberechnung wird durch diese Einstellung nicht tangiert. Der Schwellentyp beeinflusst aber die Ausgabe / Bilanzierung in den (alten) Listen - hier werden über mehrere Schwellen gleichen Typs die Bilanzen aufsummiert.

Schwellentypen
Schwellentyp Beschreibung
KUE Klärüberlauf
BUE Beckenüberlauf
RUE Regenüberlauf
SUE Stauraumüberlauf
TB Trennbauwerk
KBw Kaskadenbauwerk
NUE Notüberlauf
ABL Ablauf
SFB Sonderfunktionsbauwerk


Bauwerkstypen

Schwellentypen
Bauwerkstyp Beschreibung
FB Fangbecken
DB Durchlaufbecken
VB Verbundbecken
SKO Stauraumkanäle mit obenliegender Entlastung
SKU Stauraumkanäle mit untenliegender Entlastung
SKZ Stauraumkanäle mit zwischenliegender Entlastung
SKK Stauraumkanäle als Kaskade
"DFiB Durchlauffilterbecken
RRB Regenrückhaltebecken
RRK Regenrückhaltekanäle
RRG Regenrückhaltegräben
RKBoD Regenklärbecken ohne Dauerstau als Fangbecken ODER Regenklärbecken ohne Dauerstau als Durchlaufbecken
RKBmD Regenklärbecken MIT Dauerstau als Durchlaufbecken
RUE Regenüberlauf
TBw Trennbauwerk
Abw Auslaufbauwerk
DBw Drosselbauwerk
KBw Kaskadenbauwerk (Steuerbauwerk)
NFB Notfallbecken
SeKa Sedimentationskammer
SpKa Speicherkammer
Pw Pumpwerk
Ebw Einlaufbauwerk
RÜB Regenrückhaltebecken

Freie Attribute für die Funktionalen Einheiten

Im Zusammenhang mit Funktionalen Einheiten (FE) schreibt ++SYSTEMS bestimmte Werte als freie Attribute auf die zugehörigen Objekte im Modell. Diese Attribute lassen sich in zwei Gruppen einteilen, die sich unterschiedlich verhalten – vor allem darin, ob sie später wieder vom Programm ausgelesen werden oder nur zur Information dienen.

Attribute der Direkteinzugsgebiete

Diese Attribute werden nicht nur geschrieben, sondern auch aktiv vom Algorithmus wieder eingelesen. Änderungen, die Sie manuell an diesen Attributen vornehmen, werden bei der nächsten automatischen Ermittlung berücksichtigt – sie sind also nicht rein informativ.

  • Beim automatischen Ermitteln der Direkteinzugsgebiete werden die Attribute auf allen aktuell zugeordneten Flächen zunächst gelöscht und anschließend neu geschrieben.
  • Wird das Direkteinzugsgebiet einer FE gelöscht, werden auch die zugehörigen Attribute entfernt.
  • Beim Umbenennen oder Löschen einer FE selbst bleiben die Attribute auf den Flächen bestehen.

Attribute der Volumina

Diese Attribute werden zwar intern für die Berechnung benötigt, bleiben danach aber rein zur Information auf den Objekten stehen. Nachträgliche Änderungen an diesen Werten werden vom Programm nicht mehr berücksichtigt und fließen bei einer erneuten Berechnung nicht in die FE zurück.

  • Bei einer erneuten Volumenberechnung werden die Attribute der betroffenen FE zunächst gelöscht und danach neu geschrieben.
  • Beim Umbenennen oder Löschen einer FE bleiben die Attribute auf den Objekten bestehen – sie werden nicht automatisch entfernt.

Hinweis: Da die Volumen-Attribute beim Umbenennen oder Löschen einer FE nicht automatisch entfernt werden, können mit der Zeit veraltete Attribute auf Objekten zurückbleiben (z. B. mit dem alten Namen einer umbenannten FE). Wer das vermeiden möchte, sollte die Attribute bei Umbenenn- und Löschvorgängen manuell mit anpassen bzw. entfernen.

Zusammenfassung

Direkteinzugsgebiete Volumina
Wird vom Algorithmus wieder eingelesen? Ja Nein (rein informativ)
Verhalten bei (Neu-)Berechnung gelöscht, dann neu geschrieben gelöscht, dann neu geschrieben
Verhalten beim Umbenennen der FE bleibt erhalten bleibt erhalten
Verhalten beim Löschen der FE bleibt erhalten bleibt erhalten

Fiktive Schächte und Haltungen

Für eine korrekt hydraulische Abbildung des Fließverhaltens sind manchmal zusätzliche Schächte oder Haltungen im Modell notwendig, die aber kein tatsächlich nutzbares Speichervolumen darstellen. Diese werden als „fiktiv" bezeichnet. Da fiktive Objekte nicht zur Volumenbildung herangezogen werden, wirken sie sich innerhalb einer FE auf mehrere Werte aus:

Fiktive Schächte

  • Konzentrationen im Zulauf (max & mittel, TW & MW)
  • Fracht im Zulauf
  • Anzahl Einstauereignisse, Kalendertage mit Einstau, Dauer Einstau
  • Diverse Entlastungswerte
  • „Echtes" Beckenvolumen
  • Vorgelagertes Kanalstauraumvolumen

Fiktive Haltungen

  • Fracht im Zulauf
  • Stauraumvolumen der FE selbst
  • Vorgelagertes Kanalstauraumvolumen

Vorgelagertes Stauraumvolumen

Wann wird es berechnet

  • Bei Auswahl der Schwelle(n) im FE-Dialog
  • Bei der Schmutzfrachtberechnung

Geschriebenes Attribut

In allen Fällen wird das informative Attribut „Statisches Stauvolumen bei Höhe ..." geschrieben. Für jede Höhe, für die das Volumen eines Objekts berechnet wird, wird ein eigenes Attribut geschrieben.

Wann wird das Attribut NICHT geschrieben

  • Das Objekt ist Teil einer FE
  • Das Objekt enthält noch „alte" Attribute, die es als Element einer FE ausweisen
  • Das Objekt ist eine Haltung und die Profilhöhe liegt unter der eingegebenen DN-Grenze (hier wird die weitere Berechnung „nach oben" ebenfalls abgebrochen)

Hinweis: Ein scheinbares „Nicht-Aktualisieren" dieses Attributes kann auch daher kommen, dass ein Objekt bei einer vorigen Schwelle noch innerhalb des Staukeils lag, bei der neuen Schwelle aber nicht mehr – da für jede Höhe ein eigenes Attribut geschrieben wird, entsteht für die neue Höhe dann einfach kein neues Attribut (statt eines aktualisierten Werts).

Besonderheiten bei Haltungen

  • Zum vorgelagerten Volumen gehörende Haltungen müssen bezüglich DN über der eingestellten Grenze liegen. Beispiel: Grenze DN 1000, Haltung DN 600 → weder die Haltung selbst noch ihr Anfangsschacht werden zum vorgelagerten Volumen gezählt.
  • Zusätzlich darf die Haltung keine Attribute enthalten, die eine Zugehörigkeit zu einer FE ausdrücken (FE-Name, FE-Nr).
  • Es wird aktuell nicht nach Kanalart unterschieden – Druckrohrleitungen werden also beim vorgelagerten Volumen mit berücksichtigt. Workaround: die Druckrohrleitung unter die DN-Grenze bringen, dann wird die Berechnung dort abgebrochen.
  • Um eine korrekte Volumenberechnung für Haltungen durchzuführen, muss die Hydraulik gerechnet sein (PROFILE.DD muss im Hydraulikvariantenverzeichnis vorhanden sein und die richtigen Profile enthalten). Schachtvolumina können dagegen auch ohne Hydraulikergebnisse berechnet werden.

Einstellung

Die Option „Kanalstauraumvol. berücks. über DN" (einzustellen in der Hydraulikvariante) hat direkten Einfluss auf den Umfang der Berechnung.

Trockenwettervolumen

Das Trockenwettervolumen wird für die Funktionalen Einheiten automatisch ermittelt, anhand der Hydraulischen Berechnung (diese muss im Vorfeld einmal ausgeführt worden sein, damit ein Wert herangezogen werden kann).

Als Beispiel dient ein einfacher Regenüberlauf:

  • Die Haltung „H0019657“ gehört zum vorgelagerten Kanalstauraumvolumen der FE
Flow 10.png
  • Als Volumenschwelle ist für alle FE-Objekte die Schwelle vom Knoten „S0020006“ in die Haltung „H0018924“ angegeben – diese Schwellenhöhe gilt also auch für die Haltung „H0019657“
Flow 11.png
  • Die Haltung „H0018924“ ist an den Beckenüberlauf des Knotens „S0020006“ angeschlossen und es ist eine Wehrkrone von 30.88 mNN definiert – das ist die verwendete Schwellenhöhe.
  • Für Haltungen wird das Trockenwettervolumen über das Berechnungsergebnis „HTROCK“ (im Code; im Hydraulikaktenreiter „h Trockenwetter (cm)“ ermittelt. Dieses ist für die Haltung „H0019257“ 110 cm, also 1.1 m.
Flow 12.png
Flow 13.png
  • Dieser Füllstand wird jetzt zur Anfangssohlhöhe von 29.880 mNN addiert und gibt eine „Schwellenhöhe“ fürs Trockenwetter von 30.980 mNN, also höher als die Volumenschwelle
  • Vom ermittelten Stauraumvolumen wird das TROCKENWETTERVolumen abgezogen.
  • In diesem Beispiel wird vom ermittelten Volumen also ein HÖHERES Trockenwettervolumen abgezogen, was zum negativen „Speichervolumen“ führt.
Flow 14.png
  • Hinweis: Seit 12.01.2022 wird der TW Wasserstand in an einen Schacht angeschlossenen Druckrohrleitungen für die Berechnung des TW Volumens dieses Schachtes NICHT mehr berücksichtigt
  • Bei den ermittelten statischen Volumina wird kein dynamisches und schwellenunabhängiges (!) Trockenwettervolumen abgezogen.

Ergebnislisten der Funktionalen Einheiten

Mit der Version 18 gibt es neue und aufbereitete Ergebnislisten für die Funktionalen Einheiten. Alle Informationen über die Listen und die einzelnen Werte können unter Flow Ergebnislisten eingesehen werden.

Funktionale Einheiten - Webinar vom 05.04.2022

In diesem Webinar werden unsere Erfahrungen mit dem A102 vorgestellt und auf einzelne Fragestellungen der Schmutzfracht nochmals intensiv eingegangen:

  • Gesamtspeichervolumen nach dem A102: Ein erster Vergleich der Ergebnisse mit dem alten ATV-A128
  • Funktionale Einheiten: Die bereits eingeführten FEs spielen eine zentrale Rolle bei der Schmutzfrachtberechnung nach der neuen A102. Auf was muss man bei der Erstellung der Funktionalen Einheiten achten? Welche Fehler können auftreten?
  • Erfahrungen: Variantenabhängiges Arbeiten mit der neuen Schmutzfrachtberechnung
  • Auch beim neuen A102-3 (Immissionsbezogene Bewertungen und Regelungen) kann mit Flow gearbeitet werden (Ausblick)

Mit der Schritt-für-Schritt Anleitung kann das Webinar als gute Einstiegsmöglichkeit in das Modul Flow genutzt werden.