Schritt-für-Schritt-Anleitung Flow und Schritt-für-Schritt-Anleitung GeoCPM: Unterschied zwischen den Seiten

Aus Dokumentation
(Unterschied zwischen Seiten)
Wechseln zu:Navigation, Suche
 
 
Zeile 1: Zeile 1:
 
{{UnderConstruction}}
<div style="text-align:justify;">
<div style="text-align:justify;">
==Ausgangssituation==
<div class="res-img">[[File:GeoCPM1.mp4|1000px|center]]</div>


Das GeoCPM „Schritt-für-Schritt“ Dokument beschreibt die wichtigsten Funktionen und Vorgehensweisen, welche für eine erfolgreiche Berarbeitung von Projekten mit GeoCPM erforderlich sind. Das Beispielprojekt basiert auf einem fiktiven Fall aus dem Projektgebiet Flurstraße.


<div class="res-img">[[File:Flow_image067.png|800px|center]]</div>
Bei der Schulung wird davon ausgegangen, dass die Teilnehmer über ausreichend Erfahrung mit dem Programmsystem ++SYSTEMS verfügen. Ansonsten wird hier auf die [[Schritt-für-Schritt-Anleitung Hydraulik]]verwiesen, um die nötigen Vorkenntnisse zu erlangen. Dieses Projekt baut auf das vorherige Projekt Flurstraße auf.


Die Ausgangssituation für das Schulungsprojekt kann jederzeit bei uns angefragt werden, hierzu einfach eine Mail oder einen Anruf an unseren Support.


=Grundlagen=


Flow++ setzt auf die hydrodynamische Abflusstransportberechnung an und ermöglicht somit eine realistische Abbildung der Schmutzstoffe und -frachten im Kanalnetz. Der neue  zeitsymmetrische Ansatz von Flow++ für die Durchmischung von Schmutzstoffen regelt den mechanischen Einfluss des Niederschlags auf den Schmutztransport. Es handelt sich dabei um einen gleichmäßig durchmischten Reaktor, der auch z.B. in der Lage ist, Rückfluss von Schmutzstoffen abzubilden. Zusätzlich gibt es hier die Möglichkeiten, individuelle oder automatisch funktionale Einheiten (sog. FE‘s) über die Berechnungsknoten der hydraulischen Berechnung hinaus zu definieren. Dies ermöglicht auch die Bilanzierung von sehr komplexen Sonderbauwerken der Kanalisation. Dieses Programmfeature wird als "Bilanzierungsaufsatz" auf die bestehende Berechnungskern der Schmutzfracht gesehen.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image001.png|600px|center]]</div>
<div class="center">Die Ausgangssituation ist ein rechenbares Kanalnetz aus dem Projektgebiet Flurstraße</div><br />


[[File:Flow_image001.png|600px|center]]
==Aktivieren des GeoCPM Moduls in den Projekteinstellungen==
<div class="center"> Darstellung des Moduls Flow und der Berechnungsgrundlage, sowie Bilanzierung mit Funktionalen Einheiten</div><br />


{{Hinweis-Box|
Um das Modul GeoCPM nutzen zu können, muss es zuerst in den ++Systems-Einstellungen das Modul hinzugeschalten werden.
Text=
Dies kann zum einen über die Menüleiste oder dem Projektbaum erfolgen!
Ausgangsbasis für jedes FLOW++ Projekt ist ein vollständig modelliertes und rechenbares Kanalnetzprojekt. Alle Sonderbauwerke sind bereits eingepflegt und rechenbar. Bei dieser Anleitung wird über ausreichend Erfahrung mit dem Programmsystem ++SYSTEMS Hydraulik vorausgesetzt.}}
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image002.png|800px|center]]</div>
<div class="center">Projekteinstellungen: Aktivieren des Moduls GeoCPM</div><br />


==Aktivieren des Schmutzfracht Moduls in den Projekteinstellungen==
==GeoCPM Toolboxen==
Wie jedes Modul in ++SYSTEMS kann auch das Modul FLOW++ (Schmutzfracht) in den Projekteinstellungen separat zu- bzw. auch abgeschaltet werden. Sobald das Modul FLOW++ zugeschaltet wurde, sind die Funktionen der Schmutzfracht im Projektbaum Auswertungen\Hydraulische Berechnungen\Schmutzfrachtberechnung sichtbar.
Für eine einfache und schnelle Bearbeitung der Projekte mit GeoCPM stehen Toolboxen für die einzelnen Funktionen zur Verfügung.
Die Toolboxen können über den Menüleiste '''Ansicht''' hinzugefügt werden. Dabei besteht für Sie die Möglichkeit diese Toolboxen individuell an das Interface anzupassen, um eine schnelle und komfortable Projektbearbeitung zu gewährleisten. Jede Funktion kann auch über das Kontextmenü im Projektbaum aufgerufen werden.  


<div class="res-img">[[File:Flow_image002.png|300px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:Toolboxen_Gesamt.png|800px|center]]</div>
<div class="center"> Aktivieren des Moduls Flow in den Projekteinstellungen</div><br />
<div class="center">Alle Toolboxen von GeoCPM</div><br />


==Arbeitsschritte==
Es besteht zudem die Möglichkeit die Toolboxen individuell anzupassen. Hierfür über die Menüleiste '''Ansicht''' die Konfiguration Toolboxen aufrufen.


Im Folgenden wurde versucht, die FLOW++ Arbeitsschritte in einem Fließschema darzustellen:
<div class="res-img">[[File:Toolboxen_Konfiguration.png|600px|center]]</div>
<div class="center">Möglichkeit zur individuellen Konfiguration der Toolboxen</div><br />


<div class="res-img">[[File:ZB6.png|800px|center]]</div>
==Anlegen eines neuen GeoCPM-Geländemodells==
<div class="center"> Arbeitsschritte für eine Schmutzfrachtberechnung im Nachweisverfahren</div><br />
<div class="res-img">[[File:GeoCPM2.mp4|1000px|center]]</div>
Um ein neues GeoCPM Geländemodell anzulegen, im Kontextmenü (rechte Maustaste auf Ordner Geländemodell im Projektbaum) auf Neu GeoCPM (ACHTUNG: auch die bereits aus KANAL++ bekannten Geländemodelle sind noch verfügbar). Zum Umbenennen einfach auf das neu erschienene Geländemodellobjekt (Surface_x) klicken, den Namen eingeben und mit ENTER bestätigen. Oder die Einstellungsoptionen über Doppelklick auf den Namen des jeweiligen Geländemodells aufrufen und einen gewünschten Namen übergeben.


<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image004.png|600px|center]]</div>
<div class="center">Dialog zu den Allgemeinen Einstellung des neu angelegten Geländemodells</div><br />


Im IST-Zustand:
==Einlesen und Auswählen der digitale vermessenen Höhenpunkte==
*Schmutzfrachtvariante und Schmutzstoffe anlegen, Belastungskategorien I–III zuweisen, Kläranlagenablauf definieren
*Vorarbeiten: rechenfähiges Netz mit Sonderbauwerken aufbauen, optional um das Kontinuum über den Gebietsniederschlag ergänzen
*Funktionale Einheiten erstellen
*Hydraulikvariante Ist-Zustand berechnen
*Gesamtvolumen einmalig ermitteln
*Parameter der Schmutzfrachtberechnung anpassen
*Schmutzfracht Ist-Zustand berechnen


Optional anschließend die Zentralbeckenvariante:
Einlesen und Auswählen der digital vermessenen Höhenpunkte
*Rückhaltung/Wirkungsgrad definieren
Die Höhenpunkte liegen sowohl als ASCII Datei mit Rechtswert, Hochwert, Höhe und Kategorie vor, als auch im SHAPE-Format.
*Zentralbeckenvariante anlegen
<div class="res-img">[[File:Hydraulik_image025.png|200px|center]]</div>
*Nennweiten iterativ erhöhen
<div class="center">Anlegen eines neuen P-Import-Export-Formates</div><br />
*Hydraulikvariante Zentralbecken berechnen
*Schmutzfracht Zentralbeckenvariante berechnen


Beide Zweige münden zum Schluss in die '''Auswertung der Ergebnisse'''.
===Formatbeschreibung===
Die Formatbeschreibungen für die Punkte sind unter Auswertungen und Punkte zu finden. Aufruf des Kontextmenüs auf Punkte und Auswahl der Funktion '''Neu…''' Geben Sie nun, wie bei den Import/Export-Formaten üblich, die Beschreibung der Eingabedatei an.


=Modellaufbau=
<div class="res-img">[[File:Hydraulik_image027.png|600px|center]]</div>
==Niederschlagskontinuum==
<div class="center">Aufruf des Dialogs zur Formatbeschreibung für Geländepunkte</div><br />
In diesem Beispiel wird eine Synthetische Niederschlagsreihe über 52 Jahre im MD Format eingelesen und verwendet. Mit der Aktuellen Version können solche Dateien im sogenannten MD-Format auch Massenweise importiert werden.


{{Hinweis-Box
Wählen Sie als erstes die ASCII Datei mit den Laserscandaten aus. Erstellen sie die Zuordnung Feldnamen zu Spaltenbreite und geben Sie den Namen des Import-Formates an. Bestätigen Sie mit OK.
|Text = <br> Dateien haben nicht die Endung .md - dies ist nur der offizielle Formatname, die Endung ist meist .dat oder .reg!}}


===Importieren der Niederschlagsdaten in Regenmessstationen===
===Einlesen der Punkte===
Hierfür einfach mit Rechtsklick auf den Ordner Regenmessstation (im Projektbaum) den Import über MD-Format auswählen. Es öffnet sich ein neues Fenster mit der Möglichkeit, die gewünschten Regenreihen einzulesen. Hier einfach die Dateien markieren und auswählen.


Rechtsklick auf Regenmessstationen – Import – MD Format
Geländepunkte werden immer in das gerade aktive Geländemodell eingelesen. Rufen Sie das Kontextmenü auf dem soeben angelegten Import-Export-Format auf. Die Aktion wird durch Import gestartet. Im Importdialog muss die richtige ASCII Datei ausgewählt werden und die Identifizierung angegeben werden. Beim Import kann bereits die Einschränkung auf einen rechteckigen Bereich erfolgen. Dazu die jeweiligen Grenzkoordinaten eingeben. Die Punkte können über die Angabe eines Offsets verschoben werden. Beispielsweise könnte der Meridianstreifen hinzugefügt bzw. entfernt werden.


<div class="res-img">[[File:Flow_image065.png|600px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:Hydraulik_image029.png|600px|center]]</div>
<div class="center"> Importdialog der Regenreihe im MD Format</div></br>
<div class="center">Importieren der Geländepunkte</div><br />


Es wird eine Regenmessstation erzeugt, dabei öffnet sich gleichzeitig der Objektdialog für diesselbige.
Das Ergebnis wird wie folgt dargestellt:
Vergeben Sie einen Namen für die Regenmessstation und falls nicht über die MD Datei bereitgestellt die Lagekoordinate. Über den Kalender können die Niederschlagsintensitäten der einzelnen Tage betrachtet werden. Diese Zeitreihe „Synthetische Niederschlagsreihe“ , gespeichert unter Kennlinien – Kurven, gibt den Gesamtzeitraum der Aufzeichnung wieder.


<div class="res-img">[[File:Flow_image066.png|600px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image003.png|600px|center]]</div>
<div class="center">Dialog der Regenmessstation – Importierte Regenreihe</div><br />
<div class="center">Import von Geländepunkten mit Fläche 1 km² und der zugehörigen Meldung über den erfolgreichen Import</div><br />


===Erstellen des Gebietsniederschlages===
===Darstellung der Punkte ändern===
Aus den Zeitreihen der Regenmessstationen gilt es nun über Gebietsniederschläge Regenereignisse, deren Abflussverhalten simuliert werden soll, herauszufiltern. Dabei ist die Wahl der dabei anzugebenden Parameter entscheidend für die entstehenden Regenereignisse! Im ersten Schritt wird die gewünschte Regenmessstation ausgewählt und danach die Parameter des Gebietsniederschlags festgelegt:
Die Punktdarstellung und Farbgebung wird im Eigenschaftendialog des GeoCPM-Geländemodells konfiguriert. Der Eigenschaftendialog wird durch einen Doppelklick auf das GeoCPM-Geländemodell aufgerufen.
*Niederschlag wird berücksichtigt ab: Niederschlagsintensitäten die unterhalb des hier eingegebenen Wertes gelten bei der Regenbildung als Regenpause. Innerhalb eines ermittelten  Regenverlaufes werden aber auch diese Intensitäten berücksichtigt.
*Regenunterteilung durch Pausen von mindestens: diese hier festgelegte Zeitspanne muss an allen Regenmessstationen die Niederschlagsintensität unterhalb der Grenze „Niederschlag wird berücksichtigt ab“ liegen um das davor liegende Regenereignis abzuschließen und in der Folge bei überschreiten von „Niederschlag wird berücksichtigt ab“ ein neues Regenereignis zu beginnen. Dabei bekommen die gebildeten Regenereignisse die davorliegende Trockenperiode mitgespeichert.


Um die Kontinuumssimulation realistisch zu rechnen muss somit die Trennzeit mindestens der Netzentleerungszeit eines vollgefüllten Kanalnetzes entsprechen.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image004-2.png|600px|center]]</div>
<div class="center">Eigenschaftsdialog des CeoCPM-Celändemodells</div><br />


<div class="res-img">[[File:Flow_image006.png|600px|center]]</div>
Punkte werden in der gleichen Farbe wie die Triangulierungsdreiecke dargestellt. Farbänderung durch Klick auf den Farbbutton. Die Punktanzeige kann durch "Punkte zeigen" aktiviert bzw. deaktiviert werden. Weitere Anzeigeeinstellungen betreffen die Triangulierungsdreiecke, Höhenlinien, Farbverläufe und Ergebnisse. Weitere Optionen unter der Schaltfläche.
<div class="center">Dialog Regenreihe aus Messstationen</div><br />


<p style="color: #b50d7c ">Fazit:</p> Je länger die Trennzeit gewählt wird desto weniger Regenereignisse entstehen. Diese Regen sind dafür länger und in Summe muss mehr Simulationszeit berechnet werden. Bei kürzerer Trennzeit besteht die Gefahr, dass ein Regen der in der Simulation auf ein leeres Netz gerechnet wird in Wirklichkeit auf ein vorbelastetes Netz trifft. Die Trennzeit sollte daher der tatsächlichen Entleerungsdauer des Netzes entsprechen. Wird in der Hydraulikvariante ein Gebietsniederschlag ausgewählt wird abgefragt ob die Regentrennzeit als „Max. Nachlaufzeit nach Regenende“ (TRMX) übernommen werden soll. In den meisten Fällen sollte hier der Wert TRMX der Regentrennzeit entsprechen.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_V15_19.png|900px|center]]</div></br>


<div class="res-img">[[File:Flow_image007.png|600px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_V15_20.png|900px|center]]</div></br>
<div class="center">Hydraulikvariante Laufzeitkontrolle</div><br />


Auf die nach dem oben beschriebenen Verfahren entstandenen Regenereignisse kann noch ein Filter angesetzt werden. Dabei muss eine Vorschrift ausgewählt werden, z.B. Verteilungsvorschrift nach KOSTRA DWD oder dergleichen. Die Naturregen werden nun entsprechend der Vorschrift analysiert und dann ausgefiltert. Dadurch können Starkregenserien für den Überflutungsnachweis gebildet werden. Auch im Nachgang können Filter auf den Gebietsniederschlag angewendet werden, wie zum Beispiel Regen die zu Entlastungen geführt oder die einen Überstau verursacht haben. Des Weiteren ist auch eine Regenauswertung bezüglich Extremwertstatistik möglich. Für die Schmutzfrachtberechnung, wo es um die Bilanzierung der Abflussmengen zur Kläranlage bzw. der Entlastungsmenge geht, dürfen keine Regen „weggefiltert“ werden. Für den Gebietsniederschlag ist auch eine Statistik über alle Regen sowie eine Einzelstatistik verfügbar. Diese sollte aufgerufen und auf Plausibilität geprüft werden.
Nach dem Einlesen der Punkte wird '''nicht automatisch trianguliert''', es gibt daher noch keine Dreiecke.


<div class="res-img">[[File:Flow_image008.png|600px|center]]</div>
===Zuschneiden des Untersuchungsgebietes===
<div class="center">Einzelstatistik der Regenereignisse</div><br />
Das Digitale Geländemodell liegt in der Regel in 1x1 km² oder noch größeren Gebieten vor. Nicht alle hiervon überdeckten Bereiche müssen bzw. können hier untersucht werden. Deshalb besteht in GeoCPM die Möglichkeit einen Punktebereich auszuschneiden.
<br />
<p style="color: #B7117F">'''Wichtiger Hinweis:'''
Alle entfernten Punkte werden aus dem Projekt gelöscht, können aber bei Bedarf nachträglich wieder importiert werden.
</p>


Durch Anklicken der Spaltenköpfe kann danach sortiert werden.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image006.png|600px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:Flow_image009.png|600px|center]]</div>
<div class="center">Funktion - Punkte auswählen im Polygon</div><br />
<div class="center">Einzelstatistik der Regenereignisse - Sortiert</div><br />


 
Ziehen Sie das Polygon entlang des Bereiches den Sie untersuchen möchten auf. Das Polygon wird durch einen Doppelklick bzw. durch die Enter-Taste automatisch geschlossen. Punkte außerhalb des Polygons werden unwiderruflich gelöscht.
Bei Abschluss der Aktion mit gedrückter Strg-Taste werden die Punkte innerhalb des Polygons unwiderruflich gelöscht.


===Implementieren von Ganglinien===
==Triangulieren==
Für eine detaillierte Schmutzfracht besteht in ++System die Möglichkeit die Trockenwetterzugaben über Tages-, Wochen- und Jahresganglinien abzubilden. Die Verwaltung erfolgt im Projektbaum Zeitreihen. Die Trockenwetterganglinien können verändert, dupliziert und gelöscht werden.
Bisher besteht das Geländemodell nur aus einzelnen Punkten. Eine flächendeckende Aussage ist damit noch nicht möglich. Hierfür werden Oberflächenelemente benötigt, die alle Bereiche des Untersuchungsgebietes abdecken, dafür werden Dreiecke verwendet. Die Erzeugung dieser Dreiecke aus der Punktmenge erfolgt automatisch durch die so genannte Triangulierung. Die Funktion Triangulierung kann über verschiedenen Stellen im Programm aufgerufen werden (Kontextmenü, Buttons, in den Einstellung des Geländemodells).
Dabei wird gewöhnlich der häusliche Abfluss mit einer Tagesganglinie, der Fremdwasserzufluss mit einer Jahresganglinie und der industrielle Zufluss mit einer Wochenganglinie verknüpft. Das hydrodynamische Berechnungsverfahren ermittelt automatisch, zu jedem Zeitpunkt während des Berechnungslaufes, aus der Anfangszeit des Regenereignisses, die korrekte Faktorisierung des Trockenwetterzuflusses aus den zugewiesenen Trockenwetterganglinien.
Der einfachste Weg ist über den Button Triangulieren im Geländemodelldialog oder das ausführen der Funktion Triangulieren.  
Im ersten Schritt müssen die Ganglinien neu erstellt werden über den '''Projektbaum\Zeitreihen\Ganglinien'''.
Der Aufbau der Trockenwetterganglinien erfolgt in unterschiedlichen Kombinationen und Hierarchiestufen. Dabei werden die Werte nach dem Format Jahres-, Wochen- und Tag wie folgt in 52 Wochen, 7 Tage und 24 Stunden gegliedert.


<div class="res-img">[[File:Flow_image010.png|500px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image004-3.png|600px|center]]</div>
<div class="center"> Beispiel für eine Tagesganglinie, hier im 4h Intervall mit Abfluss 1l/s für den Zeitraum 8:00 bis 20:00 Uhr </div><br />
<div class="center">Ausführen der Triangulation</div><br />


<p style="color: #B7117F">'''Wichtiger Hinweis:'''


<div class="res-img">[[File:Flow_image011.png|500px|center]]</div>
Vor jeder Triangulierung ist es sinnvoll das Geländemodell zu kopieren! Durch die Triangulation werden neue Strukutren angelegt, welche im nachhinein nur mit sehr viel Aufwand rückgängig gemacht werden können! Durch die vorher erstellte Kopie, kann jederzeit auf den Arbeitsschritt vorher zurückgegriffen werden! Diese Sicherung sollte vor jeder weiteren Triangulierung durchgeführt we</p>
<div class="center"> Beispiel für eine Wochenganglinie, hier im Tagesintervall mit verschiedenen Abflüssen m³/s für den Zeitraum Montag bis Samstag </div><br />


Jeder Haltungszuflusstyp (Häuslicher- Gewerblicher- sowie Fremdwasser - mit Ausnahme des Regenwasserzuflusses) kann in Summe mit einer solchen Ganglinie bzw. einem solchen Ganglinientupel verknüpft werden. Die Zuweisung erfolgt im Dialog der Einzugsgebiete, bzw. im Dialog der Haltungszuflüsse (hier sind auch nicht-grafische Zuflüsse möglich).
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image007.png|800px|center]]</div>
In diesem Fall soll die Wochenganglinie für die Autowaschanlage Mobby übergeben werden. Dafür wurde ein Nichtgraphisches Element an der gewünschten Schmutzwasserhaltung hinzugefügt und die Tages und Wochenganglinie ausgewählt.
<div class="center">Ergebnis der Triangulation</div><br />


<div class="res-img">[[File:Flow_image012.png|800px|center]]</div>
==Definierte Modellgrenzen - Strukturelle Randbruchkante==
<div class="center"> Haltungsdialog - zuweisen von Ganglinien über nichtgrafisches Element </div><br />
<div class="res-img">[[File:GeoCPM3.mp4|1000px|center]]</div>
An den Randbereichen des Untersuchungsgebietes können Dreiecke entstehen, deren geometrisches Verhältnis zwischen Länge und Höhe extreme Werte und Strukturen aufweisen, sowie die Punkte in nichtrealistischer Weise verbinden.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image008.png|600px|center]]</div>
<div class="center">Dreiecke mit ungünstiger Geometrie</div><br />
Dies kann durch Erstellen einer strukturellen Außengrenze mittels Bruchkante verhindert werden.


<div class="res-img">[[File:Flow_image013.png|600px|center]]</div>
=== Neue Bruchkantenmenge - Grenze===
<div class="center"> Dialog zum zuweisen der Ganglinie </div><br />
Anlegen eine neuen Bruchkantenmenge über das Kontextmenü (Rechtsklick auf den Projektpfad Bruchkanten) ''neue Bruchkantenmenge'' und einen prägenden Namen vergeben.


==Hydraulikvariante als Grundlage der Schmutzfrachtberechnung==
===Bruchkantenmenge mit Geländemodell verknüpfen===
Für eine erfolgreiche Schmutzfrachtberechnung müssen vorerst verschiedene Parameter in der Hydraulikvariante und der dazugehörigen Schmutzfrachtvariante angepasst und übergeben werden.
Dem Geländemodell diese Bruchkantenmenge, vor dem anlegen der Bruchkanten selbst, zuweisen - erst dann ist das Ergebnis im jeweiligen Modell sichtbar. Aus diesem Geländemodell werden beim Digitalisieren die Höhen übernommen. Die Zuweisung erfolgt ganz einfach über den Geländemodelldialog:


=== „Berechnungsvariante" ===
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image004-4.png|600px|center]]</div>
In diesem Bereich wird festgelegt, welche Art von Berechnung durchgeführt und welche Ergebnisse dabei gespeichert werden sollen.
<div class="center">Einfache Zuweisung durch Auswahl der Bruchkantenmenge im Geländemodelldailog</div><br />
Hier muss die '''Schmutzfracht'' ausgewählt werden: Anstelle einzelner, vollständiger Ganglinien werden die Ergebnisse über den gesamten Simulationszeitraum in festen Zeitschritten aufbereitet und gespeichert, was insbesondere bei sehr langen Regenreihen (Kontinuumsimulation) Speicherplatz spart.
** '''Schmutzfrachtzeitschritt''': Zeitschritt (z. B. 15 min), in dem die Ergebnisse aufbereitet werden.


[[Datei:Hydraulik V18 Berechnungsvariante.png|1000px|center]]<br>
===Digitalisieren des Bruchkantenpolygons===


===Regenauswahl===
Die Bruchkanten können manuell digitalisiert werden. Hierfür einfach in den Toolboxen die Funktion '''Bruckanten Digitalisierung''' nutzen und händisch die Projektgrenze abstecken. Der Startpunkt und alle Zwischenpunkte der Randbruchkante müssen innerhalb des Geländemodells liegen. Nach Setzen des Startpunkts öffnet sich der Einstellungsdialog.  
Hier wird nun der Gebietsniederschlag ausgewählt. Bei Auswahl „MODE“ (Modellregen) wird bei Verfügbarkeit von Gebietsniederschlägen in der Hydraulikvariante freigeschaltet.


<div class="res-img">[[File:Flow_image014.png|600px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image009.png|600px|center]]</div>  
<div class="center">Dialog Hydraulikvariante – Auswahl der Regenereignisse</div><br />
<div class="center"> Startdialog neue Bruchkante</div><br />  


Die Anzahl der Messjahre die der Gebietsniederschlag repräsentiert wird übernommen. Besteht ein Gebietsniederschlag aus Aufzeichnungen mehrerer Messstationen kann hier die Art der Zuordnung für die Flächenberegnung gewählt werden.
Für strukturelle Bruchkanten die Bruchkantenhöhe 0 eingeben, für alle Teilstücke verwenden.
An den Bruchkantenpunkten wird die absolute Höhe im Gelände beschriftet, in der Mitte die relative Höhe der Bruchkante. Der Bruchkantenpfeil zeigt auf die höhere Seite. Beim Digitalisieren einer Bruchkante liegt die höhere Seite in Digitalisierungsrichtung rechts. Bei einer strukturellen Bruchkante, 0 Höhe, ist dies nicht relevant.
Den Polygonzug entlang den Rändern innerhalb des Geländemodells fortführen und wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren (Fang). Danach mit der Enter-Taste abschließen.


<div class="res-img">[[File:Flow_image015.png|600px|center]]</div>
<p style="color: #B7117F">'''Wichtiger Hinweis:'''
<div class="center"> Meldung: Zeitspanne der Regen übernehmen</div><br />
Der Polygonzug der Randbruchkante muss geschlossen sein. Erst danach mit der Enter-Taste abschließen!
Es ist empfohlen die DXF Datei oder die bereits vorhandene Gebäudepartition einzublenden um den Verlauf der späteren Gebäudebruchkanten zu sehen. Diese sollen entweder vollständig innerhalb oder außerhalb der Randbruchkante liegen und nicht durchschnitten werden. </p>


Synthetische Niederschlagsreihen eignen sich auf Grund nicht synchroner Regenpausen nicht für eine ungleichmäßige Beregnung.
===Bruchkante unterteilen===
In unserem Beispiel wird der Gebietsniederschlag aus einer Station über die Flächen gleichmäßig beregnet.
Ein Bruchkantensegment ist immer eine Kante eines Dreiecks und muss somit unterteilt werden. Für die Unterteilung soll eine dem Dreiecksraster angepasste Länge gewählt werden. Auch hier wiedre in der Toolbox Bruchkanten den Button ''unterteilen'' wählen.


===Seitliche Zuflüsse===
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image010.png|500px|center]]</div>  
Der Trockenwetterabfluss muss an die Schmutzfracht angepasst werden. Im Standardfall sind hier die Werte für eine reine hydraulische Betrachtungsweise mit dem erhöhten Spitzenanfall zu rechnen. Zu beachten ist hier der Spitzenanfall, dieser muss in der Schmutzfrachtvariante auf 24 stehen damit nicht kontinuierlich mit dem Spitzenanfall gerechnet wird.
<div class="center">Diaglog zum Bruchkanten unterteilen</div><br />  
<div class="res-img">[[File:Flow_image016.png|600px|center]]</div>
<div class="center">Anpassung des Trockenwetterabfluss für die Schmutzfracht in der Hydraulikvariante </div><br />


<div class="res-img">[[File:Flow_image017.png|600px|center]]</div>
<div class="center"> Dialog Hydraulikvariante – Seitliche Zuflüsse - Trockenwetterabfluss auf 24h Mittel umstellen </div><br />


Es stehen verschiedene Ansatz für die Punkthöhenberechnung zur Verfügung:
*Lineare BK-Punkthöhe
*Höhe aus DGM
*lineare BK-Punkthöhe mit DGM-angepasster BK-Höhe


 
Für unterteilte Bruchkanten, Höhen aus dem Geländemodell übernehmen. Die Bruchkante wird daraufhin in gleichgroße Abschnitte unterteilt.


===Transport===
===Außenbereich von Triangulierung ausnehmen (Loch setzen)===
Bei der Berechnung mit Naturregen empfiehlt sich für DYNA die Einstellung „Automatisch“ für die Festlegung der Trockenwettervorlaufzeit sowie der Simulationsdauer nach Regenende. Die Ursache hierfür ist die unterschiedliche zeitliche Variation der einzelnen Regenereignisse. Als Beispiel, kann die Regenspitze am Anfang des Ereignisses auftreten und das Netz zum Regenende bereits annähernd geleert sein. In einem anderen Fall ist die Regenspitze am Ende und es muss noch entsprechend lange nachgerechnet werden.
Der Faktor TRFT bestimmt bei wie viel Restregenmenge im Netz die Berechnung beendet werden darf. Als Vergleichsgröße wird das Trockenwettervolumen herangezogen. 2 bedeutet also Simulationsende bei doppeltem Trockenwettervolumen. Dabei sollte es keine Entlastungsvorgänge im Netz mehr geben sodass angenommen werden kann dass diese Restmenge zur Kläranlage abfließt. Die Trockenwettervorlaufzeit wird durch die längste Fließzeit im Netz bestimmt. Trockenwetter wird nur beim ersten Regen gerechnet und gespeichert, bei den weiteren wird darauf aufgesetzt.
Der Parameter TRMX bestimmt wie lange nach einem Regen maximal nachgerechnet werden soll. Dieser sollte der Regentrennzeit entsprechen die beim Aufbau des Gebietsniederschlages verwendet wurde. Ist nach Ablauf dieser Zeit das Kriterium aus TRFT noch nicht erreicht erhält man eine Warnung dass die Regentrennzeit vermutlich zu kurz gewählt wurde.


{{Hinweis-Box
Ein sogenanntes Loch verhindert die Triangulierung von Bereichen, die nicht durch Bruchkanten isoliert sind. Somit erfolgt keine Triangulierung außerhalb der gesetzten Randbruchkante. Im Unterschied zum Zuschneiden der Punktmenge werden Punkte die in Verbindung mit einem Loch stehen nicht gelöscht, diese werden nur für die Triangulierung nicht herangezogen.  
|Text = <br> Es empfiehlt sich das Berechnungsverzeichnis bei einem NTFS Dateisystem auf „Komprimiert“ zu setzen. Die Flutkurvendateien (FLKURV*.D) lassen sich gut komprimieren.}}


===Längsschnitt===
Die Funtkion '''Loch setzten''' einerseits über das Kontextmenü oder über die Toolbox!
Der Längsschnitt für ein Kontinuum auszugeben ist in den meisten Fällen nicht sinnvoll, daher wird empfohlen auf die Ausgabe eines Längsschnittes zu verzichten. Das verkürzt die Ausgabe für die Berechnungsergebnisse. Zudem kann mit dem manuellen Längsschnitt jederzeit ein beliebiger Strang aufgerufen werden. Durch Anklicken von ++PLOT wird der Längsschnitt ausgeschalten.
Das Loch muss zwischen Außenbruchkante, aber noch innerhalb der Punktmenge gesetzt werden.
<div class="res-img">[[File:Flow_image021.png|600px|center]]</div>
Den Button ''Loch setzen'' finden Sie wiederum in der Bruchkanten Toolbox.
<div class="center">Längsschnitt erzeugen für die Langzeitsimulation ausschalten </div><br />


 
Im Anschluss das Geländemodell aktualisieren.


===Ergebnisse===
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image011.png|700px|center]]</div>
Hier werden die Ergebnisse der Hydraulischen Berechnung zusammengefasst, beachten Sie die Schaltflächen für die Zwischenablage um die angezeigten Ergebnistabellen beispielsweise in einem Bericht einzubauen.
<div class="center"> Ergebnis Loch Setzen</div><br />


{{Hinweis-Box
<p style="color: #B7117F">'''Wichtiger Hinweis:'''
|Text = <br> Hier werden die Einwohner und Gesamtwerte für das Trockenwetter aufgelistet! Es lohnt sich immer einen Blick auf die Liste zu werfen um hier im Vorfeld schnell Fehler an der Einwohnerzahl oder am Abfluss des Trockenwetters zuf finden!}}
Sobald  eine  Bruchkantenmenge  dem  Geländemodell  zugeordnet  wurde,  sollte  vor  dem  aktualisieren  des  Geländemodells  eine
Sicherungskopie des ++SYSTEMS Projektes oder eine Kopie des Geländemodells angelegt werden. Beim  Aktualisieren  werden die Bruchkantenpunkte  fester  Bestandteil  des Geländemodells. Nachträgliche Änderungen sind mit einem hohen Zeitaufwand verbunden!</p>


<div class="res-img">[[File:Flow_image022.png|600px|center]]</div>
===Strukturbasierte Ausdünnung===
<div class="center">Hydraulikvariante Ergebnisse</div><br />
Punkte, die unmittelbar auf oder an der Bruchkante liegen, führen wieder zu Dreiecksstrukturen, welche für die 2D-Oberflächenberechnung ungünstig sind. Somit müssen Punkte, die näher als ein zu definierender Abstand zur Bruchkante liegen, entfernt werden. Dies erfolgt durch strukturbasierte Ausdünnung. Einen zur Bruchkantenlänge passenden Wert wählen (typisch: 0.5 m).




===Neue Schmutzfracht erstellen===
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image013.png|250px|center]]</div>
Im ersten Schritt muss eine neue Schmutzfrachtvariante über die Hydraulikvariante erstellt werden. Hierfür einfach im Kontextmenü der gewünschten Hydraulikvariante eine neue Schmutzfracht anlegen.
<div class="center"> Dialog zum ausdünnen der Punkte</div><br />


<div class="res-img">[[File:Flow_image023.png|600px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image012.png|800px|center]]</div>  
<div class="center">Erstellen einer neuen Schmutzfrachtvariante</div><br />
<div class="center"> Ergebnis der Strukturbasierte Ausdünnung - Vergleich zum unbearbeiteten Stand</div><br />


==Schmutzfrachtvariante==
==Dreieckseigenschaften und Geländeverlauf==
Als erste Aktion muss das Auslaufbauwerk (Schacht) gewählt werden, das dem Kläranlagenzulauf entspricht. Dies kann zum einen automatisch durchgeführt werden, oder der Schacht manuell ausgewählt werden. Diese Zuweisung der Kläranlage erfolgt wiederum über das Kontextmenü. Danach öffnet man die Schmutzfrachtvariante per Doppelklick. Auf drei Aktenreiter verteilt können die weiteren Einstellungen vorgenommen, sowie die Ergebnisse der Berechnung abgerufen werden.
===Dreieckseigenschaften===
Anzeige der Dreieckseigenschaften aus dem Kontextmenü des Geländemodells heraus oder mit dem Button der Toolbox Dreiecke.


Wählen Sie nun mit dem Cursor ein Dreieck aus und klicken Sie auf das Dreieck. Es erscheint der Dreiecksdialog.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image014.png|600px|center]]</div>
<div class="center"> Eigenschaftsdialog der Dreiecke</div><br />


{{Button|Text=Schmutzfrachtvariante|Link=Schmutzfrachtvariante#Dialog|Abstand=8px|center}}
Der hydraulische Teil der Daten wird im OBerflächenabflussberechnungsobjekt (OBO) gespeichert - hier muss vor der Übergabe der Parameter (aus der Partition heraus) zuvor ein Berechnungsobjekt (OBO) angelegt worden sein!


===Bilanzierung Kläranlagenauslauf===
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image014-2.png|600px|center]]</div>
Mit dem A102 sollen die Schmutzfrachten der Kläranlage mit bilanziert und ausgegeben werden. Hierfür wurde im Reiter "Zentralbecken" der Kläranlagenaustrag hinzugefügt. Dieser errechnet sich nach der Gleichung 32 aus dem DWA-A 102-2. Zusätzlich haben Sie die Möglichkeit sowohl eine individuelle Konzentration für AFS63 oder CSB anzugeben.
<div class="center"> Eigenschaftsdialog der Dreiecke mit hydraulischen Parametern</div><br />


<div class="res-img">[[File:ZB8.png|800px|center]]</div>
===Dreiecksparameter festlegen===
<div class="center">Möglichkeit zur Bilanzierung des Kläranlagenauslaufes</div><br />
Es wird empfohlen, die Eingabe der einzelnen Dreiecksparameter, wie Bodeneigenschaften und Rauigkeiten, nicht direkt an den Dreiecken vorzunehmen, da im Falle einer Neutriangulierung die Dreiecke neu erstellt werden und wieder Standardwerte haben. Daher sollten die Eigenschaften immer zuerst in einer Partition definiert werden, aus der sich dann die Werte für die Dreiecke im jeweiligen OBO und somit indirket über das Geländemodell übernehmen lassen. Als Basis für die Eigenschaften kann eine bestehende Partition dienen, die für eine Kanalnetzberechnung bereits erstellt wurde. Für die Erstellung dieser Partitionen, wird auf die [[Schritt-für-Schritt-Anleitung Hydraulik]] verwiesen.


==Individuelle Zuweisung der Schmutzstoffe==
Da die Parameter der Partition im Folgenden für die Berechnung in GeoCPM geändert werden, empfiehlt sich die Erstellung einer Kopie. Hier ist es natürlich sinnvoll, wenn die Partition bereits über Attribute sortierbar ist. In diesem Fall wurde die Partition anhand der Nutzungs- und dem Versiegelungsgrad über das Attribut OBTYP in Straßenfläche, Wohnfläche, Landwirtschaft... eingeteilt. Für jede Nutzungskategorie müssen im Anschluss die Oberflächeneigenschaften vergeben werden. Dazu eine Eigenschaftsliste nach Nutzungskategorie sortieren und alle Zeilen einer Kategorie selektieren.


Die Kategorien können jetzt wie auf den Flächen (Objekt) individuell eingestellt werden - hierfür sich das gewünscht Objekt auswählen und im Reiter '''Beregnung/Schmutzfracht''' über das Drop-Down-Menü anpassen! Desweiteren kann hier ein individueller Wert eingegeben werden, falls die Fläche mit den vorbelegten Kategorien nicht abgedeckt werden kann.
Markierte Teileinzugsgebiete der aktiven Ebene ändern:


<div class="res-img">[[File:Flow_A102_04.png|500px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image015.png|800px|center]]</div>  
<div class="center">Objektebene Fläche - im Reiter "Beregnung/Schmutzfracht" finden Sie die individuelle Einstellung für die Flächen</div><br />
<div class="center"> Parameter zuweisen</div><br />  


{{Hinweis-Box
# Bodencharakteristik: Auswahl des Bodenaufbaus. Diese Werte wurden in der Tabelle „Bodenaufbau“ unter Hydraulikvarianten Schlüsselwerte definiert.
|Text = <br> Die Eingaben der Kategorien ist Schmutzfrachtvariantenabhängig - Das bedeutet das hier auf die richtige Auswahl der Schmutzfrachtvariante Wert gelegt werden muss!  }}
# GeoCPM Rauheiten in mm: Angabe der Oberflächenrauheit nach Colebrook-White Gleichung - die hier vorgestellten Werte wurden durch Vergleichs- und Plausibilitätsprüfungen ermittelt und bieten einen ersten Anhaltspunkt für die Berechnung. Die Rauheiten sind ein '''sehr''' wichtiger Parameter in der 2D Oberflächenberechnung und haben hohe Auswirkungen auf die Abflussscheitel, sowie die Geschwindigkeiten. Durch die fortschreitende Entwicklung und neu gewonnener Erfahrungswerte, werden diese Werte sich in Zukunft verändern und sollen nur einen Richtwert abbilden.


<div class="res-img">[[File:Flow_A102_05.png|500px|center]]</div>
<div class="col d-flex justify-content-center">
<div class="card">
<div class="card-header"; style="background-color: #b50d7c;color: white;text-align: center">'''Angepasste Rauigkeiten für GeoCPM'''</div>
<div class="card-body">


Natürlich können die Kategorien auch über die Funktion '''markierte ändern...''' für eine ausgewählte Menge an Flächen angepasst werden.
{| cellpadding="15" cellspacing="0" class="wikitable center"
<div class="res-img">[[File:Flow_A102_06.png|800px|center]]</div>
!Flächennutzung||Rauheit
<div class="center">Dialog markierte ändern... für Flächen</div><br />
|-
Desweiteren haben Sie wie gewohnt auch die Möglichkeit diese Objekte nach den Attribute einzufärben, Abfragen zu erstellen oder Eigenschaftslisten aufzurufen.
|Bahnverkehr
|250
|-
|Fliessgewaesser
|200
|-
|Sport, Freizeit und Erholungsfläche
|210
|-
|Flaeche Besonderer Funktionaler Prägung
|140
|-
|Gehoelz
|400
|-
|Fläche gemischter Nutzung
|180
|-
|Industrie und Gewerbefläche
|150
|-
|Landwirtschaft
|300
|-
|Platz
|100
|-
|Stehendes Gewässer
|400
|-
|Strassenverkehr
|20
|-
|Sumpf
|260
|-
|Tagebau, Grube, Steinbruch
|250
|-
|Unland vegetationslose Flaeche
|300
|-
|Wald
|400
|-
|Weg
|80
|-
|Wohnbaufläche
|140
|-
|}


</div></div></div>
Tabelle 1: Beispiel für Rauigkeiten für GeoCPM (Tendenziell hohe Rauheiten)


==Erstellen von Funktionalen Einheiten==
# GeoCPM: Dreiecke direkt beregnen. Standardmäßig ist direkt beregnen auf Dreiecken gesetzt. Über „Markierte ändern“ wahlweise abwählen (für Gebäudeflächen, die direkt DYNA zugeordnet sind). Bei direkter Beregnung von Gebäuden ohne Zuordnung zu DYNA muss die Randverteilung gesetzt werden. Für jede Nutzungsklasse mit individuellen Bodencharakteristika muss die Zuweisung von Parametern durchgeführt werden. Im Anschluss können die Attribute der Partition auf die Dreiecke übertragen werden. Versickerung, GeoCPM Rauheit, direkte Beregnung, Randverteilung.


Eine Funktionale Einheit (FE) bezeichnet einen Zusammenschluss von mehreren hydraulischen Sonderbauwerken, welche gekennzeichnet sind durch mindestens eine Entlastung in ein Oberflächengewässer und ein zugeordnetes Einzugsgebiet. Zum Beispiel ein Stauraumkanal mit obenliegender Entlastung benötigt zwei Bauwerke; zum einen ein Bauwerk (typ 65) zur Abflussregulierung, zum anderen ein Entlastungsbauwerk (Typ 62) weiter oben im Netz. Ein anderer gängiger Fall ist ein Fangbecken im Nebenschluss, welches zunächst ein Trennbauwerk (Typ 62-63) benötigt, dessen Entlastung dann in dem Fangbecken (Typ 61-64) endet. Zur Ermittlung dessen Entlastungsrate ist dann nicht das Regenwasser in der Entlastung des Trennbauwerks heranzuziehen, sondern dasjenige, welches oberhalb des Trennbauwerkes anfällt.
'''Parallele Wegealgorithmus''':
Es werden die Daten der unter dem Schwerpunkt des Dreiecks liegenden Partitionsfläche übernommen.
Verwendet wird die zum Zeitpunkt der Aktion ausgewählte Partition!
Aufgrund der Performanz und Robustheit ist der Parallele Wegealgorithmus meist die bessere Wahl.
Standardverschneidung: Zunächst wird aus den Dreiecken eine Partition erstellt (Name des Geländemodells). Dann erfolgt eine grafische Verschneidung. Werden Dreiecke von mehreren Flächen geteilt, erfolgt eine Interpolation der Werte. Nach Beendigung der Verschneidung kommt es zur Abfrage, ob die erstellte Dreieckspartition wieder gelöscht werden soll. Üblicherweise sollte diese gelöscht werden.


<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image017.png|800px|center]]</div>
<div class="center"> Zuweisen der Partitionsattribute an die Dreiecke</div><br />


Anleitung zum erstellen einer Funktionalen Einheit:
===Geländeverlauf===
{{Button|Text=Funktionale Einheiten Anleitung|Link=Funktionale_Einheiten#Arbeitsschritte_f.C3.BCr_die_Erstellung_der_Funktionalen_Einheiten}}
Zur Anzeige des Geländeverlaufs wählen Sie bitte im Kontextmenü des Geländemodellobjektes die Funktion ''Geländeverlauf anzeigen nur Geländemodell'' oder den Button der Toolbox GeoCPM.
<div class="res-img">[[File:ICON_GeoCPM_Geländeverlauf_anzeigen_nur_Geländemodell.png|center]]</div>


===Automatische Berechnung des Volumens===
Klicken Sie nun mit dem Cursor auf den Anfangspunkt für den Geländeverlauf und danach auf den Endpunkt.
<div class="res-img">[[File:Flow_image041.png|800px|center]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image019.png|600px|center]]</div>  
<div class="center">Statisches vorgelagertes Kanalnetzvolumen und Bauwerksvolumen</div><br />
<div class="center"> Geländeverlauf mit Anfangspunkt und Endpunkt</div><br />  


*Statisches Volumen FE: Dieser Wert gibt das Volumen der Schächte und Haltungen die in eine Funktionalen Einheit zusammengefügt wurden summiert und ausgegeben.
Der Geländeverlauf wird als Funktion vom Abstand vom Anfangspunkt (x-Achse) und der zugehörigen Geländehöhe (y-Achse) angezeigt.
*Statisches, vorgelagertes Volumen: Zum anderen wird das vorgelagerte Kanalnetzvolumen als statische Volumen eingebunden, je nach festgelegten Wert in den Einstellungen der jeweiligen Schmutzfracht
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image018.png|600px|center]]</div>
<div class="center"> Geländeverlauf mit Anfangspunkt und Endpunkt im Lageplan</div><br />


===Zuweisung der Fläche zu den Funktionalen Einheiten===
==Bruchkanten==
Um die ordnungsgemäße Flächenzuweisung zu den jeweiligen Bauwerken zu gewährleisten wurde ein Automatismus geschaffen, welcher die Direkteinzugsgebiete und Gesamteinzugsgebiete der jeweiligen FE Einheiten berechnet. Im Projektbaum der jeweiligen Schmutzfracht das Kontextmenü öffnen und folgende Funktion '''Alle FEs: Direkteinzugsgebiet/Automatisch ermitteln''' ausführen.
Geländepunkte, die primär aus Laserscanbefliegungen stammen können keine senkrechten Strukturen transportieren, deshalb wurden hierfür die Bruchkanten eingefügt. Die Bruchkantenverwaltung finden Sie im Projektbaum direkt über den Geländemodellen.
Erstellen Sie eine neue Bruchkantenmenge „Hauptgebäude“.  


Für jede angeschlossene Fläche, welche sich im Einzugsgebereich einer Funktionalen Einheit befindet werden Attribute angelegt, welche eine Zuweisung der Fläche zu den FEs ermöglichen.
Sie können beliebig viele Bruchkantenmengen (z.B. Grenze, Hauptgebäude, Nebengebäude, Gehwege, Mauer, etc.) anlegen. Diese erhalten allerdings erst Gültigkeit, wenn die Menge einem Geländemodell zugewiesen wurde. Mehrfachzuweisungen sind möglich. Die Zuweisungsfunktion finden Sie im Kontextmenü des Geländemodellobjekts.


Folgende Attribute werden für jede Fläche angelegt:
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image004-4.png|600px|center]]</div>
*FE_Anteil=1.00
<div class="center"> Bruchkantenmenge verwalten im jeweiligen Geländedialog</div><br />
*FE_Name=RÜB01
Im Geländedialog können Sie nun die Bruchkantenmengen dem Geländemodell zuweisen.
*FE_Nummer=1


{{Hinweis-Box
|Text = <br> Diese Zuweisung sollte bei komplexen Abflusssituationen, wie Vermaschung etc. manuell angepasst werden. Eine Löschung dieser Attribute hat zur Folge, das die Fläche der Einzugsgebiete und der Anteil der undurchlässigen Fläche (Au-Wert) nicht mehr im Detail für jede FE in den Ergebnislisten ausgegeben werden kann! Daher ist eine Manuelle Anpassung und Zuweisung nur in Einzelfällen durchzuführen! }}


==Zentralbeckenvariante erstellen==
<p style="color: #B7117F">'''Wichtiger Hinweis:'''
<div class="res-img">[[File:ZB4.png|right|300px]]</div>
Bruchkanten werden im Übersichtsfenster nur dargestellt, wenn diese dem aktuell ausgewählten Geländemodell zugewiesen sind. Ansonsten sind diese nicht sichtbar.</p>


Nach der Berechnung des Gesamtvolumens kann die Zentralbeckenvariante erstellt werden. In den meisten Fällen ist es aber ratsam, zuerst den Ist-Zustand eingehend zu testen und zu plausibilisieren!
===Bruchkanten automatisch aus DXF-Grafik einlesen===


Die Erstellung einer Zentralbeckenvariante erfolgt im Kontextmenü (über rechtsklick) der jeweilige Schmutzfrachtvariante mit dem ausführen der Aktion Zentralbeckenvariante neu: Erstellen. Es wird eine neue Hydraulikvariante mit dem Namen der Schmutzfrachtvariante und dem Anhang _Z erstellt.  
Bruchkanten können automatisch aus Flurkarten, Straßenkarten, etc. im DXF-Format und SHAPE-Format eingelesen werden.
Der DXF Importdialog:
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image021.png|500px|center]]</div>
<div class="center"> DXF-Importdialog für Bruchkanten</div><br />


Nach dem DWA A102 sollen in der Zentralbeckenvariante alle Bauwerke mit Speichervolumen passiviert und an das Ende des Netzes, vor den Kläranlagenzulauf, das Zentralbecken platziert werden. Um einen rückstaufreien Abfluss zum Zentralbecken zu gewährleisten, werden die Profilhöhen des Kanalnetzes im Nachgang iterativ erhöht. Zudem werden Pumpwerke als ideale Pumpstationen gesetzt, welche den ankommenden Abfluss ohne Verluste oder Kennlinie weiterleiten. Das Passivieren von Bauwerken, das Setzen von idealen Pumpstationen sowie die Profilvergrößerung erfolgt über die Erstellung der Zentralbeckenvariante automatisch und über variantenabhängige Attribute. Das Zentralbecken selbst ist als Bilanzierungstool im Reiter des Moduls Flow abgebildet.
Wählen Sie hier die DXF Datei mit den Bruchkanteninformationen aus. Danach die Layer in denen die Informationen abgelegt sind. Mehrfachauswahl ist mit der STRG-Taste wiederum möglich. Der Fangradius bestimmt, wann zwei Endpunkte von verschiedenen Bruchkanten aufeinander einrasten.  


Die Attribute der Maßnahmen zum rückstaufreien Abfluss umfassen folgende Werte:
Der SHAPE Importdialog:
*Kontinuum_Z::Profilhöhe=1500
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image021-2.png|500px|center]]</div>
*Kontinuum_Z::Ignoriert=1
<div class="center"> DXF-Importdialog für Bruchkanten</div><br />


<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image022.png|600px|center]]</div>
<div class="center"> Ergebnis des Import der Bruchkanten Gebäude</div><br />


===Erstellen des Zentralbecken===
Wichtig ist auch die Angabe der Bruchkantenhöhe und des Typs. Der orthogonale Pfeil zeigt immer auf die höher liegende Seite der jeweiligen Linie.


Ab Version 15-Inn ist es nicht mehr erforderlich, eine fiktive Einheit für das Zentralbecken zu erstellen. Für das Zentralbecken ist eine feste Struktur eingeführt worden. Diese ergibt sich aus den Anforderungen aus dem DWA A102. Durch viele Freiheitsgrade auf Grundlage der Anforderungen aus dem DWA A 102 werden die Frachtausträge der Entlastungen beim Zentralbecken über einen Bilanzierungsansatz ermittelt. Hierbei wird der Austrag an den Ausläufen über die sich einstellende Entlastungsmenge während der Simulationszeit innerhalb des ausgewählten Messreihe bilanziert.
Die Bruchkante wird erst in das Modell vermascht - sobald eine neuerlichen Triangulierung ausgeführt wird. Deshalb ist  
auch nach der Bearbeitung von Bruchkanten eine erneute Triangulierung nötig.


<div class="res-img">[[File:ZB3.png|center|500px]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image024.png|600px|center]]</div>
<div class="center"> Vergleich bei erneuerter Triangulierung mit Bruchkanten</div><br />


Hierbei werden dem Zentralbecken wichtige Parameter aus den vorherigen Einstellungen übergeben. Dem Volumen des Zentralbeckens wird automatisch das Gesamtspeichervolumen aus dem Formblatt zugewiesen. Dies ersetzt die in früheren Programmversionen aufwendigen Feinjustierungen am Becken.
Um das Netzqualität gleichmäßig zu gestalten, muss im Vofeld (vor der Triangulation) die Bruchkante noch in gleichmäßige Abschnitte unterteilt werden. Dabei hängt die Länge der Unterteilung von der Punktdichte ab!
Ein Beispiel: Für ein pauschale Ausdünnung auf 1m² empfehlen wir eine Unterteilung der Bruchkante von 3-5m! Bei größeren Modellen sollte der Wert auch größer gewählt werden.


'''Umsetzung der Anforderung in FLOW'''
Bruchkanten, die nicht komplett innerhalb des Modellbereichs liegen, sollten gelöscht werden. Mittels Rechtsklick auf die Bruchkantenmenge kann die Markierungsvariante ausgewählt werden oder über den Button in der Bruchkanten Toolbox. Durch Aufziehen eines Polygons entlang der Modellgrenze können sämtliche Bruchkanten innerhalb des Geländemodells selektiert werden.
*Erzeugung einer festen Struktur als Durchlaufbecken im Nebenschluss mit vorgeschalteten Beckenüberlauf , auffindbar im Reiter Zentralbecken des Moduls FLOW
Um die benötigten Bruchkanten außerhalb des Modells zu wählen, „Markieren -* Komplement“ anklicken.Jetzt können die selektierten Bruchkanten gelöscht werden. Nach den getätigten Änderungen an der Bruchkantenstruktur muss wieder neu trianguliert werden.
*Übernahme des Mischwasserzuflusses als Zufluss zur biologischen Reinigungsstufe (QM), Parameter ist anpassbar.
*Fangteil des ZB mit zugeordnetem Gesamtspeichervolumen laut Formblatt und Anforderungen an den Klärüberlauf und Sedimentationswirkungsgrad, Parameter sind anpassbar.
*Berücksichtigung des Frachtaustrags am Ablauf der Kläranlage, umgesetzt nach Definition DWA A102-2 - Gl. 32
<br>


===Dimensionierung der Profilhöhen für die Zentralbeckenvariante===
===Beispiel: Bordstein als Bruchkante===
Im ersten Schritt muss ein geeigneter Starkregen des Kontinuums ausgewählt werden:
Bruchkanten können wie bereits erwähnt natürlich auch von Hand digitalisiert werden. In unserem Beispiel wird an einer abschüssigen Straße, deren Anwohner bereits mehrfach von Überflutungen betroffen waren, eine Borsteinkante modelliert. Dazu wird wieder eine neue Bruchkantenmenge erstellt. Siehe dazu [[Schritt-für-Schritt-Anleitung GeoCPM#Digitalisieren des Bruchkantenpolygons]].
Dies gelingt über die Einzelstatistik der Regenereignisse des Gebietsniederschlags. Das Regenereignis, welches für die Iteration verwendet wird, sollte ein möglichst kurzes und starkes Ereignis darstellen. Hier nicht unbedingt den stärksten Regen der Niederschlagsreihe auswählen. In diesem Fall wurde eine sehr kurze Dauerstufe mit 435 min und einer hohen Intensität von 354 l/sha gewählt.


<div class="res-img">[[File:Flow_image043.png|center|600px]]</div>
Im Dialog „Bruchkantenhöhe“ die Höhe in Meter vergeben. Im Falle eines Bordsteins beispielsweise 0.1 Meter.
<br>


<div class="res-img">[[File:Flow_image048.png|center|600px]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image021-3.png|500px|center]]</div>  
<br>
<div class="center"> Dialog Digitalisierung Bruchkante - mit Versatz</div><br />  
Die Iteration kann in der jeweiligen Hydraulikvariante des Zentralbeckens über das Kontextmenü mit '''Dimensionieren iteriert''' aufgerufen werden. Mit diesem Automatismus wird gerechnet und anschließend die erforderliche Profilhöhe übernommen. Mit diesem Ergebnis wird daraufhin erneut gerechnet und die erforderliche Profilhöhe übernommen… Dieser Schritt wird solange durchgeführt bis im berechneten Netz keine Profilvergrößerung mehr erforderlich ist!
Dieser Algorithmus ist fertig, wenn im Meldungsfenster keine weitere DYNA-Berechnung gestartet wird.


==Durchführen der Berechnung: Ist-Zustand und Zentralbeckenvariante==
Nach Bestätigung des Dialogs, kann die Bruchkante im Lageplan digitalisiert werden.


Bevor nun das Kontinuum für den Ist-Zustand und die Zentralbecken gerechnet wird empfiehlt sich erst einen einzelnen Regen zu rechnen um eventuelle Fehlermeldungen zu analysieren und manuelle Veränderungen am Netz durchzuführen. Dies gilt sowohl für die hydraulische Berechnung als auch für die Schmutzfrachtberechnung.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image023-2.png|800px|center]]</div>
Es empfiehlt sich eine schrittweise Erhöhung des Berechnungsregens.
<div class="center"> Dialog Bruchkantenhöhe</div><br />


<div class="res-img">[[File:Flow_image049.png|center|800px]]</div>
Die Bruchkantenhöhe wird immer rechts der erstellten Bruchkante gesetzt. Nach anlegen neuer Bruchkanten ist in den meisten Fällen auch eine Unterteilung der Bruchkante erforderlich (Empfehlenswert: Machen Sie eine Kopie vom Geländemodell - bevor Sie die Triangulation durchführen).
Mit der erneuten Triangulation wird die Bruchkante in das Modell übernommen, danach wie gewohnt wieder die strukturbasierte Ausdünnung vornehmen. Diese Ausdünnung betrifft immer alle mit dem Geländemodell verbundenen Bruchkantenmengen.


==Ausdünnen==
Bei der Ermittlung der Geländepunkte werden nicht die markanten Punkte aufgenommen sondern Punkte in einem verfahrensabhängigen Muster. Nicht alle diese Punkte werden für eine detaillierte Berechnung des Oberflächenabflusses benötigt. Deshalb ist in GeoCPM eine Vielzahl an Ausdünnungsalgorithmen integriert. Hierzu wurden bereits ein umfangreiches Webinare gehalten, welches eine gute Übersicht über die Thematik bietet: [[Optimierung_durch_Ausdünnung#Genauigkeit_von_Gel.C3.A4ndemodellen_-_Webinar_vom_03.05.2022|Genauigkeit von Geländemodellen & Tipps für die Modellierung]]


*Kontrolle der Funktionsfähigkeit des Rechenmodells
Der Aufruf der Ausdünnungsdialog über die Toolbox oder das Kontextmenü im Projektbaum:
*Übernahme von Durchflusskurven für alle relevanten Bauwerke
*Kontrolle der Ergebnislisten und Darstellung der Sonderbauwerke
*Erste Tendenzen für Probleme in der Schmutzfracht sichtbar (schlechtes  Mischungsverhältnis, etc…)
*Sparsamer Umgang mit der Rechenzeit
*Frühzeitig die Möglichkeit nachzumodellieren


<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image013.png|300px|center]]</div>
<div class="center"> Konfigurationsdialog Ausdünnung</div><br />


Wenn die Hydraulikvarianten für den IST-Zustand und die Zentralbeckenvariante über die Hydraulik berechnet wurden, kann die Schmutzfrachtberechnung ausgeführt werden! Die Schmutzfracht selbst wird über das Kontextmenü gestartet: '''Ausführen Flow/Ist-Zustand''' und '''Ausführen Flow/Zentralbecken'''
Im Beispiel wird der effektivste Ausdünnungsalgorithmus gewählt: '''Dreiecksbasierte Ausdünnung'''. Das Resultat sieht folgendermaßen aus.


{{Hinweis-Box
<div class="res-img">[[File:GeoCPM image026.png|800px|center]]</div>
|Text = <br> Für eine kürzere Berechnungszeit wurde hier statt den üblichen 52 Jahren nur 13 Jahre von 2000 bis 2012 berechnet! <br> Diese Zeitreihe finden Sie auch in den Grundlagen des Projektes!}}
<div class="center"> Konfigurationsdialog Ausdünnung</div><br />  


{{Hinweis-Box
Wie bereits unter der Abbildung Zuweisen der Partitionsattribute an die Dreiecke geschildert, müssen nach erfolgten Strukturarbeiten, die Parameter für das Geländemodell wieder an die Dreiecke übertragen werden - dies erfolgt über die OBOs.
|Text = <br> Bei der Schmutzfracht werden sehr große Datenmengen gespeichert. Um die Datenmenge und die Performance sinnvoll zu optimieren, empfehlen wir, möglichst alle speziellen Kurven zu deaktivieren, wie zum Beispiel Geschwindigkeiten und Schleppspannungen. <br> Für größere Berechnungen hat es sich außerdem bewährt, die entsprechenden Ordner inklusive der KPP-Dateien über Windows komprimieren zu lassen.
Diese Option finden Sie in den Ordneroptionen unter „Erweitert“.
}}


=Ergebnisse der Schmutzfrachtberechnung=
An dieser Stelle ist das bearbeitete Modell rechnungsfähig.
Die Ergebnisse der Schmutzfracht können an verschiedenen Stellen eingesehen und ausgegeben werden:


*'''Im Schmutzfrachtdialog - Reiter "Ergebnisse A102"''':
=Berechnungseinstellungen=
* Bilanzwerte Stoffaustrag - Abfluss & Frachten
Sie finden den Dialog für die Berechnungskonfiguration im Kontextmenü des Geländemodellobjekts unter Berechnung und Konfiguration (Berechnung) oder in der Toolbox GeoCPM.
* Gegenüberstellung Frachtkennwerte Zentralbecken & Reales System
* Bauwerks- und Entlastungskennwerte


<div class="res-img">[[File:Flow_A102_20.png|800px|center]]</div></br>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image031.png|500px|center]]</div>  
Erreichbar im Dialog der jeweiligen Schmutzfracht über Doppelklick -> Reiter Ergebnisse Flow
<div class="center"> Bereclnungskonfiguration aufrufen</div><br />  


* Start und Endzeitpunkt für die Berechnung festlegen. Berechnungsdauer = Endzeitpunkt-Anfangszeitpunkt, hier 30 min.
* Festlegen aufzuzeichnender Daten: Wichtig für spätere Auswertungen.
* Festlegen von Versickerungsdaten und Randbedingungen. Hat ein Dreieck einen Wert für die Endversickerung gesetzt greift diese während des gesamten Berechnungsverlaufes, Anfangsversickerung und Rückgangskonstante greifen nur wenn in den Berechnungseinstellungen „verwende detaillierten Versickerungsansatz“ gewählt ist. Soll ohne Versickerung gerechnet werden sind Anfangs.- und Endversickerung auf 0 zu setzen.
* Koppelungsparameter mit DYNA. In diesem Schritt noch nicht relevant
* Niederschlag für Oberflächenberegnung


*'''Ergebnislisten''':
**Grundlagen
**Gebietskenngrößen
**Entlastungsbauwerke
**Zulauf- Entlastungsvolumen
**Frachten und Konzentrationen
**Jahresgrößen
**Bauwerksbezogene Entlastungen


<div class="res-img">[[File:Flow_image058.png|center|300px]]</div>
Eine detaillierte Beschreibung aller Einstellungsmöglichkeiten finden Sie im ++SYSTEMS Handbuch.
Erreichbar über das Kontextmenü der jeweiligen Schmutzfracht (RK Schmutzfracht -> Ergebnisliste ausgeben)


*'''Anzeigen Flow''':
==Berechnung starten - nur GeoCPM==
Rechtsklick auf Geländemodell – Berechnung – Berechnung starten. Es wird im Projektordner ein Unterordner mit Namen des Geländemodells angelegt. Darin wird die GeoCPM.ein geschrieben und der Rechenkern GeoCPM.exe gestartet. Im Meldungsfenster und in einem Konsolenfenster werden der Status der Berechnung sowie eventuell auftretende Fehler und Warnungen ausgegeben.


**Ausläufe (ohne FE)
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image032.png|500px|center]]</div>
***Zentralbecken
<div class="center"> Berechnungsstatus im Meldungsfenster</div><br />
***Ist-Zustand


**Bauwerke (ohne FE)
==Berechnungsende==
***Zentralbecken
Nach Berechnungsende werden die Ergebnisse für maximale Wasserspiegel auf den Dreiecken von ++SYSTEMS eingelesen und können visualisiert werden. In den Dreieckseigenschaften befindet sich nun der relative Wasserstand im Schwerpunkt sowie der absolute Wasserstand über NN. Im Berechnungsverzeichnis werden die Detailergebnisse in unterschiedlichen Dateien abgelegt. Es öffnet sich automatisch nach jeder Berechnung ein Grid für die Bilanzierung der Gesamtmengen für Dyna und GeoCPM.
***Ist-Zustand
***Ist-Zustand (Markierte)
***Ist-Zustand (Markierte) CSV Export


<div class="res-img">[[File:ZB9.png|center|600px]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image033.png|600px|center]]</div>  
Erreichbar über das Kontextmenü der jeweiligen Schmutzfracht (RK Schmutzfrach -> Anzeigen Flow)
<div class="center"> Beispiel einer GeoCPMInfo.aus Datei</div><br />  


==Gesamtergebnisse im Schmutzfrachtdialog - Ergebnisse A102==
GeoCPMMax.aus beinhaltet die Dreiecksnummer mit seinem max. Wasserspiegel. In weiteren Dateien werden Ganglinien zu Füllstand, Durchfluss und Geschwindigkeit, je nach Berechnungseinstellungen, gespeichert.


Für die Ergebnisdarstellung der Schmutzfrachtberechnung wird auf das Anwendungsbeispiel verwiesen:
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image034.png|400px|center]]</div>
<div class="center"> Wasserstand auf Dreieck</div><br />


<div class="res-img">[[File:Flow_A102_19.png|300px|center]]</div></br>
==GeoCPM Berechnung mit Dyna - bidirektionale Koppelung==
Die Verknüpfung des Geländemodells mit dem Kanalsystem erfolgt auf zwei Ebenen: der Verknüpfung von einzelnen Oberflächenelementen und Kanalnetzelemente und der allgemeinen Verknüpfung eines Geländemodells mit einer Hydraulikvariante.
===Automatische Verknüpfung der Elemente===
Rufen Sie wie in <div class="res-img">[[Schritt-für-Schritt-Anleitung GeoCPM#Berechnungskonfiguration]]</div> beschrieben den Berechnungskonfigurationsdialog des Geländemodells auf.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image040.png|400px|center]]</div>  
<div class="center"> Schachtverknüpfung in Berechnungskonfiguration</div><br />  


In diesem Zusatz wird eine Schmutzfrachtberechnung nach dem neuen Regelwerk A102 durchgeführt und bewertet.
Hier kann die Schachtverknüpfung ausgeschaltet werden (ohne Schachtverknüpfung) oder einer von 3 Automatismen (Einzeldreieck, Dreiecksfläche (m21, Abschnittsverteilt) verwendet werden.
Für eine schnelle Übersichtlichkeit der Berechnungsergebnisse haben wir uns an die Tabellen und Strukturen dieses Beispielprojektes gehalten.
Die Berechnungsformel für das Auslauf- bzw. Einlaufvermögen der Kanalelemente (z.B. Schacht, Regeneinlauf, etc.) wird unter Berechnung Q ... angegeben.
Hierzu wurde in dem Dialog der Schmutzfracht ein eigener Reiter "Ergebnisse A102" angelegt, welcher die unterschiedlichen Tabellen auf einen Blick verfügbar macht.


Hier finden Sie folgende grundlegende Ergebnisse:
===Manuelle Verknüpfung von Elementen===
Die Aktion Schacht mit Oberfläche verknüpfen ist im Geländemodellkontextmenü unter Schächte, Quellen und Bruchkanten zu finden, oder mit der Toolbox Dreiecke.
<div class="res-img">[[File:ICON_GeoCPM_Knoten_und_Oberfläche_verknüpfen.png|center]]</div>


* Bilanzwerte Stoffaustrag - Abfluss & Frachten: Hier wird für den Ist-Zustand eine Bilanz der Regenwasserabflüsse von den Flächen erstellt - sowie der Stoffabtrag bilanziert.
Klicken Sie hier zuerst den Schacht an, den Sie manuell mit den Oberflächenelementen verknüpfen möchten. Anschließend klicken Sie die Oberflächenelemente hinzu. Die Verknüpfung wird als blaue Linie zwischen Oberflächenelement und Schacht dargestellt.
<div class="res-img">[[File:Flow_image073.png|500px|center]]</div></br>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image041.png|500px|center]]</div>  
<div class="center"> manuelle Verknüpfung Schacht mit Oberfläche</div><br />


* Gegenüberstellung Frachtkennwerte Zentralbecken & Reales System: Liefert eine schnelle Übersicht über die Entlastungswerte für das Gesamtsystem sowohl im Ist-Zustand, sowie im Zentralbecken. Hier sollte das Zentralbecken im Vergleich zum Ist-Zustand keinen geringeren Frachtaustrag (insgesamt) aufweisen!
===Geländemodell und Hydraulikvariante===
Bevor die Berechnung gestartet werden kann muss noch die Zuweisung zwischen Oberflächenmodell und Kanalnetzmodell (Hydraulikvariante) angegeben werden. Diese ist in der Hydraulikvariante untergebracht. Öffnen Sie im Projektbaum unter Auswertungen -‚ Hydraulische Berechnung -‚ Kanalnetzberechnung -‚ Hydraulikvarianten das Kontextmenü der Hydraulikvariante, die Sie mit einem Geländemodell verknüpfen möchten. Im Hydraulikdialog wechseln Sie bitte in den Reiter Transport. Unter GeoCPM können Sie das Geländemodell zuweisen.


<div class="res-img">[[File:Flow_image074.png|500px|center]]</div></br>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image042.png|600px|center]]</div>  
<div class="center"> Transportreiter in Hydraulikvariante</div><br />


* Bauwerks- und Entlastungskennwerte: Hier werden die Ergebnisse der einzelnen Sonderbauwerke/Funktionalen Einheiten dargestellt. Im Fokus stehen hier die Werte für den Parameter AFS63. <p style="color: #b50d7c ">
==Berechnung des Oberflächenabflusses==
Nach der Verknüpfung des Geländemodells und der Kanalnetzberechnung wird die Berechnung wie eine gewöhnliche Kanalnetzberechnung gestartet. Über Rechtsklick auf die jeweilige Hydraulikvariante im Projektbaum und Berechnung ausführen.
Alle weiteren Schritte der Berechnung werden vom System automatisch durchgeführt.


=Ergebnisdarstellung=
Die Darstellung der Berechnungsergebnisse hängt von der gewählten Farbkonfiguration ab. Für die farbliche Darstellung der Geschwindigkeitspfeile greift die gleiche GeoCPM Farbkonfiguration.
Wird hier nach Wasserstand eingefärbt greift diese Farbzuweisung an numerische Werte nun auch für die Geschwindigkeit in m/s
Die Einfärbung nach maximalem Wasserspiegel stellt einen Zustand dar der so nicht auftritt da die Maximalwerte zu verschiedenen Zeitpunkten auftreten.(Projektbaum:Ansicht:Farbkonfigurationen]. Hier besteht die Möglichkeit der Einfärbung nach dem Wasserstand über den Reiter GeoCPM zu steuern.


{{Hinweis-Box
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image036.png|600px|center]]</div>
|Text = Das Mischverhältnis bezieht sich aber auch weiterhin auf den Parameter CSB!  }}
<div class="center"> Farbkonfiguration im Reiter GeoCPM</div><br />
Das Ergebnis der Einfärbung kann dann im Betrachtungsfenster kontrolliert werden. Wichtig hierfür ist, das in dem Gelänemodell auch der Hacken bei Einfärbung gesetzt ist.


<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image038-1.png|600px|center]]</div>
<div class="center"> Ergebnis direkte Beregnung nach Einfärbung</div><br />


<div class="res-img">[[File:Flow_image075.png|500px|center]]</div></br>
Im Einstellungsdialog des Geländemodelles unter Anzeige erweitert können die Geschwindigkeitspfeile konfiguriert werden.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image037.png|300px|center]]</div>  
<div class="center"> Dialog zum darstellen von Geschwindigkeitspfielen</div><br />
Die Pfeile beziehen sich daraufhin auf die selben Farbkonfiguration und die darin festgelgte Schritteweise des GeoCPM Wasserstandes.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image038.png|600px|center]]</div>
<div class="center"> Ergebnisdarstellung mit Geschwindigkeiten</div><br />


==Ergebnislisten==
===Zeitlicher Verlauf und Momentaufnahme===
Standardmäßig stehen nach einer GeoCPM Berechnung nur die maximalen Wasserspiegel in ++SYSTEMS zur Verfügung.
Über Berechnungsergebnisse anzeigen – Zeige Momentaufnahmen bzw. Lade Geschwindigkeiten werden diese Ergebnisdaten in ++SYSTEMS nachgeladen. Sind bei dieser Aktion Dreiecke markiert werden nur die Daten zu den markierten Dreiecken eingelesen. Nach einer Berechnung sind die gekoppelten Dreiecke markiert, also vor dieser Aktion alle Dreiecke demarkieren wenn die Daten für alle Dreiecke geladen werden sollen. Einmal geladen werden diese Daten persistent in ++SYSTEMS gespeichert und können mit „Momentaufnahmen und Geschwindigkeiten aus Projekt entfernen“ wieder entfernt werden, will man für die Darstellung wieder die Maximalwerte „Berechnungsergebnisse einlesen.“


*Ergebnislisten
**Grundlagen
**Gebietskenngrößen
**Entlastungsbauwerke
**Zulauf- Entlastungsvolumen
**Frachten und Konzentrationen
**Jahresgrößen
**Bauwerksbezogene Entlastungen


Die Ergebnislisten geben einen detaillierten Überblick über die Ergebnisse der Schmutzfrachtberechnung mit Funktionalen Einheiten.
<div class="res-img">[[File:ICON_GeoCPM_Momentaufnahme.png|center]]</div>
Über das Kontextemenü der jeweiligen Schmutzfracht wird die Ausgabe der Listen gesteuert:
<div class="center"> Detailergebnisse laden</div><br />


<div class="res-img">[[File:Flow_image055.png|center|300px]]</div>
Zeige Momentaufnahmen lädt für jedes Dreieck den Verlauf des Wasserstandes über den Simulationszeitraum. Damit ist es jetzt möglich die Wasserspiegel zu jedem Zeitpunkt darzustellen. Vor dem Laden den Bildschirmausschnitt auf den gewünschten Bereich zoomen da der folgende Steuerungsdialog modal ist und keine anderen Aktionen möglich sind.
<div class="center">Dialog zum auswählen der Ergebnisse, welche als Dokument dargestellt werden sollen</div><br />
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image045.png|500px|center]]</div>  
<div class="center"> Zeige Momentaufnahmen</div><br />  
Hier lässt sich die Darstellung für den gewünschten Simulationszeitpunkt einstellen.


Hier können Sie Auswählen welche Ergebnisse Sie ausgeben lassen wollen. Daraufhin öffnet sich das erstellte Dokument in ++System, welches Sie daraufhin als PDF-Datei drucken oder speichern können. Die  Ergebnisse richten sich nach den ausgewählten Kategorien und zeigen entweder die Gesamtmengen oder detaillierte Ergebnisse der einzelnen Regenereignisse.
===Video erstellen===
Im Dialog der Momentaufnahme kann über den Zeitraum auch ein Video erstellt werden um die Abflussvorgänge darzustellen.
Über Video kann der Ablauf der Simulation aufgezeichnet werden.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image039.png|250px|center]]</div>
<div class="center"> Dialog Video erstellen</div><br />
Es können sowohl die Zeitschritte als auch das Format (MPG oder AVI) ausgewählt werden.
Das Video wird mit Screenshots im jeweiligen Projektpfad mit einem Ordner ''video'' gespeichert.


Hier ein Beispiel für eine Ergebnisliste der Zulauf- und Entlastungsvolumina der Funktionalen Einheiten.
<div class="res-img">[[File:Video_Flurstraße.mp4|600px|center]]</div>
<div class="center"> Ergebnis Video mit Zeitschritt 1 Minute</div><br />


===Kurvenverläufe===
Die Funktionen zur Darstellung der hydraulischen Ergebnisse finden Sie im Kontextmenü des Geländemodells unter Berechnungsergebnisse anzeigen oder über die Toolbox Ergebnisse.


<pdf width="800" height="800" center>File:Weinberg_Flow_Zulauf-und Entlastungsvolumina.pdf</pdf>
*Durchflusskurven <div class="res-img">[[File:ICON_GeoCPM_Durschflusskurven.png|center]]</div>
*Geschwindigkeitskurven <div class="res-img">[[File:ICON_GeoCPM_Geschwindigkeitskurven.png|center]]</div>
*Höhenstandskurven <div class="res-img">[[File:ICON_GeoCPM_Höhenstandskurven.png|center]]</div>
*Volumen markierter Dreiecke <div class="res-img">[[File:ICON_GeoCPM_Volumen_markierte_Dreiecke.png|center]]</div>  


<!--Eine detaillierte Auflistung der Ergebnislisten und die einzelnen Werte finden Sie unter folgendem Link:
Wählen Sie die Art der Hydraulikkurve, die Sie darstellen möchten.
[[Flow-Ergebnislisten]]-->
ACHTUNG: es sind nur Hydraulikkurven vorhanden, die Sie zuvor in der Berechnungskonfiguration zur Aufzeichnung angegeben haben.
Klicken Sie auf ein beliebiges Element um die Kurve dargestellt zu bekommen.


Eine detaillierte Auflistung der Ergebnislisten und die einzelnen Werte finden Sie unter folgendem Link:
Über den Bereich, wo der Durchfluss angezeigt werden solll, wird eine Linie mit Anfangs- und Endknoten gezogen.
[[Flow-Ergebnislisten]]
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image043-1.png|500px|center]]</div>
==Anzeige Flow==
<div class="center"> Wasserstandskurve von Element 62709</div><br />
*Anzeigen Flow
**Hydraulikvariante Kontinuum (Ausläufe)
***Zentralbeckenvariante
***Ist-Zustand
**Hydraulikvariante Kontinuum (Bauwerke)
***Zentralbecken
***Ist-Zustand (Markierte)
***Ist-Zustand (Markierte) CSV Export


Diese Ergebnisausgabe entspricht der bekannten Ausgabe aus früheren Versionen. Beim Anzeigen der Ergebnisse für Ausläufe oder Bauwerke werden jeweils zwei Tabellen mit den Ergebnissen der Bauwerke oder der Ausläufe gezeigt. In der ersten Tabelle wird immer eine Zusammenfassung aller Werte über den gesamten Zeitraum ausgegeben. In der zweiten Tabelle wird für jedes Bauwerk/jeden Auslauf das Ergebnis der Berechnung für jeden einzelnen Regen ausgegeben. Die Werte beziehen sich hier auf die einzelnen Sonderbauwerke ohne die Bilanzierung der Funktionalen Einheiten.  
Der Algorithmus geht hier den kürzesten Weg von Anfang- und Ende und summiert alle Abflusskurven der jeweiligen Dreieckskanten auf.


<div class="res-img">[[File:Flow_image060.png|center|600px]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image043.png|500px|center]]</div>
<div class="center"> Ergebnis für die Durchflusskurve 62709</div><br />
</div>


Wie bereits erwähnt, können die tabellarischen Ergebnislisten auch für die einzelnen Regenereignisse ausgegeben werden, dies erhöht natürlich die Ergebniszusammenführung und kann individuell angepasst werden. Diese Einstellung sollte vor dem Berechnungstart der Schmutzfracht geprüft werden.  
=Erweiterte Einstellungsmöglichkeiten=
==Quellen und Senken==
Im Allgemeinen dienen in einer GeoCPM Berechnung, aus Sicht des Geländemodells, die Kanalschächte, Regeneinläufe und Ähnliches als Wasserzufuhr (Quellen) bzw. als Wasserauslauf (Senken). Die Mengen ergeben sich bei diesen Elementen aus der Berechnung.
Zusätzlich haben Sie aber auch die Möglichkeit selbst Quellen und Senken zu definieren und mit einer Ganglinie zu versehen. Diese hängt dann nicht mehr von den Berechnungsergebnissen ab und kann individuell konfiguriert werden.
===Konfigurationsdialog Quellen / Senken===
Bei der Konfiguration ist zu beachten, dass eine Zu- bzw. Abflusskurve angegeben wird. Die Kurven können in ++SYSTEMS unter Zeitreihen-> Kennlinien -> Kurven angelegt werden.


<div class="res-img">[[File:Flow_image057.png|center|600px]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image027.png|400px|center]]</div>
<div class="center"> Definition der Kennlinie einer Senke, in diesem Fall eine Tiefgarage</div><br />  


In der zweiten Tabelle (einzelne Regenereignisse) besteht die Möglichkeit, die Fracht- und Konzentrationsverläufe für die aufgelisteten Bauwerke/Ausläufe für jeden Regen im Detail zu sortieren und anzuschauen. Zuerst wurde in der Spalte Fracht-CSB aufsteigend sortiert und mit Doppelklick das dazugehörige Diagramm für den zeitlichen Verlauf der CSB-Fracht geöffnet.
Im Beispiel wird eine Tiefgarage im Modellgebiet als Senke mit begrenzter Wasseraufnahme definiert.
Unter Punktfolge kann die Wasseraufnahme im zeitlichen Verlauf definiert werden: X definiert den Zeitpunkt in Sekunden, Y die Aufnahme in Liter pro Sekunde. Im Beispiel würden ab Sekunde 120, 30 Liter pro Sekunde von der Senke aufgenommen. Von Sekunde 180 bis 240 sind wären es 20 Liter pro Sekunde. Ab Sekunde 240 wird kein Wasser mehr aufgenommen. Werden die Y Werte negative definiert (wie im Beispiel) wird eine Senke modelliert. Im Falle von positiven Werten kann eine Quelle erstellt werden.


<div class="res-img">[[File:Flow_image061.png|center|600px]]</div>
===Setzen einer Quelle / Senke===
Eine Quelle wird über das Kontextmenü des Projektbaums wie folgt gesetzt.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image028.png|800px|center]]</div>
<div class="center"> Setzen einer Quelle/Senke</div><br />  


Dasselbe wurde bei der Konzentration ausgeführt. Auch hier mit Doppelklick auf einen der Werte und es öffnet sich das Diagramm mit dem zeitlichen Verlauf der Konzentration für das jeweilige Regenereignis.
Beim setzen der Quelle öffnet sich daraufhin der Dialog für Quellen/Senken. Hier können Name, Lage und die Zuflüsse/Abflüsse angegeben werden. Die Abflüsse entsprechen den voher angelegten Kurven.


<div class="res-img">[[File:Flow_image062.png|center|600px]]</div>
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image029.png|300px|center]]</div>
</div>
<div class="center"> Setzen einer Quelle/Senke</div><br />
Im Beispiel besitzt die Tiefgarage eine Aufnahemkapazität von 4000m³. Quellen und Senken werden als grünes Dreieck im Geländemodell dargestellt.
<div class="res-img">[[File:GeoCPM_image030.png|300px|center]]</div>  
<div class="center"> Darstellung Quelle/Senke im Geländemodell</div><br />

Version vom 24. Oktober 2023, 15:30 Uhr

SEITE WIRD BEARBEITET!

Diese Seite wird noch bearbeitet - daher können die Darstellungen und Erklärungen noch unvollständig sein!
Der Aufbau dieser Seite ist noch in Bearbeitung!

Ausgangssituation

Das GeoCPM „Schritt-für-Schritt“ Dokument beschreibt die wichtigsten Funktionen und Vorgehensweisen, welche für eine erfolgreiche Berarbeitung von Projekten mit GeoCPM erforderlich sind. Das Beispielprojekt basiert auf einem fiktiven Fall aus dem Projektgebiet Flurstraße.

Bei der Schulung wird davon ausgegangen, dass die Teilnehmer über ausreichend Erfahrung mit dem Programmsystem ++SYSTEMS verfügen. Ansonsten wird hier auf die Schritt-für-Schritt-Anleitung Hydraulikverwiesen, um die nötigen Vorkenntnisse zu erlangen. Dieses Projekt baut auf das vorherige Projekt Flurstraße auf.

Die Ausgangssituation für das Schulungsprojekt kann jederzeit bei uns angefragt werden, hierzu einfach eine Mail oder einen Anruf an unseren Support.


Die Ausgangssituation ist ein rechenbares Kanalnetz aus dem Projektgebiet Flurstraße

Aktivieren des GeoCPM Moduls in den Projekteinstellungen

Um das Modul GeoCPM nutzen zu können, muss es zuerst in den ++Systems-Einstellungen das Modul hinzugeschalten werden. Dies kann zum einen über die Menüleiste oder dem Projektbaum erfolgen!

Projekteinstellungen: Aktivieren des Moduls GeoCPM

GeoCPM Toolboxen

Für eine einfache und schnelle Bearbeitung der Projekte mit GeoCPM stehen Toolboxen für die einzelnen Funktionen zur Verfügung. Die Toolboxen können über den Menüleiste Ansicht hinzugefügt werden. Dabei besteht für Sie die Möglichkeit diese Toolboxen individuell an das Interface anzupassen, um eine schnelle und komfortable Projektbearbeitung zu gewährleisten. Jede Funktion kann auch über das Kontextmenü im Projektbaum aufgerufen werden.

Alle Toolboxen von GeoCPM

Es besteht zudem die Möglichkeit die Toolboxen individuell anzupassen. Hierfür über die Menüleiste Ansicht die Konfiguration Toolboxen aufrufen.

Möglichkeit zur individuellen Konfiguration der Toolboxen

Anlegen eines neuen GeoCPM-Geländemodells

Um ein neues GeoCPM Geländemodell anzulegen, im Kontextmenü (rechte Maustaste auf Ordner Geländemodell im Projektbaum) auf Neu GeoCPM (ACHTUNG: auch die bereits aus KANAL++ bekannten Geländemodelle sind noch verfügbar). Zum Umbenennen einfach auf das neu erschienene Geländemodellobjekt (Surface_x) klicken, den Namen eingeben und mit ENTER bestätigen. Oder die Einstellungsoptionen über Doppelklick auf den Namen des jeweiligen Geländemodells aufrufen und einen gewünschten Namen übergeben.

Dialog zu den Allgemeinen Einstellung des neu angelegten Geländemodells

Einlesen und Auswählen der digitale vermessenen Höhenpunkte

Einlesen und Auswählen der digital vermessenen Höhenpunkte Die Höhenpunkte liegen sowohl als ASCII Datei mit Rechtswert, Hochwert, Höhe und Kategorie vor, als auch im SHAPE-Format.

Anlegen eines neuen P-Import-Export-Formates

Formatbeschreibung

Die Formatbeschreibungen für die Punkte sind unter Auswertungen und Punkte zu finden. Aufruf des Kontextmenüs auf Punkte und Auswahl der Funktion Neu… Geben Sie nun, wie bei den Import/Export-Formaten üblich, die Beschreibung der Eingabedatei an.

Aufruf des Dialogs zur Formatbeschreibung für Geländepunkte

Wählen Sie als erstes die ASCII Datei mit den Laserscandaten aus. Erstellen sie die Zuordnung Feldnamen zu Spaltenbreite und geben Sie den Namen des Import-Formates an. Bestätigen Sie mit OK.

Einlesen der Punkte

Geländepunkte werden immer in das gerade aktive Geländemodell eingelesen. Rufen Sie das Kontextmenü auf dem soeben angelegten Import-Export-Format auf. Die Aktion wird durch Import gestartet. Im Importdialog muss die richtige ASCII Datei ausgewählt werden und die Identifizierung angegeben werden. Beim Import kann bereits die Einschränkung auf einen rechteckigen Bereich erfolgen. Dazu die jeweiligen Grenzkoordinaten eingeben. Die Punkte können über die Angabe eines Offsets verschoben werden. Beispielsweise könnte der Meridianstreifen hinzugefügt bzw. entfernt werden.

Importieren der Geländepunkte

Das Ergebnis wird wie folgt dargestellt:

Import von Geländepunkten mit Fläche 1 km² und der zugehörigen Meldung über den erfolgreichen Import

Darstellung der Punkte ändern

Die Punktdarstellung und Farbgebung wird im Eigenschaftendialog des GeoCPM-Geländemodells konfiguriert. Der Eigenschaftendialog wird durch einen Doppelklick auf das GeoCPM-Geländemodell aufgerufen.

Eigenschaftsdialog des CeoCPM-Celändemodells

Punkte werden in der gleichen Farbe wie die Triangulierungsdreiecke dargestellt. Farbänderung durch Klick auf den Farbbutton. Die Punktanzeige kann durch "Punkte zeigen" aktiviert bzw. deaktiviert werden. Weitere Anzeigeeinstellungen betreffen die Triangulierungsdreiecke, Höhenlinien, Farbverläufe und Ergebnisse. Weitere Optionen unter der Schaltfläche.



Nach dem Einlesen der Punkte wird nicht automatisch trianguliert, es gibt daher noch keine Dreiecke.

Zuschneiden des Untersuchungsgebietes

Das Digitale Geländemodell liegt in der Regel in 1x1 km² oder noch größeren Gebieten vor. Nicht alle hiervon überdeckten Bereiche müssen bzw. können hier untersucht werden. Deshalb besteht in GeoCPM die Möglichkeit einen Punktebereich auszuschneiden.

Wichtiger Hinweis: Alle entfernten Punkte werden aus dem Projekt gelöscht, können aber bei Bedarf nachträglich wieder importiert werden.

Funktion - Punkte auswählen im Polygon

Ziehen Sie das Polygon entlang des Bereiches den Sie untersuchen möchten auf. Das Polygon wird durch einen Doppelklick bzw. durch die Enter-Taste automatisch geschlossen. Punkte außerhalb des Polygons werden unwiderruflich gelöscht. Bei Abschluss der Aktion mit gedrückter Strg-Taste werden die Punkte innerhalb des Polygons unwiderruflich gelöscht.

Triangulieren

Bisher besteht das Geländemodell nur aus einzelnen Punkten. Eine flächendeckende Aussage ist damit noch nicht möglich. Hierfür werden Oberflächenelemente benötigt, die alle Bereiche des Untersuchungsgebietes abdecken, dafür werden Dreiecke verwendet. Die Erzeugung dieser Dreiecke aus der Punktmenge erfolgt automatisch durch die so genannte Triangulierung. Die Funktion Triangulierung kann über verschiedenen Stellen im Programm aufgerufen werden (Kontextmenü, Buttons, in den Einstellung des Geländemodells). Der einfachste Weg ist über den Button Triangulieren im Geländemodelldialog oder das ausführen der Funktion Triangulieren.

Ausführen der Triangulation

Wichtiger Hinweis: Vor jeder Triangulierung ist es sinnvoll das Geländemodell zu kopieren! Durch die Triangulation werden neue Strukutren angelegt, welche im nachhinein nur mit sehr viel Aufwand rückgängig gemacht werden können! Durch die vorher erstellte Kopie, kann jederzeit auf den Arbeitsschritt vorher zurückgegriffen werden! Diese Sicherung sollte vor jeder weiteren Triangulierung durchgeführt we

Ergebnis der Triangulation

Definierte Modellgrenzen - Strukturelle Randbruchkante

An den Randbereichen des Untersuchungsgebietes können Dreiecke entstehen, deren geometrisches Verhältnis zwischen Länge und Höhe extreme Werte und Strukturen aufweisen, sowie die Punkte in nichtrealistischer Weise verbinden.

Dreiecke mit ungünstiger Geometrie

Dies kann durch Erstellen einer strukturellen Außengrenze mittels Bruchkante verhindert werden.

Neue Bruchkantenmenge - Grenze

Anlegen eine neuen Bruchkantenmenge über das Kontextmenü (Rechtsklick auf den Projektpfad Bruchkanten) neue Bruchkantenmenge und einen prägenden Namen vergeben.

Bruchkantenmenge mit Geländemodell verknüpfen

Dem Geländemodell diese Bruchkantenmenge, vor dem anlegen der Bruchkanten selbst, zuweisen - erst dann ist das Ergebnis im jeweiligen Modell sichtbar. Aus diesem Geländemodell werden beim Digitalisieren die Höhen übernommen. Die Zuweisung erfolgt ganz einfach über den Geländemodelldialog:

Einfache Zuweisung durch Auswahl der Bruchkantenmenge im Geländemodelldailog

Digitalisieren des Bruchkantenpolygons

Die Bruchkanten können manuell digitalisiert werden. Hierfür einfach in den Toolboxen die Funktion Bruckanten Digitalisierung nutzen und händisch die Projektgrenze abstecken. Der Startpunkt und alle Zwischenpunkte der Randbruchkante müssen innerhalb des Geländemodells liegen. Nach Setzen des Startpunkts öffnet sich der Einstellungsdialog.

Startdialog neue Bruchkante

Für strukturelle Bruchkanten die Bruchkantenhöhe 0 eingeben, für alle Teilstücke verwenden. An den Bruchkantenpunkten wird die absolute Höhe im Gelände beschriftet, in der Mitte die relative Höhe der Bruchkante. Der Bruchkantenpfeil zeigt auf die höhere Seite. Beim Digitalisieren einer Bruchkante liegt die höhere Seite in Digitalisierungsrichtung rechts. Bei einer strukturellen Bruchkante, 0 Höhe, ist dies nicht relevant. Den Polygonzug entlang den Rändern innerhalb des Geländemodells fortführen und wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren (Fang). Danach mit der Enter-Taste abschließen.

Wichtiger Hinweis: Der Polygonzug der Randbruchkante muss geschlossen sein. Erst danach mit der Enter-Taste abschließen! Es ist empfohlen die DXF Datei oder die bereits vorhandene Gebäudepartition einzublenden um den Verlauf der späteren Gebäudebruchkanten zu sehen. Diese sollen entweder vollständig innerhalb oder außerhalb der Randbruchkante liegen und nicht durchschnitten werden.

Bruchkante unterteilen

Ein Bruchkantensegment ist immer eine Kante eines Dreiecks und muss somit unterteilt werden. Für die Unterteilung soll eine dem Dreiecksraster angepasste Länge gewählt werden. Auch hier wiedre in der Toolbox Bruchkanten den Button unterteilen wählen.

Diaglog zum Bruchkanten unterteilen


Es stehen verschiedene Ansatz für die Punkthöhenberechnung zur Verfügung:

  • Lineare BK-Punkthöhe
  • Höhe aus DGM
  • lineare BK-Punkthöhe mit DGM-angepasster BK-Höhe

Für unterteilte Bruchkanten, Höhen aus dem Geländemodell übernehmen. Die Bruchkante wird daraufhin in gleichgroße Abschnitte unterteilt.

Außenbereich von Triangulierung ausnehmen (Loch setzen)

Ein sogenanntes Loch verhindert die Triangulierung von Bereichen, die nicht durch Bruchkanten isoliert sind. Somit erfolgt keine Triangulierung außerhalb der gesetzten Randbruchkante. Im Unterschied zum Zuschneiden der Punktmenge werden Punkte die in Verbindung mit einem Loch stehen nicht gelöscht, diese werden nur für die Triangulierung nicht herangezogen.

Die Funtkion Loch setzten einerseits über das Kontextmenü oder über die Toolbox! Das Loch muss zwischen Außenbruchkante, aber noch innerhalb der Punktmenge gesetzt werden. Den Button Loch setzen finden Sie wiederum in der Bruchkanten Toolbox.

Im Anschluss das Geländemodell aktualisieren.

Ergebnis Loch Setzen

Wichtiger Hinweis: Sobald eine Bruchkantenmenge dem Geländemodell zugeordnet wurde, sollte vor dem aktualisieren des Geländemodells eine Sicherungskopie des ++SYSTEMS Projektes oder eine Kopie des Geländemodells angelegt werden. Beim Aktualisieren werden die Bruchkantenpunkte fester Bestandteil des Geländemodells. Nachträgliche Änderungen sind mit einem hohen Zeitaufwand verbunden!

Strukturbasierte Ausdünnung

Punkte, die unmittelbar auf oder an der Bruchkante liegen, führen wieder zu Dreiecksstrukturen, welche für die 2D-Oberflächenberechnung ungünstig sind. Somit müssen Punkte, die näher als ein zu definierender Abstand zur Bruchkante liegen, entfernt werden. Dies erfolgt durch strukturbasierte Ausdünnung. Einen zur Bruchkantenlänge passenden Wert wählen (typisch: 0.5 m).


Dialog zum ausdünnen der Punkte

Ergebnis der Strukturbasierte Ausdünnung - Vergleich zum unbearbeiteten Stand

Dreieckseigenschaften und Geländeverlauf

Dreieckseigenschaften

Anzeige der Dreieckseigenschaften aus dem Kontextmenü des Geländemodells heraus oder mit dem Button der Toolbox Dreiecke.

Wählen Sie nun mit dem Cursor ein Dreieck aus und klicken Sie auf das Dreieck. Es erscheint der Dreiecksdialog.

Eigenschaftsdialog der Dreiecke

Der hydraulische Teil der Daten wird im OBerflächenabflussberechnungsobjekt (OBO) gespeichert - hier muss vor der Übergabe der Parameter (aus der Partition heraus) zuvor ein Berechnungsobjekt (OBO) angelegt worden sein!

Eigenschaftsdialog der Dreiecke mit hydraulischen Parametern

Dreiecksparameter festlegen

Es wird empfohlen, die Eingabe der einzelnen Dreiecksparameter, wie Bodeneigenschaften und Rauigkeiten, nicht direkt an den Dreiecken vorzunehmen, da im Falle einer Neutriangulierung die Dreiecke neu erstellt werden und wieder Standardwerte haben. Daher sollten die Eigenschaften immer zuerst in einer Partition definiert werden, aus der sich dann die Werte für die Dreiecke im jeweiligen OBO und somit indirket über das Geländemodell übernehmen lassen. Als Basis für die Eigenschaften kann eine bestehende Partition dienen, die für eine Kanalnetzberechnung bereits erstellt wurde. Für die Erstellung dieser Partitionen, wird auf die Schritt-für-Schritt-Anleitung Hydraulik verwiesen.

Da die Parameter der Partition im Folgenden für die Berechnung in GeoCPM geändert werden, empfiehlt sich die Erstellung einer Kopie. Hier ist es natürlich sinnvoll, wenn die Partition bereits über Attribute sortierbar ist. In diesem Fall wurde die Partition anhand der Nutzungs- und dem Versiegelungsgrad über das Attribut OBTYP in Straßenfläche, Wohnfläche, Landwirtschaft... eingeteilt. Für jede Nutzungskategorie müssen im Anschluss die Oberflächeneigenschaften vergeben werden. Dazu eine Eigenschaftsliste nach Nutzungskategorie sortieren und alle Zeilen einer Kategorie selektieren.

Markierte Teileinzugsgebiete der aktiven Ebene ändern:

Parameter zuweisen

  1. Bodencharakteristik: Auswahl des Bodenaufbaus. Diese Werte wurden in der Tabelle „Bodenaufbau“ unter Hydraulikvarianten Schlüsselwerte definiert.
  2. GeoCPM Rauheiten in mm: Angabe der Oberflächenrauheit nach Colebrook-White Gleichung - die hier vorgestellten Werte wurden durch Vergleichs- und Plausibilitätsprüfungen ermittelt und bieten einen ersten Anhaltspunkt für die Berechnung. Die Rauheiten sind ein sehr wichtiger Parameter in der 2D Oberflächenberechnung und haben hohe Auswirkungen auf die Abflussscheitel, sowie die Geschwindigkeiten. Durch die fortschreitende Entwicklung und neu gewonnener Erfahrungswerte, werden diese Werte sich in Zukunft verändern und sollen nur einen Richtwert abbilden.
Angepasste Rauigkeiten für GeoCPM
Flächennutzung Rauheit
Bahnverkehr 250
Fliessgewaesser 200
Sport, Freizeit und Erholungsfläche 210
Flaeche Besonderer Funktionaler Prägung 140
Gehoelz 400
Fläche gemischter Nutzung 180
Industrie und Gewerbefläche 150
Landwirtschaft 300
Platz 100
Stehendes Gewässer 400
Strassenverkehr 20
Sumpf 260
Tagebau, Grube, Steinbruch 250
Unland vegetationslose Flaeche 300
Wald 400
Weg 80
Wohnbaufläche 140

Tabelle 1: Beispiel für Rauigkeiten für GeoCPM (Tendenziell hohe Rauheiten)

  1. GeoCPM: Dreiecke direkt beregnen. Standardmäßig ist direkt beregnen auf Dreiecken gesetzt. Über „Markierte ändern“ wahlweise abwählen (für Gebäudeflächen, die direkt DYNA zugeordnet sind). Bei direkter Beregnung von Gebäuden ohne Zuordnung zu DYNA muss die Randverteilung gesetzt werden. Für jede Nutzungsklasse mit individuellen Bodencharakteristika muss die Zuweisung von Parametern durchgeführt werden. Im Anschluss können die Attribute der Partition auf die Dreiecke übertragen werden. Versickerung, GeoCPM Rauheit, direkte Beregnung, Randverteilung.

Parallele Wegealgorithmus: Es werden die Daten der unter dem Schwerpunkt des Dreiecks liegenden Partitionsfläche übernommen. Verwendet wird die zum Zeitpunkt der Aktion ausgewählte Partition! Aufgrund der Performanz und Robustheit ist der Parallele Wegealgorithmus meist die bessere Wahl. Standardverschneidung: Zunächst wird aus den Dreiecken eine Partition erstellt (Name des Geländemodells). Dann erfolgt eine grafische Verschneidung. Werden Dreiecke von mehreren Flächen geteilt, erfolgt eine Interpolation der Werte. Nach Beendigung der Verschneidung kommt es zur Abfrage, ob die erstellte Dreieckspartition wieder gelöscht werden soll. Üblicherweise sollte diese gelöscht werden.

Zuweisen der Partitionsattribute an die Dreiecke

Geländeverlauf

Zur Anzeige des Geländeverlaufs wählen Sie bitte im Kontextmenü des Geländemodellobjektes die Funktion Geländeverlauf anzeigen nur Geländemodell oder den Button der Toolbox GeoCPM.

Klicken Sie nun mit dem Cursor auf den Anfangspunkt für den Geländeverlauf und danach auf den Endpunkt.

Geländeverlauf mit Anfangspunkt und Endpunkt

Der Geländeverlauf wird als Funktion vom Abstand vom Anfangspunkt (x-Achse) und der zugehörigen Geländehöhe (y-Achse) angezeigt.

Geländeverlauf mit Anfangspunkt und Endpunkt im Lageplan

Bruchkanten

Geländepunkte, die primär aus Laserscanbefliegungen stammen können keine senkrechten Strukturen transportieren, deshalb wurden hierfür die Bruchkanten eingefügt. Die Bruchkantenverwaltung finden Sie im Projektbaum direkt über den Geländemodellen. Erstellen Sie eine neue Bruchkantenmenge „Hauptgebäude“.

Sie können beliebig viele Bruchkantenmengen (z.B. Grenze, Hauptgebäude, Nebengebäude, Gehwege, Mauer, etc.) anlegen. Diese erhalten allerdings erst Gültigkeit, wenn die Menge einem Geländemodell zugewiesen wurde. Mehrfachzuweisungen sind möglich. Die Zuweisungsfunktion finden Sie im Kontextmenü des Geländemodellobjekts.

Bruchkantenmenge verwalten im jeweiligen Geländedialog

Im Geländedialog können Sie nun die Bruchkantenmengen dem Geländemodell zuweisen.


Wichtiger Hinweis: Bruchkanten werden im Übersichtsfenster nur dargestellt, wenn diese dem aktuell ausgewählten Geländemodell zugewiesen sind. Ansonsten sind diese nicht sichtbar.

Bruchkanten automatisch aus DXF-Grafik einlesen

Bruchkanten können automatisch aus Flurkarten, Straßenkarten, etc. im DXF-Format und SHAPE-Format eingelesen werden. Der DXF Importdialog:

DXF-Importdialog für Bruchkanten

Wählen Sie hier die DXF Datei mit den Bruchkanteninformationen aus. Danach die Layer in denen die Informationen abgelegt sind. Mehrfachauswahl ist mit der STRG-Taste wiederum möglich. Der Fangradius bestimmt, wann zwei Endpunkte von verschiedenen Bruchkanten aufeinander einrasten.

Der SHAPE Importdialog:

DXF-Importdialog für Bruchkanten

Ergebnis des Import der Bruchkanten Gebäude

Wichtig ist auch die Angabe der Bruchkantenhöhe und des Typs. Der orthogonale Pfeil zeigt immer auf die höher liegende Seite der jeweiligen Linie.

Die Bruchkante wird erst in das Modell vermascht - sobald eine neuerlichen Triangulierung ausgeführt wird. Deshalb ist auch nach der Bearbeitung von Bruchkanten eine erneute Triangulierung nötig.

Vergleich bei erneuerter Triangulierung mit Bruchkanten

Um das Netzqualität gleichmäßig zu gestalten, muss im Vofeld (vor der Triangulation) die Bruchkante noch in gleichmäßige Abschnitte unterteilt werden. Dabei hängt die Länge der Unterteilung von der Punktdichte ab! Ein Beispiel: Für ein pauschale Ausdünnung auf 1m² empfehlen wir eine Unterteilung der Bruchkante von 3-5m! Bei größeren Modellen sollte der Wert auch größer gewählt werden.

Bruchkanten, die nicht komplett innerhalb des Modellbereichs liegen, sollten gelöscht werden. Mittels Rechtsklick auf die Bruchkantenmenge kann die Markierungsvariante ausgewählt werden oder über den Button in der Bruchkanten Toolbox. Durch Aufziehen eines Polygons entlang der Modellgrenze können sämtliche Bruchkanten innerhalb des Geländemodells selektiert werden. Um die benötigten Bruchkanten außerhalb des Modells zu wählen, „Markieren -* Komplement“ anklicken.Jetzt können die selektierten Bruchkanten gelöscht werden. Nach den getätigten Änderungen an der Bruchkantenstruktur muss wieder neu trianguliert werden.

Beispiel: Bordstein als Bruchkante

Bruchkanten können wie bereits erwähnt natürlich auch von Hand digitalisiert werden. In unserem Beispiel wird an einer abschüssigen Straße, deren Anwohner bereits mehrfach von Überflutungen betroffen waren, eine Borsteinkante modelliert. Dazu wird wieder eine neue Bruchkantenmenge erstellt. Siehe dazu Schritt-für-Schritt-Anleitung GeoCPM#Digitalisieren des Bruchkantenpolygons.

Im Dialog „Bruchkantenhöhe“ die Höhe in Meter vergeben. Im Falle eines Bordsteins beispielsweise 0.1 Meter.

Dialog Digitalisierung Bruchkante - mit Versatz

Nach Bestätigung des Dialogs, kann die Bruchkante im Lageplan digitalisiert werden.

Dialog Bruchkantenhöhe

Die Bruchkantenhöhe wird immer rechts der erstellten Bruchkante gesetzt. Nach anlegen neuer Bruchkanten ist in den meisten Fällen auch eine Unterteilung der Bruchkante erforderlich (Empfehlenswert: Machen Sie eine Kopie vom Geländemodell - bevor Sie die Triangulation durchführen). Mit der erneuten Triangulation wird die Bruchkante in das Modell übernommen, danach wie gewohnt wieder die strukturbasierte Ausdünnung vornehmen. Diese Ausdünnung betrifft immer alle mit dem Geländemodell verbundenen Bruchkantenmengen.

Ausdünnen

Bei der Ermittlung der Geländepunkte werden nicht die markanten Punkte aufgenommen sondern Punkte in einem verfahrensabhängigen Muster. Nicht alle diese Punkte werden für eine detaillierte Berechnung des Oberflächenabflusses benötigt. Deshalb ist in GeoCPM eine Vielzahl an Ausdünnungsalgorithmen integriert. Hierzu wurden bereits ein umfangreiches Webinare gehalten, welches eine gute Übersicht über die Thematik bietet: Genauigkeit von Geländemodellen & Tipps für die Modellierung

Der Aufruf der Ausdünnungsdialog über die Toolbox oder das Kontextmenü im Projektbaum:

Konfigurationsdialog Ausdünnung

Im Beispiel wird der effektivste Ausdünnungsalgorithmus gewählt: Dreiecksbasierte Ausdünnung. Das Resultat sieht folgendermaßen aus.

Konfigurationsdialog Ausdünnung

Wie bereits unter der Abbildung Zuweisen der Partitionsattribute an die Dreiecke geschildert, müssen nach erfolgten Strukturarbeiten, die Parameter für das Geländemodell wieder an die Dreiecke übertragen werden - dies erfolgt über die OBOs.

An dieser Stelle ist das bearbeitete Modell rechnungsfähig.

Berechnungseinstellungen

Sie finden den Dialog für die Berechnungskonfiguration im Kontextmenü des Geländemodellobjekts unter Berechnung und Konfiguration (Berechnung) oder in der Toolbox GeoCPM.

Bereclnungskonfiguration aufrufen

  • Start und Endzeitpunkt für die Berechnung festlegen. Berechnungsdauer = Endzeitpunkt-Anfangszeitpunkt, hier 30 min.
  • Festlegen aufzuzeichnender Daten: Wichtig für spätere Auswertungen.
  • Festlegen von Versickerungsdaten und Randbedingungen. Hat ein Dreieck einen Wert für die Endversickerung gesetzt greift diese während des gesamten Berechnungsverlaufes, Anfangsversickerung und Rückgangskonstante greifen nur wenn in den Berechnungseinstellungen „verwende detaillierten Versickerungsansatz“ gewählt ist. Soll ohne Versickerung gerechnet werden sind Anfangs.- und Endversickerung auf 0 zu setzen.
  • Koppelungsparameter mit DYNA. In diesem Schritt noch nicht relevant
  • Niederschlag für Oberflächenberegnung


Eine detaillierte Beschreibung aller Einstellungsmöglichkeiten finden Sie im ++SYSTEMS Handbuch.

Berechnung starten - nur GeoCPM

Rechtsklick auf Geländemodell – Berechnung – Berechnung starten. Es wird im Projektordner ein Unterordner mit Namen des Geländemodells angelegt. Darin wird die GeoCPM.ein geschrieben und der Rechenkern GeoCPM.exe gestartet. Im Meldungsfenster und in einem Konsolenfenster werden der Status der Berechnung sowie eventuell auftretende Fehler und Warnungen ausgegeben.

Berechnungsstatus im Meldungsfenster

Berechnungsende

Nach Berechnungsende werden die Ergebnisse für maximale Wasserspiegel auf den Dreiecken von ++SYSTEMS eingelesen und können visualisiert werden. In den Dreieckseigenschaften befindet sich nun der relative Wasserstand im Schwerpunkt sowie der absolute Wasserstand über NN. Im Berechnungsverzeichnis werden die Detailergebnisse in unterschiedlichen Dateien abgelegt. Es öffnet sich automatisch nach jeder Berechnung ein Grid für die Bilanzierung der Gesamtmengen für Dyna und GeoCPM.

Beispiel einer GeoCPMInfo.aus Datei

GeoCPMMax.aus beinhaltet die Dreiecksnummer mit seinem max. Wasserspiegel. In weiteren Dateien werden Ganglinien zu Füllstand, Durchfluss und Geschwindigkeit, je nach Berechnungseinstellungen, gespeichert.

Wasserstand auf Dreieck

GeoCPM Berechnung mit Dyna - bidirektionale Koppelung

Die Verknüpfung des Geländemodells mit dem Kanalsystem erfolgt auf zwei Ebenen: der Verknüpfung von einzelnen Oberflächenelementen und Kanalnetzelemente und der allgemeinen Verknüpfung eines Geländemodells mit einer Hydraulikvariante.

Automatische Verknüpfung der Elemente

Rufen Sie wie in beschrieben den Berechnungskonfigurationsdialog des Geländemodells auf.
Schachtverknüpfung in Berechnungskonfiguration

Hier kann die Schachtverknüpfung ausgeschaltet werden (ohne Schachtverknüpfung) oder einer von 3 Automatismen (Einzeldreieck, Dreiecksfläche (m21, Abschnittsverteilt) verwendet werden. Die Berechnungsformel für das Auslauf- bzw. Einlaufvermögen der Kanalelemente (z.B. Schacht, Regeneinlauf, etc.) wird unter Berechnung Q ... angegeben.

Manuelle Verknüpfung von Elementen

Die Aktion Schacht mit Oberfläche verknüpfen ist im Geländemodellkontextmenü unter Schächte, Quellen und Bruchkanten zu finden, oder mit der Toolbox Dreiecke.

Klicken Sie hier zuerst den Schacht an, den Sie manuell mit den Oberflächenelementen verknüpfen möchten. Anschließend klicken Sie die Oberflächenelemente hinzu. Die Verknüpfung wird als blaue Linie zwischen Oberflächenelement und Schacht dargestellt.

manuelle Verknüpfung Schacht mit Oberfläche

Geländemodell und Hydraulikvariante

Bevor die Berechnung gestartet werden kann muss noch die Zuweisung zwischen Oberflächenmodell und Kanalnetzmodell (Hydraulikvariante) angegeben werden. Diese ist in der Hydraulikvariante untergebracht. Öffnen Sie im Projektbaum unter Auswertungen -‚ Hydraulische Berechnung -‚ Kanalnetzberechnung -‚ Hydraulikvarianten das Kontextmenü der Hydraulikvariante, die Sie mit einem Geländemodell verknüpfen möchten. Im Hydraulikdialog wechseln Sie bitte in den Reiter Transport. Unter GeoCPM können Sie das Geländemodell zuweisen.

Transportreiter in Hydraulikvariante

Berechnung des Oberflächenabflusses

Nach der Verknüpfung des Geländemodells und der Kanalnetzberechnung wird die Berechnung wie eine gewöhnliche Kanalnetzberechnung gestartet. Über Rechtsklick auf die jeweilige Hydraulikvariante im Projektbaum und Berechnung ausführen. Alle weiteren Schritte der Berechnung werden vom System automatisch durchgeführt.

Ergebnisdarstellung

Die Darstellung der Berechnungsergebnisse hängt von der gewählten Farbkonfiguration ab. Für die farbliche Darstellung der Geschwindigkeitspfeile greift die gleiche GeoCPM Farbkonfiguration. Wird hier nach Wasserstand eingefärbt greift diese Farbzuweisung an numerische Werte nun auch für die Geschwindigkeit in m/s Die Einfärbung nach maximalem Wasserspiegel stellt einen Zustand dar der so nicht auftritt da die Maximalwerte zu verschiedenen Zeitpunkten auftreten.(Projektbaum:Ansicht:Farbkonfigurationen]. Hier besteht die Möglichkeit der Einfärbung nach dem Wasserstand über den Reiter GeoCPM zu steuern.

Farbkonfiguration im Reiter GeoCPM

Das Ergebnis der Einfärbung kann dann im Betrachtungsfenster kontrolliert werden. Wichtig hierfür ist, das in dem Gelänemodell auch der Hacken bei Einfärbung gesetzt ist.

Ergebnis direkte Beregnung nach Einfärbung

Im Einstellungsdialog des Geländemodelles unter Anzeige erweitert können die Geschwindigkeitspfeile konfiguriert werden.

Dialog zum darstellen von Geschwindigkeitspfielen

Die Pfeile beziehen sich daraufhin auf die selben Farbkonfiguration und die darin festgelgte Schritteweise des GeoCPM Wasserstandes.

Ergebnisdarstellung mit Geschwindigkeiten

Zeitlicher Verlauf und Momentaufnahme

Standardmäßig stehen nach einer GeoCPM Berechnung nur die maximalen Wasserspiegel in ++SYSTEMS zur Verfügung. Über Berechnungsergebnisse anzeigen – Zeige Momentaufnahmen bzw. Lade Geschwindigkeiten werden diese Ergebnisdaten in ++SYSTEMS nachgeladen. Sind bei dieser Aktion Dreiecke markiert werden nur die Daten zu den markierten Dreiecken eingelesen. Nach einer Berechnung sind die gekoppelten Dreiecke markiert, also vor dieser Aktion alle Dreiecke demarkieren wenn die Daten für alle Dreiecke geladen werden sollen. Einmal geladen werden diese Daten persistent in ++SYSTEMS gespeichert und können mit „Momentaufnahmen und Geschwindigkeiten aus Projekt entfernen“ wieder entfernt werden, will man für die Darstellung wieder die Maximalwerte „Berechnungsergebnisse einlesen.“


Detailergebnisse laden

Zeige Momentaufnahmen lädt für jedes Dreieck den Verlauf des Wasserstandes über den Simulationszeitraum. Damit ist es jetzt möglich die Wasserspiegel zu jedem Zeitpunkt darzustellen. Vor dem Laden den Bildschirmausschnitt auf den gewünschten Bereich zoomen da der folgende Steuerungsdialog modal ist und keine anderen Aktionen möglich sind.

Zeige Momentaufnahmen

Hier lässt sich die Darstellung für den gewünschten Simulationszeitpunkt einstellen.

Video erstellen

Im Dialog der Momentaufnahme kann über den Zeitraum auch ein Video erstellt werden um die Abflussvorgänge darzustellen. Über Video kann der Ablauf der Simulation aufgezeichnet werden.

Dialog Video erstellen

Es können sowohl die Zeitschritte als auch das Format (MPG oder AVI) ausgewählt werden. Das Video wird mit Screenshots im jeweiligen Projektpfad mit einem Ordner video gespeichert.

Ergebnis Video mit Zeitschritt 1 Minute

Kurvenverläufe

Die Funktionen zur Darstellung der hydraulischen Ergebnisse finden Sie im Kontextmenü des Geländemodells unter Berechnungsergebnisse anzeigen oder über die Toolbox Ergebnisse.

  • Durchflusskurven
  • Geschwindigkeitskurven
  • Höhenstandskurven
  • Volumen markierter Dreiecke

Wählen Sie die Art der Hydraulikkurve, die Sie darstellen möchten. ACHTUNG: es sind nur Hydraulikkurven vorhanden, die Sie zuvor in der Berechnungskonfiguration zur Aufzeichnung angegeben haben. Klicken Sie auf ein beliebiges Element um die Kurve dargestellt zu bekommen.

Über den Bereich, wo der Durchfluss angezeigt werden solll, wird eine Linie mit Anfangs- und Endknoten gezogen.

Wasserstandskurve von Element 62709

Der Algorithmus geht hier den kürzesten Weg von Anfang- und Ende und summiert alle Abflusskurven der jeweiligen Dreieckskanten auf.

Ergebnis für die Durchflusskurve 62709

Erweiterte Einstellungsmöglichkeiten

Quellen und Senken

Im Allgemeinen dienen in einer GeoCPM Berechnung, aus Sicht des Geländemodells, die Kanalschächte, Regeneinläufe und Ähnliches als Wasserzufuhr (Quellen) bzw. als Wasserauslauf (Senken). Die Mengen ergeben sich bei diesen Elementen aus der Berechnung. Zusätzlich haben Sie aber auch die Möglichkeit selbst Quellen und Senken zu definieren und mit einer Ganglinie zu versehen. Diese hängt dann nicht mehr von den Berechnungsergebnissen ab und kann individuell konfiguriert werden.

Konfigurationsdialog Quellen / Senken

Bei der Konfiguration ist zu beachten, dass eine Zu- bzw. Abflusskurve angegeben wird. Die Kurven können in ++SYSTEMS unter Zeitreihen-> Kennlinien -> Kurven angelegt werden.

Definition der Kennlinie einer Senke, in diesem Fall eine Tiefgarage


Im Beispiel wird eine Tiefgarage im Modellgebiet als Senke mit begrenzter Wasseraufnahme definiert. Unter Punktfolge kann die Wasseraufnahme im zeitlichen Verlauf definiert werden: X definiert den Zeitpunkt in Sekunden, Y die Aufnahme in Liter pro Sekunde. Im Beispiel würden ab Sekunde 120, 30 Liter pro Sekunde von der Senke aufgenommen. Von Sekunde 180 bis 240 sind wären es 20 Liter pro Sekunde. Ab Sekunde 240 wird kein Wasser mehr aufgenommen. Werden die Y Werte negative definiert (wie im Beispiel) wird eine Senke modelliert. Im Falle von positiven Werten kann eine Quelle erstellt werden.

Setzen einer Quelle / Senke

Eine Quelle wird über das Kontextmenü des Projektbaums wie folgt gesetzt.

Setzen einer Quelle/Senke


Beim setzen der Quelle öffnet sich daraufhin der Dialog für Quellen/Senken. Hier können Name, Lage und die Zuflüsse/Abflüsse angegeben werden. Die Abflüsse entsprechen den voher angelegten Kurven.

Setzen einer Quelle/Senke


Im Beispiel besitzt die Tiefgarage eine Aufnahemkapazität von 4000m³. Quellen und Senken werden als grünes Dreieck im Geländemodell dargestellt.

Darstellung Quelle/Senke im Geländemodell